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Sammlung von Newsfeeds

Cafe Arranca!

[iL*] - 16. Januar 2018 - 0:09
Das Cafe Arranca! - Freiraumcafe der Interventionistischen Linken geht auch zum Jahresstart 2018 in eine neue Runde:
Wir dürfen euch auf bestes veganes Gyros mit selbstgemachten Tzatziki, griechischen Salat und Reis auf Selbstkostenpreis einladen.
Aus verschiedenen Gründen haben wir uns dieses Mal entschieden, den politischen Input entfallen zu lassen - was aber nichts ausmacht, da wir dafür mehr Zeit für Gemütlichkeit und Gespräche haben.
Also, schaut vobei. Auf einen guten Jahresstart und ein erfolgreiches, linksradikales Jahr 2018!

ILTIS in Bermudas - Grenzenlos feministisch?

[iL*] - 16. Januar 2018 - 0:01

»ILTIS in Bermudas«, Sendung 19: »Grenzenlos feministisch?«
Doppelsendung zum Jahresstart:

Antifeminismus ist neben Rassismus ein Standbein der neuen rechten Bewegungen: Während die Errungenschaften von Geschlechtergerechtigkeit zurückgedreht und das eingeschränkte Recht auf Abtreibung abgeschafft werden soll, man(n) sich gegen queere Lebensformen stellt und Frauen* vorschreibt, wie diese sich (nicht) zu kleiden haben, wird sexualisierte Gewalt und Unterdrückung rassistisch vereinnahmt, als Phänomen, das zugewandert sei.

Doch auch in der sogenannen Mitte der Gesellschaft sind antifeministische und rassistische Denkmuster anschlussfähig und wird die Frage aufgeworfen, ob es den Feminismus denn überhaupt noch braucht. In unserer Doppelsendung von »ILTIS in Bermudas« suchen wir nach Anworten auf diese Herausforderungen. Antworten, die Grenzen überwinden, strukturelle wie nationale.

16. Januar: Wiederholung der Sendung »Make Feminismus great again?« vom 21. Februar 2017

In der ersten Folge dieser Doppelsendung am 16. Januar diskutieren wir mit unseren Gästen, in welchen Bereichen Benachteiligungen von Frauen* gegenüber Männern fortbestehen, welche feministischen Kämpfe es heute (noch oder wieder) zu führen gilt, welche Herausforderungen sich hierbei stellen und welche befreiende Wirkung diese Kämpfe auf sämtlichen Geschlechter und Gender haben können.

Zu Gast sind Sylvia, die im Autonomen Frauenhaus Heidelberg arbeitet und als Koordinatorin der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser in Baden-Württemberg arbeitet, Sophia die als Pädagogin beim Frauennotruf gegen sexuelle Gewalt an Frauen & Mädchen e.V. Heidelberg arbeitet und ihre Staatsexamensarbeit über feministische Mädchenarbeit verfasst hat und Nora, die bei der Terre Des Femmes e.V. - Städtegruppe Heidelberg-Mannheim aktiv ist.

 

20. Februar: Fortsetzung der Diskussion unter dem Motto »Grenzenlos feministisch?«

In der zweiten Folge am 20. Februar werden wir diese Diskussion fortführen. Wir werden die Formen von Gewalt thematisieren, denen gerade Frauen* in ihren Familien - als Kind ebenso wie in einer (heterosexuellen) (Zweier-) beziehung - begegnen.

Außerdem wollen wir den aktuellen öffentlichen Debatten nachspüren, wie sie unter dem Hashtag #metoo oder nach den Femizid eines Geflüchteten an seiner Exfreundin geführt werden. Wir werfen die Frage auf, ob feministische Ansätze tatsächlich anschlussfähig sein können für rechte Strömungen und in welchem Verhältnis sexuelle Freiheit und Freiheit vor sexueller Belästigung stehen.


»ILTIS in Bermudas« ist der monatliche Polit-Talk im Bermuda Funk, veranstaltet von der Interventionistische Linke Rhein-Neckar.

Die Sendung wird jeden dritten Dienstag eines Monats um 22 Uhr ausgestrahlt und kurz vorher aufgenommen. Sie ist über den Livestream des bermuda.funks (http://bermudafunk.org/livestream.html) zu empfangen sowie auf den UKW-Frequenzen 89,6 MHz (MA) / 105,4 MHz (HD) und anschließend vorübergehend im Podcast des Bermudafunks und dauerhaft im Archiv von Freie-Radios.net (http://www.freie-radios.net/serie/iltisinbermudas) zu finden.

http://bermudafunk.org/sendungen/sendungen/iltis-in-bermudas.html

Uprising in Iran. Infoveranstaltung zu den aktuellen Protesten

[iL*] - 15. Januar 2018 - 23:09
Was hat es mit den Protesten im Iran auf sich? Wer geht auf die Straße? Welche Hoffnung scheint in den Protesten auf und welche Gefahren könnten ihr Ende bedeuten? Wir laden euch ein mit uns und unserem Referenten zu diskutieren.

"Afghanistan ist nicht sicher!" - Die Situation in Afghanistan und deutsche Sicherheitsbehauptungen.

Linksnavigator - 12. Januar 2018 - 21:33
Ein Gespräch mit Waslat Hasrat-Nazimi, Ramin Mohabat und Emran Feroz.25.01.2018 - 19:00Landungsbrücken Frankfurt, Gutleutstraße 294, 60327 Frankfurt am Main

Seit Dezember 2016 schiebt Deutschland Menschen per Sammelabschiebung nach Afghanistan ab. Afghanistan, das Land in dem Krieg herrscht, die Bundeswehr stationiert ist und immer wieder Anschläge stattfinden. Die Zahl der Inlands-Vertriebenen steigt. Viele Menschen verlassen das Land.

Sichere Gebiete in Afghanistan?

Linksnavigator - 9. Januar 2018 - 15:56
Warum wir einen dauerhaften Abschiebestopp benötigen!25.01.2018 - 19:30Justus-Liebig-Haus, Wintergarten, Darmstadt

Frederike Stahlmann berichtet über die aktuelle Situation in Afghanistan und die Situation derjenigen, die dorthin zurückgekehrt sind bzw. mussten. Außerdem wird die Initiative zum „Bürger*Innen-Asyl“ vorgestellt.

Abschottungsgemeinschaft – Zum Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Migration und Grenzen in der Europäischen Union

Linksnavigator - 9. Januar 2018 - 15:53
Vortrag und Diskussion im Rahmen der Aktionswoche26.01.2018 - 20:00Justus-Liebig-Haus, Wintergarten, Darmstadt

Ein Vortrag über den Zusammenhang von Kapitalismus, Flucht und Migration sowie dem Abschottungsregime der Europäischen Union.

Maximilian Pichl (Jurist und Politikwissenschaftler, arbeitet in einem Forschungsprojekt zum EU-Grenzregime an der Universität Kassel)

Aufbau von Unterstützergruppen für Abschiebehäftlinge

Linksnavigator - 9. Januar 2018 - 15:29
Vortrag und Diskussion23.01.2018 - 17:00Justus-Liebig-Haus, Wintergarten, Darmstadt

Am Beispiel des Vereins „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.“ wird aufgezeigt, wie die Unterstützung von Abschiebehäftlingen mit politischer Arbeit gegen Abschiebehaft verbunden werden kann. Außerdem werden Strukturen von Initiativen gegen Abschiebehaft vorgestellt.

Flucht ist kein Verbrechen: Strategien gegen die Unmenschlichkeit

Linksnavigator - 9. Januar 2018 - 15:24
Veranstaltung im Rahmen der Aktionswoche21.01.2018 - 19:00Heiner-Lehr-Zentrum, Kopernikusplatz 1, 64289 Darmstadt

Eine Podiumsdiskussion verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteur*innen und politischer Aktivist*innen, Vertreter*innen der Kirchengemeinden und weiterer NGOs.

Wohnraum für alle?! Buchvorstellung und Diskussion

Linksnavigator - 9. Januar 2018 - 14:54
18.01.2018 - 20:00Karl Marx Buchhandlung Jordanstr. 11, 60486 Frankfurt am Main

Seit Jahren steigen Mieten und Wohnungspreise vor allem in wachsenden Städten und Regionen Deutschlands. Günstiger Wohnraum ist zunehmend knapp und gerade untere und mittlere Einkommensgruppen sind von hohen Wohnkosten belastet.

Frankfurt für alle?! Linke Strategien für bezahlbaren Wohnraum…

Linksnavigator - 9. Januar 2018 - 11:33
Diskussionsveranstaltung24.01.2018 - 19:00.Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, Frankfurt Seiteneingang

mit:
Andrej Holm (Stadtsoziologe)
Janine Wissler (OB-Kandidatin) und
Vertreter*innen der ABG-Kampagne und der
Nachbarschaftsinitiative Nordend Bornheim Ostend (NBO)

Flucht ist kein Verbrechen. Kein Abschiebeknast in Darmstadt

Linksnavigator - 9. Januar 2018 - 11:26
Demo am 20. Januar 2018, 15 Uhr, Luisenplatz20.01.2018 - 15:00Luisenplatz, Darmstadt

Community for all – Solidarische Gemeinschaften statt Abschiebegefängnis 

Kein Schlussstrich - Der NSU Komplex und seine Aufarbeitung

[iL*] - 8. Januar 2018 - 22:43

Nach knapp 400 Prozesstagen und der Vernehmung von rund 600 Zeug*innen ist erstmals ein Ende des NSU-Prozess abzusehen. Seit Mai 2013 wird vor dem Oberlandesgericht München gegen fünf Mitglieder bzw. Unterstützer*innen des terroristischen "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) verhandelt. Im Zuge der Verhandlung und in zahlreichen parlamentarischen Untersuchungsausschüssen auf Landes- bzw. Bundesebene wurden skandalöse Erkenntnisse über das NSU-Netzwerk öffentlich und etliche Verstrickungen von V-Leuten der Verfassungsschutzbehörden darin aufgedeckt.

Der Prozess in München neigt sich seinem Ende. Die Aufarbeitung ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Deswegen möchten wir mit Anna Müller von NSU-Watch Hessen und Felix Hansen vom bundesweiten NSU-Watch über den Stand im Prozess in München und die bundesweite Bedeutung der Aufarbeitung des NSU-Komplex sprechen. Die Veranstaltung findet im Kontext der hessischen Mobilisierung zur Urteilsverkündung in München statt. Zum Prozessende ruft das Bündnis "Kein Schlussstrich" zu einer  Demonstration am Tag der Urteilsverkündung in München auf. Aus Darmstadt soll es eine gemeinsame Anreise zu der Demonstration geben. Über den aktuellen Stand möchten wir in diesem Rahmen informieren.

https://www.nsu-watch.info/
https://nsuprozess.net/
www.fb.com/keinschlussstrichhessen/

Solidarität mit Fabio! Freiheit für alle G20-Gefangenen!

[iL*] - 26. Dezember 2017 - 20:46
Am 3.1.2018. geht der Prozess gegen unseren Genossen Fabio weiter, der nach dem G20 Gipfel monatelang mit haltlosen Vorwürfen in Untersuchungshaft gesteckt worden war. Gemeinsam mit der Kampagne United we Stand rufen wir zu einer Kundgebung vor dem Amtsgericht Hamburg-Altona auf. Fabio wurde am Rondenbarg festgenommen, dem Ort wo maßlose Polizeigewalt die meisten schwerverletzten Aktivist_innen verursacht hat. Das Verfahren gegen ihn zeigt besonders deutlich, dass es bei den G20-Prozessen nicht um Gerechtigkeit, sondern um eine Abschreckungs- und Gesinnungsjustiz geht:
  • Fabio werden keine individuellen Straftaten vorgeworfen, sondern allein "Landfriedensbruch". Der konstruierte Vorwurf ist ein direkter Angriff auf die Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit.
  • Das Verfahren gegen Fabio soll das Tor zur Kriminalisierung vieler anderer Aktivst_innen öffnen. So stand auch die umstrittene bundesweite Razzia gegen G20-Aktivist_innen im Dezember 2017 im direkten Zusammenhang mit den Vorfällen am Rondenbarg.
  • Fabio soll unter anderem für die „bürgerkriegsähnlichen Zustände“ in Hamburg mitverantwortlich sein. Zur Erinnerung: Kaputte Scheiben und brennende Autos gab es erst zu dem Zeitpunkt, als Fabio längst in einer Polizeizelle einsaß.

Seit dem aus Polizei- und Regierungs-Sicht katastrophal verlaufenen G20-Gipfel und den Protesten dagegen versuchen diese durch eine massive Verunglimpfungskampagne gegen den legitimen Protest das Heft des Handelns wieder in die Hand zu bekommen und Stärke zu demonstrieren. An Fabio soll auf Biegen und Brechen ein Exempel statuiert werden. Es läuft jedoch nicht gut für die Staatsanwaltschaft. Fabio leistet in seinem Verfahren starken Widerstand und lässt sich nicht unterkriegen. Die kämpferische Prozessführung entlavt die Darstellung der Polizei – wie an so vielen anderen Stellen auch – als ein Gemisch aus Übertreibungen, Lügen und Propaganda. Ende November musste das Gericht Fabio gegen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Doch es ist noch nicht vorbei!

Kommt am Mittwoch, 03.01.2018 um 8.30 Uhr zum Amtsgericht Hamburg-Altona, Max-Brauer-Allee 91 und fordert mit uns gemeinsam den Freispruch für Fabio und die sofortige Freilassung von allen anderen G20-Gefangenen. Starten wir solidarisch und kämpferisch ins neue Jahr und leisten Widerstand gegen die Welt der G20, gegen eine Welt der Ausbeutung, der Kriege, der Klimakatastrophe und der rassistischen Abschottung!

 

 

Nichts gelernt?! Rechten Terror und Rassismus bekämpfen!

[iL*] - 21. Dezember 2017 - 12:20

Am 17. Dezember 2017 wurde auf der S-Bahn-Station Veddel ein Sprengsatz, vermutlich mit Nägeln und Schrauben versehen, abgestellt und gezündet. Mindestens eine Person erlitt ein Knalltrauma und ein gläserner Windfang wurde zerstört. Glücklicherweise kamen - soweit bekannt - keine weiteren Personen körperlich zu Schaden. Als mutmaßlicher Täter wurde ein 51-jährige Mann aus Harburg festgenommen. Bei diesem handelt es sich Stephan K. Er ist einer der  beiden verurteilten Neonazis, die  Gustav Schneeclaus umbrachten. Dieser wurde am 18. März 1992 am Buxtehuder Busbahnhof  ermordet, da er Hitler als größten Verbrecher bezeichnete.

Wir verstehen diesen Anschlag als rechten Terror. Die Hamburger Polizei hingegen hat zunächst ein mögliches rassistisches und rechtes Tatmotiv nicht benannt und einen terroristischem Hintergrund bereits am Sonntag ausgeschlossen. Die Veddel und Wilhelmsburg sind migrantisch und alternativ geprägte Stadtteile. Einen Sprengsatz an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt zwischen diesen Stadtteilen hat nicht nur das Ziel, die hier lebenden Menschen zu verletzen, sondern darüber hinaus ein Bedrohungsszenario und Angst zu schaffen. Dieser Anschlag an diesem Ort ist daher als rassistisch motiviert zu verstehen. Die neonazistische Geschichte des mutmaßlichen Täters bestätigt uns darin. Angst und Verunsicherung zu verbreiten kennzeichnet rechten Terror und reiht sich ein in die zahlreichen und zunehmenden rechten Angriffe und Anschläge der vergangenen Jahre.

Wir fordern rechten Terror als solchen unmissverständlich zu benennen!

Keine Verharmlosung des rechten Terrors!

Wir fordern eine lückenlose Aufklärung des Tathergangs und der Motivation.

Gemeinsam & solidarisch rechten Terror und Rassismus bekämpfen!

 

Kundgebung und Demo

Freitag 22. Dezember 2017 16:30 Uhr

S-Bahnhof Veddel (Wilhelmsburger Platz)


Antifaschistische und Antirassistische Gruppen Hamburg

Rechtsterrorismus 
benennen und bekämpfen!

[iL*] - 21. Dezember 2017 - 12:13
Wir stehen solidarisch zusammen gegen Rassismus & Neonazismus! Wir stehen zusammen gegen die Angst! Ein rechter Anschlag sollte Menschen töten. Ein rechter Anschlag soll uns Angst machen. Ein rechter Anschlag macht uns betroffen und wütend. Dieser rechte Anschlag muss als rechter Terror benannt werden! Darum rufen wir gemeinsam mit anderen antirassistischen und antifaschistischen Gruppen in Hamburg auf am Freitag, den 22.12.2017 um 16.30 Uhr eine Kundgebung in Wut und Solidarität am Tatort abzuhalten (Wilhelmsburger Platz).Was ist passiert? Explosion am Bahnsteig Veddel



Am vergangenen Sonntagabend gegen 17.30 stellte ein bekannter Neonazi, der kurz aus der S3 ausstieg, eine Plastiktüte am Bahnsteig der S-Bahn Veddel ab, um dann direkt wieder mit der Bahn weiterzufahren. Kurz darauf explodierte der Inhalt – bisher ist bekannt, dass eine Person verletzt wurde. Die Detonation war so stark, dass eine Scheibe des Wartehäuschens zu Bruch ging. Menschen, die die Explosion beobachteten, nahmen wahr, dass Schrauben durch die Luft flogen und tatsächlich wurden an der S-Bahn auch Schrauben gefunden.



Nichts gelernt! Rechten Terror benennen und bekämpfen!

Durch die Videoaufnahmen in der Bahn konnte die Polizei schnell einen Tatverdächtigen ermitteln, der am Abend des nächsten Tages durch Zufall gefasst wurde. Dabei handelt es sich um einen 51- jährigen Deutschen, der bereits 1992 Gustav Schneeclaus aus neonazistischer Motivation brutal ermordet hat. Trotzdem wusste die Polizei bereits 2 Stunden nach der Explosion, dass ein terroristischer Hintergrund ausgeschlossen werden konnte. Wurde ein solcher Hintergrund ausgeschlossen, weil der Täter Deutscher war, und weil die Polizei immer so tut als würden Deutsche keine terroristischen Anschläge begehen? Oder wird weiterhin Rechtsterrorismus nicht als Terrorismus erkannt und benannt? Polizei und Behörden spielen Rechtsterrorismus herunter. Sie ermitteln häufig rassistisch und verschließen die Augen davor, dass Neonazis massenhaft Anschläge und Übergriffe verüben. Sie spucken damit den Betroffenen ins Gesicht. Und das ist kein Einzelfall. Immer wieder erleben wir, dass staatliche Institutionen so vorgehen. Der Mord an Oury Jalloh durch die Polizei, die Ermittlungen gegen die Opfer des NSU statt gegen die neonazistischen Täter, die Verwicklung des Verfassungsschutzes in den NSU und der fehlende Aufklärungswille von Polizei und Staatsanwaltschaft zeigen: Das hat System!

Kein Schlussstrich!

Unfassbar erscheint vor diesem Hintergrund nochmal mehr, dass manche glauben, man könnte mit dem Ende des NSU-Prozesses auch einen Schlussstrich unter das Thema rassistische Morde und Anschläge setzen. Dies ist bei weitem nicht der Fall, denn in der gesamten Republik werden weiterhin Unterkünfte für Geflüchtete angegriffen, wobei die Tötung einer großen Anzahl von Menschen in Kauf genommen wird .Außerdem gibt es weiterhin eine hohe Zahl gewalttätiger Angriffe auf Migrant*innen oder Menschen, die von Rassist*innen als solche wahrgenommen werden.
Der Anschlag an der Veddel ähnelt dem Anschlag des NSU in der Kölner Keupstraße im Jahre 2004, denn offensichtlich wurde hier versucht eine Nagelbombe nachzubauen. Dabei soll durch die Herbeiführung einer Explosion, die Schrauben und Nägel mit einer solchen Gewalt durch die Luft geschleudert werden, dass sie die Menschen in ihrer Umgebung schwerst verletzen und oft töten.. Dabei ging es den Tätern der NSU-Morde darum, so viele Menschen wie möglich, die sich in dem türkisch geprägten Stadtteil zu dieser Zeit aufhielten, zu töten.

Was sind das für Zeiten?

Und während all dies passiert startet die Hamburger Polizei eine Hetzjagd anlässlich der G20 Proteste. Während von Terror gesprochen wird, wenn Geschäfte geplündert werden oder Barrikaden errichtet werden, schweigt die Öffentlichkeit, wenn es um rassistische Anschläge geht, deren Ziel eindeutig die Tötung von Menschen ist. Wenn sich die Polizei doch durchringt, einen rassistischen Hintergrund zuzugeben, dann sollen es „verwirrte Einzeltäter“ gewesen sein, aber bestimmt keine echten Neonazis.


Wir stehen solidarisch an der Seite der Betroffenen dieses rechtsterroristischen Anschlags!

Wir stehen an ihrer Seite um sie wissen zu lassen, dass sie nicht alleine sind und wir stehen dort, weil wir entschlossen sind Neonazismus und Rassismus zu bekämpfen.

Rechter Terror soll töten und er soll Angst machen. Wir wollen zusammenstehen, uns Kraft geben und gemeinsam die Angst verlieren.

Wir wollen uns wehren und unsere Wut unüberhörbar machen. Wut auf Nazis, Wut auf rassistische Behörden und Wut auf rassistische Zustände, die so etwas ermöglichen.



Interventionistische Linke Hamburg im Dezember 2017

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