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Kein Friede nirgendwo - Soziale Kämpfe in Kolumbien

wann: 
Dienstag, 29. Mai 2018 - 19:30
was: 
Veranstaltung
wo: 
Klapperfeld Ex-Gefängnis Klapperfeldstraße 5, 60313 Frankfurt am Main
wer: 
[iL*]-Frankfurt

Kolumbien-VA
Ende 2016 wurde in Kolumbien der Friedensvertrag zwischen Präsident Santos und der ältesten und größte Guerillagruppe Lateinamerikas, der Farc, unterschrieben. Während Santos dafür den Friedensnobelpreis erhielt, nahm die Anzahl politischer Gefangener und Morde an Menschenrechtsaktivist*innen im Land massiv zu. Die Nicht-Einhaltung des Abkommens seitens des Staates führt zu einer hohen Frustration der Beteiligten und u.a.auch zur erneuten Mobilisierung ehemaliger FARC Gueriller@s oder Beteiligung an Drogennetzwerken. Von Frieden kann keine Rede sein.
Parallel zum noch laufenden Friedensprozess mit der ELN, finden permanente Kämpfe unerschrockener Aktivist*innen in den Stadtteilen, um Landrechte, gegen transnationale Konzerne und in den Betrieben statt. Während im Land für die Präsidentschaftswahl am 27.5. mobil gemacht wird, und die Aktivist*innen besorgt sind, welche Konsequenzen es haben könnte, dass der linke Kandidat Gustavo Petro eine realistische Chance zu haben scheint.

Im März dieses Jahres fand die "Caravana de Solidaridad" statt, eine Solidaritätsreise von politischen Aktivist*innen aus Deutschland und Kolumbien. Im Rahmen dieser Reise haben wir uns mit dutzenden von Aktivist*innen der sozialen Bewegungen getroffen, ausgetauscht, mit ihnen diskutiert und uns vernetzt. Von Gewerkschaften, über indigene Selbstverwaltungen, Bauernorganisationen, politische Gefangene und Menschenrechtsorganisationen.
Während der Veranstaltung werden wir als Teilnehmende der Reise, Aspekte der politischen Situation in Kolumbien darstellen und dabei z.B. auf Spannungsfelder zwischen Staatsterrorismus, Paramilitärs, Konzernen und Guerilla eingehen. Der Fokus liegt dabei auf der Frage: Wie ist die Situation für soziale Bewegungen in Kolumbien in Zeiten des sogenannten Postkonflikts, was bedeutet es, dort Aktivist*in zu sein? Und was bedeutet es sich in ein solidarisches Verhältnis zu den Kämpfen vor Ort zu setzen?

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