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Aktualisiert: vor 45 Minuten 55 Sekunden

AG Antifaschismus

26. Februar 2020 - 13:28

Die Antifa-AG der IL Berlin ist in unterschiedlichen Projekten und Bündnissen gegen Nazis und die AfD aktiv. Wir haben seit vielen Jahren einen lokalen Schwerpunkt auf Neukölln gelegt, da insbesondere der Süden des Bezirks immer wieder Ziel rechter Anschläge wird, die Menschen einschüchtern sollen, die sich politisch gegen Rechts engagieren. Dort sind wir unter anderem im Bündnis Neukölln aktiv. Außerdem sind wir Teil des stadtweiten Bündnisses Berlin gegen Rechts, mit dem wir in den vergangenen Jahren unter anderem gegen Aufmärsche der AfD, der Identitären Bewegung, der NPD und anderer Nazigruppen mobilisiert haben.

Bei unseren Mobilisierungen setzen wir auf massenhaften zivilen Ungehorsam und Menschenblockaden, zu denen wir so viele Menschen wie möglich ermutigen und befähigen wollen. Wir versuchen, öffentlichkeitswirksam zu agieren und zu einem breit getragenen gesellschaftlichen Konsens gegen Nazis und Rassist_innen beizutragen. Wir finden es wichtig, Antifa-Arbeit mit sozialen, antirassistischen, feministischen, Klimagerechtigkeits- und anderen Kämpfen zu verbinden.

Deutsche Wohnen und Co. enteignen - in Niedersachsen?

16. Februar 2020 - 21:33


Explodierende Mieten, Verdrängung von Mieter_innen aus ihren Vierteln, zunehmende Obdachlosigkeit – das ist der traurige Zustand des Wohnungsmarktes in Hannover und vielen anderen Großstädten. Die derzeitige Wohnungspolitik scheint diesem Desaster nicht entgegenwirken zu können. Es gibt also genügend Gründe, um neue Wege zu gehen. Die Initiative „Deutsche Wohnen und co. enteignen“ hat mit ihrem Vorschlag, alle Unternehmen, die über 3000 Wohnungen in Berlin besitzen, per Volksentscheid zu enteignen, für internationales Aufsehen gesorgt. Damit sollen langfristig günstige Mieten und die Möglichkeit zur demokratischen Verwaltung von Wohnraum sichergestellt werden.
Was wäre, wenn Wohnen keine Ware mehr wäre? Ist es erstrebenswert, einen solchen Volksentscheid auch in Niedersachsen auf den Weg zu bringen? Diese und weitere Fragen wollen wir mit einem Vertreter der Initiative und euch gemeinsam diskutieren!

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

Rote Zone: Rebellischer Bühnensturm gegen Rheinmetall

16. Februar 2020 - 21:29

Rheimetall ist der größte deutsche Rüstungsproduzent. Er produziert in vielen Ländern, nicht zuletzt um Rüstungsexportkontrollen zu umgehen. Rheinmetall Waffen töten im Jemen, genauso wie sie der Soldateska Erdogans dienen um Rojava zu zerstören. Rheinmetall produziert unter anderem auch in Unterlüß, einem Ort nördlich von Celle. Dort gibt es schon seit zwei Jahren ein Protestcamp.

80 Aktivist_innen von „Rheinmetall entwaffnen!“ haben im letzten Jahr die Rheinmetall Aktionärskonferenz gestört. Sie haben die Bühne gestürmt und eine halbstündige Unterbrechung errreicht.
Dieses Jahr haben sie offensiv angekündigt, die Aktionärsversammlung erneut zu stören und laden zum Bühnensturm ein.

In der Roten Zone wollen sie uns informieren, warum das eine wichtige Aktion ist und wie man sich daran beteiligen kann.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover. Infos zur Aktion gibt es auf rheinmetall-hauptversammlung.org

Offener Brief an die FDP Mannheim

13. Februar 2020 - 20:16
AFDP stoppen

Die FDP Mannheim hat sich in einem offenen Brief an Mannheim Gegen Rechts gewandt, der einige Verdächtigungen und Falschbehauptungen enthält. Da die in dem Brief formulierte Kritik in einem Bericht des Mannheimer Morgens auf uns konkretisiert wurde (ohne, dass uns Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wurde), erlauben wir uns, an dieser Stelle hierauf zu erwidern:

Liebe FDP Mannheim,
wir finden es wichtig und richtig, dass ihr euch in eurem offenen Brief an "Mannheim gegen Rechts" [1] zum Kampf gegen Rechtsradikalismus, Faschismus und Antisemitismus  [2] bekennt. Allerdings verwundert uns die Stoßrichtung eures Briefes und die Tatsache, dass dieser gespickt ist mit falschen Mutmaßungen und Behauptungen.
Zunächst einmal freuen wir uns, dass Mannheim mit "Mannheim gegen Rechts" ein so breites gesellschaftliches Bündnis gegen Rechts hat [3]. Aufbau und Unterstützung solcher Bündnisse ist ein Kernbestanteil interventionistischer Politik, die Mutmaßung, das Bündnis solle geschwächt werden, daher abstrus. Wir arbeiten sogar daran, bei anderen Themen vergleichbar breite Bündnisse zu schließen, etwa bei dem in Mannheim schwach aufgestellten Thema Bürger*innenrechte (Stichwort: Videoüberwachung) und hoffen bei diesem Thema auf mehr Engagement eurerseits!
Die Kundgebung am 6. Februar 2020, welche von uns zwar nicht initiiert, aber unterstützt wurde, richtete sich nicht gegen die FDP Mannheim, sondern lautete "AFDP stoppen: Gegen Weimarer Verhältnisse in Thüringen!“ [4] Angesichts des Skandals im Thüringer Landtag, welcher in eurem Brief gänzlich unerwähnt bleibt, könnt ihr nicht wirklich gegen eine solche Kundgebung sein. Zu Recht fanden deutschlandweit vergleichbare Proteste statt. Auch, dass von euch als FDP-Untergliederung eine klare Haltung zu diesen Ereignissen erwartet wird, halten wir durchaus für legitim und richtig.
Schlichtweg falsch ist die von euch in dem offenen Brief verbreitete Behauptung, wir hätten Volker Beisel als rechtsradikal abgestempelt oder in die rechtsradikale Ecke gestellt. Richtig ist, dass wir - und genau so haben wir es auch geschrieben [5] -, der Auffassung sind, dass Volker Beisel “die Gefahr von Faschist*innen wie Björn Höcke verharmlost, wenn er auf Facebook u. a. kommentiert, es 'wurde aus drei Kandidaten […] der Mann der Mitte statt der politischen Ränder gewählt.'” Dass Volker Beisel das Problem bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen nicht verstanden hat, hat er in dem selben, viel beachteten Strang auf Facebook [6] selbst kundgetan (”Ich verstehe diesen unglaublichen Aufstand nicht wirklich.”).
Unsere Kritik hieran enthält weder die Behauptung, Volker Beisel sei rechtsradikal, noch stellt sie ihn in eine rechtsradikale Ecke, sondern sie kritisiert die vorgenommene Gleichsetzung von “politischen Rändern” als verharmlosend. Dies ist bei weitem kein “unvergleichlicher Angriff auf die Werte von Mannheim gegen Rechts”, sondern eine legitime Meinungsäußerung und Kritik. Wer sich über das Problem einer solchen Gleichsetzung näher informieren möchte, dem empfehlen wir das in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank herausgegebene Buch “Extrem unbrauchbar - Über Gleichsetzungen von links und rechts.” [7]
Ihr bekennt euch dazu, für eine offene und vielfältige Gesellschaft einzustehen. Unser Verständnis einer solchen Gesellschaft beinhaltet, dass gegensätzliche Meinungen existieren können, ohne sich zu verleumden. Wir bitten euch daher, eure falschen Behauptungen richtig zu stellen.
Mit antifaschistischen Grüßen
Eure Interventionistische Linke Rhein-Neckar
[1] https://www.fdp-mannheim.de/2020/02/09/offener-brief-an-mannheim-gegen-rechts-tiefe-wunde-nach-anfeindungen/
[2] Den Begriff “Fremdenhass” haben wir nicht mit übernommen, da mit dem Label “fremd” häufig eine rassistische Argumentation kaschiert wird.
[3] https://mannheim-gegen-rechts.de/
[4] Hier ein Bericht aus der Kommunalinfo Mannheim: https://kommunalinfo-mannheim.de/2020/02/07/kundgebung-afdp-stoppen-gegen-weimarer-verhaeltnisse-in-thueringen/
[5] https://www.facebook.com/ILRheinNeckar/posts/2844857668870172
[6] https://www.facebook.com/volker.beisel/posts/10214713292338650
[7] https://www.verbrecherverlag.de/book/detail/1008

Jubiläumsgala und Party

11. Februar 2020 - 23:54

Danke an alle, die am 8. Februar mit uns 5 Jahre ILRN und 16 Jahre interventionistische Politik in der Rhein-Neckar-Region gefeiert haben. Wir hoffen, ihr habt es so genossen wie wir. Es war uns ein Fest!

ILTIS in Bermudas - Proletarischer Radio-Stammtisch (ProSt!)

11. Februar 2020 - 23:30

»ILTIS in Bermudas«, Sendung 39: »Proletarischer Radio-Stammtisch (ProSt!)«:

Zum Podcast

Zum Livestream

Lohnarbeit nervt: Schlechte Bezahlung, miese Arbeitsbedingungen und Vereinzelung sind leider immer noch Alltag. Um dem entgegenzutreten laden Allgemeines Syndikat Mannheim, express Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit und Interventionistische Linke Rhein-Neckar seit einigen Monaten jeden ersten Freitag im Monat zum "proletarischen Stammtisch" (ProSt!) um 20 Uhr in das WildWest Mannheim ein. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der einen niedrigschwelligen Austausch unter Lohnabhängigen (d.h. auch Leuten, die arbeitslos sind) ermöglicht.

In dieser Live-Ausgabe von »ILTIS in Bermudas« stoßen wir im Bermudafunk-Studio in der Alten Feuerwache an mit Torsten Bewernitz, seines Zeichens Politologe, Gewerkschafter und Initiator von ProSt!, sowie mit weiteren Lohnabhängigen und sprechen mit ihnen über ProSt!, ihren Alltag und darüber, wie die Privatisierung des Berufslebens überwunden werden kann.

»ILTIS in Bermudas« ist der monatliche Polit-Talk im Bermuda Funk, veranstaltet von der Interventionistischen Linken Rhein-Neckar. Die Sendung wird jeden dritten Dienstag eines Monats um 22 Uhr ausgestrahlt und kurz vorher aufgenommen. Sie ist über den Livestream des bermuda.funks ( http://bermudafunk.org/livestream.html ) zu empfangen sowie auf den UKW-Frequenzen 89,6 MHz (MA) / 105,4 MHz (HD) und anschließend vorübergehend im Podcast des bermuda.funks und dauerhaft im Archiv von Freie-Radios.net (http://www.freie-radios.net/serie/iltisinbermudas) zu finden.

Antifaschismus oder Barbarei

11. Februar 2020 - 9:29
Am 15.2. zu #unteilbar nach Erfurt! Am 15.2. nach Erfurt!Kein Handschlag Demokratie und Antifaschismus wird nicht in den Parlamenten verteidigt

Der 5. Februar 2020 wird in die Geschichtsbücher der »Berliner Republik« eingehen – so oder so. Die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen mit den Stimmen seiner eigenen Partei, von CDU und AfD markiert eine Zeitenwende: Nur mithilfe der AfD um den Faschisten Björn Höcke konnte der FDP-Politiker sich zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Das waren kein Zufall, keine Überraschung und auch kein Fehltritt. Es ist das Ergebnis einer politisch-kulturellen Nähe und teilweise geteilter Grundüberzeugungen. Es ist Ausdruck jener gesellschaftlichen Rechtsentwicklung, die auch durch Bürgerlich-Konservative und Bürgerlich-Liberale vorangetrieben wird. Die Thüringer Höcke-AfD zwingt sie nun zur Klärung ihres Verhältnisses zur »liberalen Demokratie«. Daran ändert auch nichts, dass Thomas Kemmerich inzwischen von seinem Amt zurückgetreten ist. Sein Amtsverzicht und die gerade vonstattengehende parlamentarische Explosion sind ohnehin nur das Ergebnis massiven gesellschaftlichen Drucks. Und der Druck wächst, wie die anhaltende Diskussion in der CDU und der angekündigte Rücktritt Annegret Kramp-Karrenbauers vom Amt der Parteivorsitzenden zeigt.

Auf die Straße in Erfurt am 15. Februar

Das rechtskonservative Experiment in Erfurt ist für den Moment gescheitert. Endgültig eröffnet ist der polarisierende Streit zwischen denen, die ganz offen die Brücke nach rechts einschlagen, und denen, die eine antifaschistische Grundhaltung und soziale wie Menschenrechte verteidigen, also denen, die unteilbar sein wollen. Das ist längst keine Frage mehr, die alleine in Parlamenten und Parteien entschieden wird, sondern es ist eine gesellschaftliche Frage und so wollen wir sie auch beantworten.

Klar ist: Ohne eine schnell reagierende antifaschistische Zivilgesellschaft wird die Rechte nicht aufzuhalten sein, ohne ihren Aufschrei wäre Kemmerich nicht zurückgetreten, ohne ihre Proteste bliebe Höcke der strahlende Gewinner. Und ohne sie wären SPD, Grüne und Linke vielleicht nicht standfest geblieben. Dieser Erfolg ist nicht selbstverständlich, sondern Ergebnis eines gesellschaftlichen Misstrauensantrags gegenüber den politischen Verhältnissen. Deshalb rufen wir auf, am 15. Februar diesem antifaschistischen Handeln erneut Ausdruck zu verleihen. Es kommt jetzt darauf an, den Druck aufrechtzuerhalten. Denn dort, wo die AfD stark ist und die gesellschaftlichen Stimmungen maßgeblich mitbestimmen kann, ist die Bastion sturmreif geschossen.

Zur gesellschaftlichen Einordnung
Seit dem 5. Februar ist offensichtlich, wie sich die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse in den letzten Jahren verändert haben: 75 Jahre nach dem Ende des deutschen Faschismus paktieren FDP und CDU mit einem Landesverband der AfD, der sich offen neofaschistisch und völkisch präsentiert. Das ist mehr als eine Verletzung der parlamentarischen Spielregeln. Es ist geschichtsvergessen und die Selbstentlarvung der vermeintlich Konservativen und Liberalen. Die Zusammenarbeit der vermeintlichen Mitte mit dem Faschismus ist eine tatsächliche Option. Das deutet sich schon seit Längerem an – ob auf kommunaler Ebene, wenn gegen missliebige Jugendprojekte oder kulturelle Einrichtungen vorgegangen wird, oder auf Landesebene, wo vonseiten eines Teils der CDU immer wieder eine Zusammenarbeit mit der AfD ins Spiel gebracht wird.

Dass diese Zusammenarbeit sich nun erstmals in Thüringen einstellte, ist kein Zufall: Der gemeinsame Nenner war die Abwahl eines Ministerpräsidenten, der der Partei Die Linke angehört. Fundament sind die im bürgerlichen Milieu weit verbreiteten antilinken und antidemokratischen Ressentiments. Und so kommt es, dass nicht nur die Thüringer CDU selbst nach dem Aufschrei der letzten Tage und dem massiven gesellschaftlichen Widerstand weiterhin lieber Rot-Rot-Grün verhindern will, als sich glaubhaft gegen rechts zu positionieren. Bestätigt wird dies auch durch den angekündigten Abgang Kramp-Karrenbauers.

Es geht auch um ein Einstehen für linke Gesellschaftsideen

Die inhaltslose Gleichsetzung von »braun« und »rot« und der Kampf gegen alle Formen des Extremismus feiert fröhliche Urstände: Eine schlüssige Begründung, warum das Eintreten für ein solidarisches, selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen mit Weltanschauungen gleichzusetzen sei, die Hierarchien, Unterordnung und das Recht des Stärkeren und Kriege propagieren, bleiben die Vertreterinnen der »bürgerlichen Mitte« allerdings schuldig. Ihre Gleichsetzung bleibt allenfalls auf der Oberfläche angeblich ähnlicher Methoden und Erscheinungsformen verhaftet, nach der sich Extremistinnen in der Wahl der Mittel, der Ablehnung des Parlamentarismus und der Verneinung individueller Freiheiten in einem Kollektivismus ähneln würden.

Da wird ein Volksgemeinschaftskonzept allen Ernstes verglichen mit einer Gesellschaft, in der nicht nur politische Gleichheit, sondern die Aufhebung der Klassen angestrebt wird und soziale Gerechtigkeit für alle Menschen unabhängig von Herkunft und Leistung gelten soll. Da wird die Ersetzung des Parlaments durch Führertum oder selbsternannte Elite auf eine Ebene mit der Forderung nach einer gesellschaftlichen Demokratie, nach Selbstverwaltung und Vergesellschaftung, gestellt. Da wird die grundsätzlich unterschiedliche Ideengeschichte von Faschismus und Sozialismus vergessen gemacht, weil es konservative Eliten waren, welche in Deutschland, Spanien und Italien dem Faschismus an die Macht verholfen. Ob Menschen nur aufgrund ihres Aussehens von Nazis verletzt und ermordet werden oder ob Antifaschist*innen diese daran entschlossen hindern – dieser grundlegende Unterschied soll hinter der Floskel »extremistische Gewalt« verschwinden.

Es geht in der sich jetzt verschärft abzeichnenden Polarisierung für uns als radikale Linke darum, dieses durch die <<bürgerliche Mitte>> und die AfD gemeinsam verteidigte Doktrin anzugreifen: Wir reagieren mit offenem Visier mit linken und antikapitalistischen Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen. Auf unserer Seite der Barrikade stehen wir – als radikale Linke – gleich vor mehreren Herausforderungen. Auch auf unserer Seite der Barrikade gibt es Kräfte, denen eine Stabilisierung der Mitte lieber wäre als gewagte Zukunftsvorstellungen. Auf unserer Seite der Barrikade gibt es mehr Fragen als Antworten, wie ein Aufbruch zu gestalten ist. Aber um es noch einmal zu sagen: Wir sind Teil einer aufgewachten, empörten Gesellschaft und unsere Rolle darin sollte sein, zu verdeutlichen, dass es uns niemals nur um die Einhaltung gesetzter demokratischer Spielregeln geht. Es geht darum, den gesellschaftlichen Rassismus zu benennen, es geht darum, deutlich zu machen, dass ein Ende sozialer Unsicherheit und die Verhinderung des Klimakollapses eben nicht durch das Wiederbeleben einer starken Mitte, sondern nur durch einen Aufbruch nach links zu erreichen sein wird, dass eben nicht alles bleiben kann, wie es ist. Gerade deshalb rufen wir als Klima- und Stadtaktivistinnen, als Feministinnen, als Jugendliche aus den Dörfern und Kommunen dazu auf, nach Erfurt zu kommen. Auch wenn uns auf viele Fragen Antworten fehlen, kann diese Polarisierung, die Empörung, das Zurückgewinnen einer Handlungsfähigkeit Anlass sein, gemeinsam zutiefst demokratisch um Antworten zu ringen.

Menschenverachtende Parolen sind aus Hinterzimmern in Talkshows und Parlamente eingezogen. Rechter Terror ist kein Einzelfall. Neofaschist*innen greifen auf den Straßen wieder an. Rassismus tötet. Es ist Zeit, dass unsere Seite der Barrikade antifaschistische Grundlinien verteidigt. Nicht rechts zu sein, reicht nicht mehr. Nötig ist, gegen rechts zu kämpfen. Antifaschismus oder Barbarei. Am 15. Februar in Dresden und Erfurt und an jedem anderen Tag an jedem Ort.

 

Interventionistische Linke, 11. Februar 2020

Café Arranca

10. Februar 2020 - 2:29

Am nächsten Sonntag seid ihr herzlich eingeladen zum nächsten Café Arranca! Los geht's mit VoKü ab 19:00 Uhr, dieses Mal mit veganem Gulasch. Danach gibt es ab 20:00 Uhr einen Input zum Thema "Rheinmetall Entwaffnen" und deutschen Rüstungsexporten.

Im letzten Jahr wurden in Deutschland so viele Rüstungsexporte genehmigt wie noch nie. Empfänger sind dabei allzu häufig Faschisten und Autoritaristen. Die meisten Exporte wurden im letzten Jahr an Ungarn genehmigt, die zweitmeisten an Ägypten, außerdem unter den größten Empfängerstaaten sind die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate. In Ungarn wird so mit deutschen Waffen Aufrüstung und Abschottung voran getrieben, im Jemen sorgen seit Jahren unter anderem Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate für Mord, Vertreibung und Hungersnöte schrecklichen Ausmaßes und in den kurdischen Autonomiegebiete in Nordsyrien führt die Türkei seit Monaten mit deutschen Waffen einen Angriffskrieg.

Rheinmetall als Deutschlands größter Rüstungskonzern ist aktiver Motor in diesem zerstörerischen Räderwerk von Ausbeutung, Krieg und Abschottung. Dieses Geschäft mit dem Tod sichtbar zu machen und zu stören ist das Ziel der Kampagne "Rheinmetall Entwaffen".

Die Referent_innen, beide Aktivist_innen bei "Rheinmetall Entwaffnen", werden uns in ihrem Vortrag etwas mehr über die Kampagne erzählen und wollen mit uns diskutieren, wo die Friedens- und Antikriegsbewegung in Deutschland gerade steht und wie eine erfolgreiche (neue) Antikriegsbewegung aussehen könnte.
Außerdem werden sie über die nächste große geplante Aktion berichten, bei der am 05. Mai die Bühne der Rheinmetall-Hauptversammlung gestürmt werden soll. Informationen dazu findet ihr auch unter rheinmetall-hauptversammlung.org.

Wir freuen uns auf Euch!

ProSt! - Proletarischer Stammtisch

10. Februar 2020 - 2:23

Lohnarbeit nervt: Schlechte Bezahlung, miese Arbeitsbedingungen und Vereinzelung sind leider immer noch Alltag. Um dem aktiv entgegenzutreten, laden wir euch gemeinsam mit der FAU Mannheim und der express-Zeitung zum Stammtisch an jedem ersten Freitag im Monat um 20 Uhr ins  wildwest,  Alphornstr. 38, 68169 Mannheim ein. Mit dem proletarischen Stammtisch wollen wir einen Ort schaffen, der den Austausch unter Lohnabhängigen (d.h. auch Leuten, die arbeitslos sind) ermöglicht.

Kundgebung AFDP stoppen!

8. Februar 2020 - 11:46
AFDP stoppen!

Am 6. Februar fand in Mannheim eine Kundgebung unter dem Titel "AFDP stoppen: Gegen Weimarer Verhältnisse in Thüringen!" statt. Wie in vielen anderen Städten gab es auch hier Protest, weil die FDP und CDU in Thüringen gemeinsame Sache mit der AfD gemacht haben.

 

Die Kundgebung am Paradeplatz war gut besucht. Im Anschluss gab's dann noch eine Spontandemo zur FDP Mannheim, deren Gemeinderatsmitglied Volker Beisel die Gefahr von Faschist*innen wie Björn Höcke verharmlost, wenn er auf Facebook u. a. kommentiert, es "wurde aus drei Kandidaten […] der Mann der Mitte statt der politischen Ränder gewählt."

Hier ist unser heutiger Redebeitrag zur Kundgebung AFDP stoppen: Gegen Weimarer Verhältnisse in Thüringen!

Liebe Freund*innen,

was sich gestern in Thüringen ereignet hat, ist von vielen Seiten als „Dammbruch“ bezeichnet worden. Nur durch die Stimmen des AfD-Landesverbandes um den Faschisten Björn Höcke, konnte sich der FDP-Politiker Thomas Kemmerich in der Wahl zum Ministerpräsidenten gegen den Linken Bodo Ramelow durchsetzen. Dabei konnte dieser antilinke Klüngel mit dem offensichtlichen Ziel der Verhinderung einer wenigstens halbwegs progressiven rot-rot-grün-Regierung auch auf die Unterstützung der CDU setzen, die bekanntlich schon immer vorne mit dabei war, wenn es die „Freiheit“ – also den kapitalistischen Verwertungszwang des Marktes und seine autoritär-nationalistische Durchsetzung - gegen vermeintlich sozialistische Bedrohungen zu verteidigen galt.

Die Zusammenarbeit vermeintlich demokratischer Kräfte mit unverhohlenen Faschist*innen stellt eine neue Qualität des aktuellen Rechtsrucks dar. Von einem Dammbruch lässt sich jedoch auch vor diesem Hintergrund nur dann sprechen, wenn wir gleichzeitig beachten, wie der metaphorische Damm von steten Tropfen gehöhlt wurde. Denn überraschend kam die Kooperation der Vertreter*innen einer sogenannten „bürgerlichen Mitte“ mit der rassistischen, sexistischen und antisemitischen AfD nicht. Was die AfD nämlich ganz offen auslebt, das verstecken CDU und FDP nur unter ihrer Rhetorik aufrechter Demokrat*innen: ihren Rassismus, Sexismus und Antisemitismus. Wenn es, wie nun in Thüringen, die nationale Konkurrenzfähigkeit gegen Links zu verteidigen gilt, ist die Formierung zum völkischen Kollektiv somit nur nahe liegend.

Die Parteien, die sich nur allzu gerne als Teil der vielbeschworenen demokratischen 87% guter Deutsche präsentieren, entledigen sich also ihrer Maske und zeigen, was sie tatsächlich schon immer waren: vor allen Dingen einmal gute Deutsche, und damit stets bereit, sich einzureihen in den nächsten autoritären Hegemonieversuch. Die antilinken und antidemokratischen Ressentiments der bürgerlichen Mitte konstituieren so letztlich eine allzu bereitwillige Appeasement-Politik gegenüber einer faschistoiden Partei.

Dass die Stimmen der AfD schließlich einen FDP-Politiker ins Amt hievten, verwundert uns nicht. Schon der bisher einzige FDP-Ministerpräsident Reinhold Meier, der 1952 bis 1953 in Baden-Württemberg regierte, begründete die 1933 getroffene Zustimmung der Liberalen zum nationalsozialistischen Ermächtigungsgesetz im Reichstag damit, dass es im Interesse von Volk und Vaterland und in der Erwartung einer gesetzmäßigen Entwicklung sei. Bei aller Unterschiedlichkeit zur historischen Situation lässt sich hier durchaus eine Parallele ziehen: Denn die „Erwartung einer gesetzmäßigen Entwicklung“, also die Erwartung, das schon alles schön im Rahmen des kapitalistischen Normalzustandes bleiben werde, versprachen die faschistischen Kräfte damals wie heute eher als ihre progressiven Gegner*innen. Überein kommt man so im Kampf für die „Interessen von Volk und Vaterland“, seien sie nun völkisch oder ökonomisch begründet. Der sich weltoffen gebende Neoliberalismus der FDP offenbart sich somit in seiner Form als eine Ideologie, die die kapitalistische Verwertung des Menschen aufrecht erhalten soll. Wenn es darum geht, die reibungslose Wertverwertung zu gewährleisten, steht er im Zweifel dementsprechend jederzeit bereit, sich in seine autoritäre Entsprechung einer produzierenden Volksgemeinschaft zu transformieren.

Ganz ähnliches lässt sich über die CDU feststellen. Als Partei, die historisch Sammelbecken für zahlreiche Altnazis war – genannt sei hier ein weiterer Ex-Ministerpräsident Baden-Württembergs, der NS-Richter Hans Filbinger – war ihre konservative Tradition schon immer eine, dem hauptsächlich an der Verteidigung deutscher Werte und damit dem genauen Gegenteil der linken Vorstellung einer staaten- und klassenlosen Weltgesellschaft gelegen war. Die Zusammenarbeit mit der AfD ist innerhalb ihrer Parteistrukturen schon lange Diskussionsthema; genannt sei hier exemplarisch die „Werteunion“ mit dem Ex-Verfassungsschützer Hans-Georg Maaßen, die offensiv für eine deutsche Volksfront mit der AfD trommelt. Wurde auf diese Positionen von Seiten der Parteispitze aufgrund anderer Machtoptionen bislang eher ablehnend reagiert, so zeigt sich nun, wie die Auflösung der Formel von der Ablehnung einer Zusammenarbeit mit allen nicht links- oder rechtsextremistischen Parteien real aussieht: gegenüber linken Demokrat*innen wird die Unterstützung der radikalen Rechten wie selbstverständlich vorgezogen.
Gerade in der aktuellen Situation zeigt sich wieder deutlich, dass die CDU lieber einen linken Ministerpräsidenten verhindert als sich klar von der AfD abzugrenzen. Lippenbekenntnisse nützen nichts, wenn doch wieder anders gehandelt wird. Die angekündigte Blockade eines Antrags zur Auflösung des Landtages reiht sich in eine lange Historie politischen Handelns in Zusammenarbeit mit Faschist*innen ein.

Auch wenn Kemmerich und die Thüringer FDP und CDU ihr skandalöses Verhalten nun rückgängig machen wollen: Sie haben gezeigt, was inzwischen in Deutschland möglich ist, und welche Macht sie den Faschist*innen zugestanden haben. Wir lassen uns von Rückziehern keinen Sand in die Augen streuen - der Dammbruch ist bereits erfolgt und lässt sich nur schwer wieder reparieren.

Wenn auch diese weitere Zuspitzung des gesellschaftlichen Rechtsrucks nicht überraschend kommen mag, skandalös ist sie dennoch. Klar zeigt sich uns, dass die bürgerliche Gesellschaft, deren Ziel die Aufrechterhaltung einer reibungslosen Verwertung des Menschen zur Profitgenerierung ist, in ihrer Form wandlungsfähig ist: Mag sie ihre Konkurrenzfähigkeit heute ideologisch eher noch mit dem wenigstens einseitig weltoffenen Neoliberalismus einer FDP gewährleisten, mag eben dies morgen schon über den autoritären, völkischen Nationalismus einer AfD geschehen. Unser Widerspruch hat daher nicht nur offen faschistischen Akteur*innen zu gelten, sondern der gesamten kapitalistischen Wirtschaftsordnung und ihrer Organisierung im bürgerlichen Staat. Gemeinsam mit allen vom Rechtsruck Betroffenen und in Solidarität mit den Antifaschist*innen vor Ort in Thüringen muss es gelten, einen gesellschaftlichen Antifaschismus zu organisieren, der die Vision einer befreiten Gesellschaft beinhaltet, in der die faschistische Radikalisierung kapitalistischer Verhältnisse nicht mehr möglich ist. Wir können nicht einfach dabei zusehen, wie Menschen der sog. „Mitte“ sich unskandalisiert Richtung Rechts außen bewegen. In Thüringen, Mannheim und überall gilt für uns:

Alle zusammen gegen den Faschismus!

 

AG Gesundheit

5. Februar 2020 - 16:02
Die Gesundheits-AG der IL Berlin gibt es seit 2014. Mit dem Anspruch, soziale und feministische Kämpfe zusammenzubringen, haben wir zwei Themenschwerpunkte:

Die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit in der Gesellschaft entlang geschlechtlicher Linien zeigt sich besonders bei Menschen, die unbezahlt ihre Angehörigen pflegen. Überwiegend FLINT*-Personen bekommen weder das Geld noch die Anerkennung, die sie verdienen, da das gesamte Gesundheitssystem ohne private Pflege zusammenbrechen würde. Wir wollen daher in unser Praxis versuchen, unbezahlt Sorgearbeit Leistenden eine Stimme zu geben, dies haben wir mit der Aktion „Überlastet! Who cares?“ am 07.03.2019 begonnen, aktuell wollen wir in einem Videoprojekt pflegenden Angehörigen ermöglichen, ihre Situation und Forderungen öffentlich zu machen.

Im Kampf gegen die Ökonomisierung des Gesundheitswesens sind wir Teil des Berliner Bündnisses für mehr Personal im Krankenhaus und im Bündnis Krankenhaus statt Fabrik. Mit dem Volksentscheid für gesunde Krankenhäuser versuchen wir in Berlin und bundesweit das Fallpauschalensystem zur Finanzierung von Krankenhäusern zu Fall zu bringen, das aus Profitgründen den Pflegenotstand verursacht und eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung unmöglich macht. Aktuell organisieren wir die Proteste zur kommenden Gesundheitsminister*innenkonferenz im Juni in Berlin mit, um die Gesundheits(gerechtigkeits)bewegung in breiter Masse auf die Straße zu bringen und ein Zeichen gegen kapitalistische Verwertungslogiken zu setzen.

Außerdem wird in der bald erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift Arranca das Thema Gesundheit sein.

AG Recht auf Stadt

4. Februar 2020 - 13:47
Wir arbeiten seit 2014 gemeinsam als Recht auf Stadt-AG der IL Berlin. Im Fokus unserer politischen Arbeit stehen die Themen Mieten und Wohnen.
Mit verschiedenen Protest- und Politikformen setzen wir uns ein gegen steigende Mieten, Gentrifizierung und Verdrängung und für eine Vergesellschaftung von Wohnraum. An unterschiedlichen Orten und Bündnissen kämpfen wir gegen den Ausverkauf der Stadt. In der Broschüre „Das Rote Berlin - Strategien für eine sozialistische Stadt“ haben wir einige Strategien entworfen, wie wir unseren Zielen näherkommen.

Aktuell arbeiten wir unter anderem mit in der Initiative „Deutsche Wohnen und Co. Enteignen“, die mit einem Volksbegehren den Berliner Senat auffordert, die Bestände von privaten Wohnungsgesellschaften mit mehr als 3000 Wohnungen in der Stadt in Gemeineigentum zu überführen. Dabei zielt unser Kampf gegen die Spekulation mit Wohnraum auf eine Perspektive der Vergesellschaftung: Wohnraum darf keine Ware am Markt sein, sondern Gemeingut in demokratischer Verwaltung. Wie diese Vergesellschaftung aussehen kann, dazu haben wir mit der Initiative den programmatischen Text „Vergesellschaftung und Gemeinwirtschaft“ verfasst, der diese Ideen konkretisiert und weitere Debatten anregen soll.

Für uns beschränkt sich „Recht auf Stadt“ nicht auf Berliner Wohnungspolitik, daher arbeiten wir als iL-AG auch in bundesweiten Bündnissen mit, sind international vernetzt und verstehen es als unsere Aufgabe, Verbindungen zu anderen Kämpfen wie Feminismus, Klimagerechtigkeit und Gerechtigkeit im Gesundheitswesen herzustellen.

AG Klima

4. Februar 2020 - 13:30
Die Berliner Klima AG arbeitet seit 2008 zu Klimagerechtigkeit mit den Schwerpunkten Energiedemokratie (Berliner Energietisch) und dem sofortigen Kohleausstieg.

Von Anfang an waren wir bei Ende Gelände dabei – weil wir davon überzeugt sind, dass es massenhaften zivilen Ungehorsam braucht, um der kapitalistischen Umweltzerstörung und der Untätigkeit der Politik etwas entgegenzusetzen. Dadurch haben wir das Thema Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit über die letzten Jahre auf die Agenda gesetzt. Ende Gelände ist auch weiterhin einer unserer Arbeitsschwerpunkte.

Wir arbeiten eng mit den anderen Akteur*innen der Klima(gerechtigkeits)bewegung zusammen. Als Berliner KlimaAG kümmern wir uns auch um die Ost-Vernetzung mit den Klimabewegungen in Polen und Tschechien. Ein fortlaufendes wichtiges Arbeitsfeld ist für uns, Organisierungsangebote zu schaffen und Organisierungsprozesse in der Klimabewegung zu unterstützen. In 2019 haben wir außerdem die Arranca #53 zu Klimagerechtigkeit herausgegeben.Als Klima AG in der IL sehen wir uns auch in der Rolle, unseren Kampf für Klimagerechtigkeit mit anderen Kämpfen zu verbinden und die Klimafrage als soziale Frage zu stellen. Wir haben vor allem auch auf eine antifaschistische Klimabewegung hingewirkt.

Als neuen Arbeitsschwerpunkt bauen wir das Thema Mobilität und Verkehrswende auf. Darin wollen wir die Tarifauseinandersetzungen von Ver.di im ÖPNV unterstützen und dem System Auto als Rückgrat des deutschen Exportkapitalismus ein Ende bereiten!

Wir freuen uns immer über neue Mitstreiter:innen und Genoss:innen!

 

Links:
https://www.ende-gelaende.org/
https://interventionistische-linke.org/solidarity-will-win
https://interventionistische-linke.org/beitrag/brave-new-climate

Die Rheinmetall-Hauptversammlung stören

2. Februar 2020 - 12:11
Am 5. Mai 2020 treffen sich die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns in Berlin. Wir planen ihre Versammlung nachhaltig zu stören.
Mit Waffen von Rheinmetall führen Länder wie die Türkei in Rojava oder Saudi-Arabien im Jemen ihre blutigen Kriege. Gegen die mörderischen Geschäfte des größten deutschen Rüstungskonzerns wollen wir aktiv werden. Auf der Veranstaltung erläutern wir, warum wir Waffenexporte und Rheinmetall in den Fokus unserer praktischen Kritik stellen, welche längerfristigen Perspektiven wir damit verbinden und welche konkreten Pläne wir bislang für den Tag der Aktionärsversammlung am 5. Mai haben.


Aufruf: https://rheinmetall-hauptversammlung.org/

Video-Statement: https://vimeo.com/387653895


Veranstaltungsrundreise in derzeit 14 Städten bundesweit:
Im Februar und März ist eine Veranstaltungsrundreise in derzeit 14 Städten bundesweit geplant, um über Rheinmetall aufzuklären und für die Operation Bühnensturm zu werben. Am 5. Februar beginnt die Rundreise mit einer Veranstaltung in Berlin, gefolgt von Nürnberg, München, Mannheim und weiteren Städten.

Mehr zur Veranstaltungsrundreise erfahren: https://rheinmetall-hauptversammlung.org/hauptversammlung/mobi-tour/

Wie kann ich mitmachen?
Eine einzige Aktie reicht als Eintrittskarte für die Hauptversammlung aus. Rheinmetall muss dir als Aktionär*in bzw. als Delegierte*r Eintritt gewähren, du erhältst also am Tag der Aktionärsversammlung Zutritt zu den Veranstaltungsräumen. Alles weitere im folgenden FAQ:

Mitmachen - FAQ: https://rheinmetall-hauptversammlung.org/hauptversammlung/mitmachen/


Mobilisierungsmaterial: https://rheinmetall-hauptversammlung.org/hauptversammlung/material/

Rache am Patriarchat! FLINT*only Demo gegen sexualisierte Gewalt

2. Februar 2020 - 12:05
***english, french, spanish, turkish below***

Rache am Patriarchat! My body is not your porn. Still <3ing my Choice

Sexismus und sexualisierte Gewalt gehören zu unserem Alltag. Wir spüren die Blicke von Männern auf der Straße. Wir kennen das Gefühl, wenn unsere Körper gegen unseren Willen bewertet werden. Wir –  Frauen, Lesben, inter und nichtbinäre Personen, Trans und Queers (FLINT*) – teilen die Erfahrung, objektiviert und sexualisiert zu werden. Schon in der Kindheit wurde uns gesagt, wie wir uns zu verhalten haben. Dass wir zu gefallen haben und gehorchen sollen. Und dass wir uns gleichzeitig vor Übergriffen schützen müssen. Es ist die Gewalterfahrung, die Erfahrung verletzbar zu sein und verletzt zu werden, die uns überall auf der Welt verbindet.

Anfang des Jahres 2020 wurde bekannt, dass ein Mann auf einem linken Festival, auf „Monis Rache“, heimlich auf Dixie-Klos gefilmt hat. Er hat Videos von uns über das Streamingportal xHamster online angeboten, sie getauscht und verkauft. Solche Plattformen sind Räume, in denen Gewalt normalisiert wird und nicht konsensuelle Handlungen als „Porno“ getarnt und vermarktet werden. Keine der gefilmten Personen wusste davon. Es gab Menschen im Umfeld des Täters, die von den Videos erfahren haben. Diese Personen haben unverantwortlich gehandelt, da sie sich ausschließlich mit dem Täter beschäftigt haben, aber weder Betroffene, noch Umfeld des Täters oder die Festivalorganisator*innen informiert haben.

Das ist nicht der erste Fall, das ist ein Beispiel von vielen.

Immer wieder versuchen Männer, Macht über unsere Körper zu bekommen. Nirgends sollen wir uns sicher fühlen, nicht einmal auf der Toilette. Heimlich werden FLINTS* gefilmt: beim Duschen, Pinkeln oder Umkleiden. Ungefragt wird auf der Straße unter den Rock oder in den Ausschnitt fotografiert. Das zeigen zahlreiche Fotos und Videos im Internet, die dort ohne unser Wissen und ohne unsere Zustimmung verbreitet und als "Porno" verkauft werden. Männer behaupten, sie würden mit den Videos ihrer „sexuellen Neigung“ nachgehen. Doch es ist keine sexuelle Neigung, es ist kein Fetisch, wenn etwas gegen den Willen oder ohne das Wissen der Beteiligten passiert. Es ist eine gewaltvolle Ausübung von Macht, die unsere Selbstbestimmung und Persönlichkeit zutiefst verletzt. Das ist sexualisierte Gewalt!

Immer wieder bekommen wir zu spüren, dass selbst Räume, die von unseren Freund*innen und Genoss*innen gestaltet und besucht werden, nicht sicher für uns und andere FLINTS* sind. Immer wieder erleben wir in unserem Umfeld, dass sexualisierte Gewalt verharmlost wird und wir Unterstützung selbst organisieren müssen.

Daher schließen wir uns zusammen — stark und solidarisch. Wir werden uns nicht aus öffentlichen Räumen zurückziehen, sondern wir wollen, dass sie sich verändern, damit wir uns wohl fühlen können. Alle Menschen sollen selbst bestimmen, ob und mit wem sie Sex haben möchten. Alle Menschen sollen selber bestimmen können, ob sie mit dem eigenen Körper oder erotischen Dienstleistungen Geld verdienen wollen. Kein Mensch soll sexualisierte Gewalt erleben.

Wir fordern sichere öffentliche Räume, offline und online. Wir fordern, dass Täter zur Rechenschaft gezogen werden, genau wie Plattformen, auf denen Gewalt normalisiert wird. Wir fordern von Männern, dass sie zu unseren Verbündeten werden statt weiter vom Patriarchat zu profitieren und damit Täter zu schützen. Den Müll runterzubringen und das Feminismus-Shirt anzuziehen reicht nicht!

Überall auf der Welt erheben sich Frauen, Lesben, inter und nichtbinäre Personen, Trans und Queers. Sie schließen sich zusammen, gegen die Gewalt, der wir alle ausgesetzt sind. Unter dem Slogan „My life is not your porn“ gingen in Südkorea Tausende auf die Straße. In Argentinien und anderen lateinamerikanischen Ländern verbinden sich FLINTS* unter #NiUnaMenos gegen Femizide und sexistische Gewalt. Wir rufen uns #metoo zu. Und wir stimmen in die Schreie der feministischen Gruppe LasTesis in Chile mit ein:
„Das Patriarchat ist ein Richter, der uns für unsere Geburt verurteilt. Und unsere Strafe ist die Gewalt, die du jetzt siehst. Doch es war nicht meine Schuld, egal wo ich war, egal wie ich angezogen war. Der Vergewaltiger bist du.“

Aus unserer Verletzung wird Wut, aus unserer Angst Solidarität.
Gemeinsam sind wir Monis Rache am Patriarchat!

Daher gehen wir - OHNE TYPEN! - auf die Straße, um gegen die patriarchalen Zustände zu demonstrieren, die sexualisierte Gewalt möglich machen: #mybodyisnotyourporn!

Kommt zur Demo:
Freitag, 14.02.2020 // 18 Uhr, Hermannplatz // only FLINT* welcome

Still <3ing my Choice!


***english***

Revenge on patriarchy!
My body is not your porn.
Still <3ing my choice

Sexism and sexualized violence are part of our everyday life. We feel the gazes of men on the street. We know the feeling when our bodies are judged against our will. We - women, lesbians, inter and non-binary people, trans and queers (FLINT*) - share the experience of being objectified and sexualized. In our childhood, we were told how to behave, that we have to please and obey. And that we have to protect ourselves against attacks at the same time. It is the experience of violence, the experience of being vulnerable and getting hurt, that connects us all over the world.
At the beginning of this year, it became public that a man was filming secretly on Dixie toilets at a left festival, on "Moni's Rache", the "revenge of Moni". He offered videos of us online via the streaming portal xHamster, exchanged them and sold them. Such platforms are spaces in which violence is normalized and non-consensual actions are disguised and marketed as "porn". None of the filmed people knew about it. There were people around the perpetrator who found out about the videos. These people acted irresponsibly, as they dealt exclusively with the perpetrator, but did not inform those affected, the perpetrator's surroundings or the festival organisers.
This is not the first case, it is one example of many.
Men keep trying to get power over our bodies. Nowhere should we feel safe, not even on the toilet. FLINTS* are filmed secretly: while showering, peeing or changing clothes. Unasked, they are photographed on the street under the skirt or in the neckline. This is shown by numerous photos and videos on the Internet, which are distributed there without our knowledge and without our consent and sold as "porn". Men claim that they use the videos to pursue their “sexual preferences”. But it is not a sexual preference, it is not a fetish if something happens against the will or without the knowledge of those involved. It is a violent exercise of power that deeply hurts our self-determination and personality. This is sexualized violence!
Again and again we feel that even rooms designed and visited by our friends and comrades are not safe for us and other FLINTS*. Again and again we experience in our environment that sexualized violence is downplayed and that we have to organize support ourselves.
Therefore we unite - strong and in solidarity. We will not withdraw from public spaces, we want them to change so that we can feel comfortable. All people should decide for themselves if and with whom they want to have sex. All people should be able to determine for themselves whether they want to make money with their own bodies or erotic services. No one should experience sexualized violence.
We demand safe public spaces, offline and online. We call for perpetrators to be held accountable, just like platforms where violence is normalized. We demand that men become our allies instead of continuing to profit from patriarchy and thus protect perpetrators. Taking down the garbage and putting on the feminist shirt is not enough!
All over the world, women, lesbians, inter and non-binary people, trans and queers are rising up. They unite against the violence we all face. Under the slogan "My life is not your porn", thousands took to the streets in South Korea. In Argentina and other Latin American countries, FLINTS* unite under #NiUnaMenos against feminicide and sexist violence. We call ourselves #metoo. And we join in with the cries of the feminist group LasTesis in Chile:
“The patriarchy is a judge who condemns us for our birth. And our punishment is the violence you see now. But it was not my fault no matter where I was, no matter how I was dressed. The rapist is you."
Our hurt becomes anger, our fear solidarity.
Together we are Moni's revenge on the patriarchy!
Therefore we go - WITHOUT GUYS! - on the streets to demonstrate against the patriarchal conditions that make sexual violence possible: #mybodyisnotyourporn!

Come to the demonstration:
Friday, 14.02.2020 // 18h // only FLINT* welcome
Still <3ing my Choice!


***français***

Revanche sur le patriarcat!
My body is not your porn.
Still <3ing my choice.

Le sexisme et la violence de genre font partie de notre vie quotidienne. On sent les regards des hommes dans la rue. On connait le sentiment que nos corps sont évalués contre notre volonté. Nous – femmes, lesbiennes, personnes inter et non-binaires, trans et queers (FLINT*) – partageons tou.te.s l'expérience d'être objectivé.e.s et sexualisé.e.s. Dès notre enfance, on nous a dit comment nous comporter. Qu’on doit plaire et obéir. Et qu’on doit en même temps nous protéger contre les agressions. C'est l'expérience de la violence, l'expérience d'être vulnérable et d'être blessé.e, qui nous relie partout dans le monde.
Au début de l'année 2020, on a appris qu'un mec d'un festival de gauche qui s’appelle „Monis Rache“, la „revanche de Moni“, avait secrètement filmé les toilettes de Dixie. Il a proposé des vidéos de nous en ligne via le portail de streaming xHamster, il les a échangées et vendues. Ces plateformes sont des espaces dans lesquels la violence est normalisée et des actions non consensuelles sont déguisées et commercialisées sous l’expression de „porno“. Aucune des personnes filmées ne le savait. Il y avait des gens autour de l'agresseur qui ont appris l'existence des vidéos. Ces personnes ont agi de manière irresponsable, car ils ont pris la décision de s‘occuper seuls de l‘agresseur, mais n'ont pas informé les personnes concernées, l'entourage de l'agresseur ou les organisateurs du festival.
Ce n'est pas le premier cas, c'est un exemple parmi tant d'autres.
Encore et toujours, les hommes essaient de prendre le pouvoir sur nos corps. Nulle part on ne devrait se sentir en sécurité, même pas aux toilettes. Des FLINTS* sont filmé.e.s sécrètement: quand on se douche, quand on pisse ou quand on se change. Sans qu'on nous le demande, on se fait photographier le décolleté ou sous la jupe. C'est ce que montrent de nombreuses photos et vidéos sur Internet, qui y sont diffusées sans qu’on le sache et sans notre consentement. Elles y sont vendues comme des „pornos“. Les hommes affirment qu'ils utiliseraient les vidéos pour assouvir leur „penchant sexuel“. Mais ce n'est pas un penchant sexuel, ce n'est pas un fétiche, si quelque chose se passe contre la volonté ou sans conscience des personnes concernées. C'est un exercice violent du pouvoir qui blesse profondément notre autodétermination et notre personnalité. C'est de la violence de genre!
Nous avons sans cesse l'impression que même les espaces conçus et visités par nos amis et camarades ne sont pas sûrs pour nous et les autres FLINTS*. Nous constatons sans cesse dans notre environnement que la violence de genre est minimisée et que nous devons nous organiser pour nous soutenir dans ces moments.
C'est pourquoi nous nous unissons – fort.e.s et solidaires. Nous ne nous retirerons pas des espaces publics, mais nous voulons qu'ils changent afin que nous puissions nous y sentir à l'aise. Chaque personne devrait décider elle-même si elle veut avoir des relations sexuelles et avec qui. Chaque personne devrait pouvoir décider elle-même si elle veut gagner de l'argent avec son propre corps ou avec des services érotiques. Personne ne devrait subir de violence de genre.
Nous exigeons des espaces publics sûrs, en ligne et hors-ligne. Nous exigeons que les agresseurs soient tenus responsables, tout comme les plateformes mentionées sur lesquelles la violence est normalisée. Nous exigeons que les mecs deviennent nos alliés au lieu de continuer à profiter du patriarcat et de protéger ainsi les coupables. Sortir les poubelles et mettre un t-shirt féministe ne suffit pas!
Partout dans le monde, des femmes, des lesbiennes, des personnes inter et non-binaires, des trans et des queers se lèvent. On s'unit contre la violence à laquelle nous sommes tou.te.s confronté.e.s. Sous le slogan „My life is not your porn“, des milliers de personnes sont descendues dans les rues de Corée du Sud. En Argentine et d'autres pays d'Amérique latine, les FLINTS* s'unissent sous le nom de #NiUnaMenos contre les féminicides et la violence sexiste. Nous étions tou.te.s #metoo. Et nous nous joignons aux cris du groupe féministe LasTesis au Chili: „Le patriarcat est un juge qui nous condamne dès notre naissance. Et notre punition est la violence que vous voyez maintenant. Mais ce n'était pas ma faute, peu importe où j'étais, peu importe comment j'étais habillée. Le violeur, c'est toi.“
Notre douleur se transforme en colère, notre peur en solidarité.
Ensemble, nous sommes la revanche de Moni sur le patriarcat!
C'est pourquoi nous allons – SANS MECS ! – dans les rues pour manifester contre les conditions patriarcales qui rendent possible la violence de genre: #mybodyisnotyourporn !

Venez à la manif:
Vendredi le 14.02.2020 // rassemblement à 18h // uniquement pour FLINT*
Still <3ing my choice!


***español***

Venganza contra el patriarcado!
Mi cuerpo no es tu porno.
Still <3ing my choice!

El sexismo y la violencia sexualizada forman parte de nuestra vida cotidiana. Sentimos las miradas de los hombres en la calle. Conocemos la sensación cuando nuestros cuerpos son evaluados contra nuestra voluntad. Nosotres - mujeres, lesbianas, personas inter y no binarias, trans y queers (FLINT*) - compartimos la experiencia de ser objetivades y sexualizades. Ya en la infancia se nos dijo como comportarnos. Que tenemos que complacer y obedecer. Y que tenemos que protegernos de la agresión al mismo tiempo. Es la experiencia de la violencia, la experiencia de ser vulnerable y de estar lastimade, la que nos conecta en todo el mundo.
Al principio de 2020 se supo que un hombre en un festival de izquierda, en "Monis Rache", "La venganza de Moni", filmó en secreto en los baños de Dixie. Ofreció videos de nosotres online en  el portal de streaming xHamster, los intercambió y los vendió. Estas plataformas son espacios en los cuales la violencia se normaliza y los actos no consensuados se disfrazan como “porno” y se comercializan. Ningune de las personas filmades lo sabía. Había gente del entorno del perpetrador que se enteró de los videos. Estas personas actuaron de manera irresponsable, ya que se ocuparon exclusivamente del perpetrador, pero no informaron a las personas afectadas, al resto del entorno del perpetrador o a les organizadores del festival.
Este no es el primer caso, es un ejemplo entre muchos.
Una y otra vez los hombres tratan de obtener poder sobre nuestros cuerpos. En ningún lugar deberíamos sentirnos segures, ni siquiera en el baño. En secreto están filmando a les FLINT*: al ducharse, al orinar o al cambiarse la ropa. Sin consenso se toman fotos en la calle bajo de la falda o en el escote. Esto se muestra en numerosas fotos y vídeos en Internet, que se distribuyen allí sin nuestro conocimiento y sin nuestro consentimiento y se venden como "porno". Los hombres pretenden usar los videos para satisfecar su "preferencia sexual". Pero no es una preferencia sexual. No es un fetiche, si algo sucede contra la voluntad o sin el conocimiento de las personas involucradas. Es un acto violento del poder que daña profundamente a nuestra autodeterminación y personalidad. ¡Esto es violencia sexualizada!
Una y otra vez nos hacen sentir que ni los lugares construídos y visitados por nuestres amiges y camaradas estén seguros para nosotres y otres FLINT*. Una y otra vez vemos que se banaliza la violencia sexualizada en nuestro etorno y que tenemos que organizarnos apoyo nosotres mismes.
Por lo tanto, nos unimos - fuerte y solidariamente. No nos retiraremos de los espacios públicos, pero queremos que cambien para que nos sintamos cómodes. Todas las personas deberían decidir por sí mismas si quieren tener relaciones sexuales y con quién. Todas las personas deberían poder decidir por sí mismas si quieren ganar dinero con su propio cuerpo o con los servicios eróticos. Nadie debería sufrir violencia sexualizada.
Reivindicamos espacios públicos seguros, tanto en o fuera de línea. Reivindicamos que se exiga responsabilidad a los perpetradores igual que a las plataformas donde se normaliza la violencia. Reindivicamos que los hombres se conviertan en nuestros aliados en lugar de seguir aprovechándose del patriarcado y así proteger a los perpetradores. ¡Sacar la basura y ponerse la camisa feminista no es suficiente!
En todo el mundo se están levantando mujeres, lesbianas, personas inter y no binarias, trans y queers. Se unen contra la violencia que todes enfrentamos. Bajo el lema "Mi vida no es tu porno" miles de personas salieron a las calles de Corea del Sur. En Argentina y en otros países de América Latina, los FLINTS* se unen bajo el lema #NiUnaMenos contra el feminicidio y la violencia sexista. Nos llamamos #metoo. Y nos unimos a los gritos del grupo feminista LasTesis en Chile:
"El patriarcado es un juez que nos condena por nuestro nacimiento. Y nuestro castigo es la violencia que ves ahora. Pero no fue mi culpa, no importaba dónde estuviera, no importaba cómo estuviera vestida. El violador eres tú".
Nuestro dolor se convierte en rabia, nuestro miedo en solidaridad.
¡Juntos somos la venganza de Moni contra el patriarcado!
Por lo tanto vamos – SIN HOMBRES! - a las calles para manifestar en contra de las condiciones patriarcales que posibilitan la violencia sexual: ¡#mybodyisnotyourporn!

Ven a la manifestación:
Viernes, 14.02.2020 // 18.00 horas // sólo FLINT* bienvenides
Still <3ing my Choice!


***türk***

Baskici toplum düzenine karşı!
My body is not your Porn! (Benim vücudum senin Pornon degil)
Yaptıgım secimlerin hala arkasındayım!

Cinsiyetçilik ve cinsel saldırılar günlük hayatin bir parçası.
Haberimiz olmadan vücutlarımıza bicilen degerlerden haberimiz var, bu duyguyu çok iyi biliyoruz.
Biz -Kadınlar, Lezbiyenler, Inter ve Enby, Trans ve Queer’ler  (FLINT*) objeleştirilmenin ve cinselleştirilmenin tecrübelerini yaşayarak paylaşıyoruz. Daha çocukken bize nasıl oturup kalkmamız gerektiği öğretildi. Itaatkar olmak ve etrafımızdakileri (es, baba, erkek kardeş) memnun etmenin önemi öğretildi. Ayni zamanda kendimizi saldırılara karşı korumamız gerektiği. Bizi tüm Dünyada birbirimize bağlayan nokta tam olarak  şiddet deneyimlerimiz, savunmasız olmamız ve incitilmemizdir.
Bir adamın Monis Rache (Solcu) Müzik festivalinde bulunan  Dixie tuvaletlerinde  gizli kamera yöntemiyle insanların rızası ve haberi olmadan video çekim yaptığı 2020 senesinin basında ortaya cikti. Gizlice çekilmiş videolarimizi xHamster isimli
Porno sitesine sattı ve cekilen filmler internete kondu. Bu tür platformlar şiddetin normalleştirildiği ve rıza dışı eylemlerin gizlendiği ve "porno" olarak pazarlandığı alanlardır. Filme alınanların hiçbiri bunu bilmiyordu. Failin etrafında videolardan haberdar olan insanlar vardı. Bu kişiler sorumsuzca davrandılar çünkü yalnızca fail ile uğraştılar, ancak etkilenenleri, failin çevresini veya festival organizatörlerini bilgilendirmediler.
Bu ilk olay değil, sadece binlercesinden biri.
Erkekler sürekli vücutlarımızı ve bizi sahiplenmeye calisiyorlar. Tuvalette bile huzur yok. FLINTS* heryerde gizlice kameraya alınıyor; işerken, kıyafet değiştirirken, duş alırken. Etek altından gizlice cekim yapılıyor yada habersiz dekolte resimleri çekiliyor erkekler tarafından.  Internette, bilgimiz ve rızamız olmadan dağıtılan ve "porno" olarak satılan çok sayıda fotoğraf ve video bunun kanıtı. Erkekler videoları “cinsel eğilimlerini” araştırmak için kullandıklarını iddia ediyorlar. Ancak bu cinsel bir eğilim değildir, fetiş’de degildir. Dahil olanların bilgisi ve rızası olmadan yayınlanan video yada fotograflar alenen cinsel birer saldırıdır.
Arkadaşlarımız ve yoldaşlarımız tarafından organize  edilen eventlerde  bile FLINTS * ve bizim için güvenli olmadığını hissediyoruz. Cinsel şiddetin önemsiz olduğunu ve kendimizi desteklemek için kendimiz örgütlenmemiz gerektiğini maalesef tekrar tekrar tecrübe ediyoruz.
Bu sebeple birbirimize daha sıkı sarılıyoruz ve daha sıkı dayanışma icindeyiz. Kamusal alanlardan çekilmeyeceğiz. Erkeklerin değişmesi gerek, bizim degil. Insanlar sex yapıp yapmayacağına kendisi karar vermeli.
Insanlar kendi bedenlerini veya erotik hizmet vererek  para kazanmak isteyip istemediklerini kendileri belirleyebilmeli. Hiç kimse cinsel şiddet yaşamamalıdır Kamusal alanda ve online platformlarda güvenlik istiyoruz. Faillerin, tıpkı şiddetin normalleştirildiği platformlar gibi hesap sorulabilir olmasını istiyoruz. Ataerkilliğinden yararlanmaya devam etmek ve böylece failleri korumak yerine erkeklerin müttefikimiz olmasını istiyoruz. Sadece evdeki çöpü çöpe atmakla veya üzerinde feminizm yazılı t-shirt giymekle feminist olunmuyor maalesef.
Tüm dünyada kadınlar, lezbiyenler, trans ve queer'ler kenetleniyor. Hepimizin maruz kaldığı şiddete karşı bir araya geliyorlar. „My body is not your Porn" sloganı altında binlerce kişi Güney Kore'de sokaklara döküldü. Arjantin ve diğer Latin Amerika ülkelerinde, FLINTS* #NiUnaMenos adi altında kadına karşı şiddete ve cinsiyetçi şiddete karşı birleşiyor.  Bizlerde #metoo diye haykırıyoruz. Ve Şili'deki feminist grup LasTesis'in çığlıklarına katılıyoruz:
Ataerkil baskici toplum bizi doğduğumuz  için yargılar . Ve cezamız şu anda gördüğünüz şiddet. Ama nerede olduğum önemli değil, nasıl giyindiğimde önemli değil. Tecavüzcüm sensin. "
Çektiğimiz acılar bizi güçlü, katlandigimiz korkularda dayanışmaya iter.
Bu nedenle cinsel şiddeti mümkün kılan ataerkil baskici koşullara karşı ERKEKSIZ gösteri yapmak için sokaklara cikiyoruz: #mybodyisnotyourporn!
Seninle daha kalabaligiz!

Miting: Cuma, 14.02.2020 // Saat 18 Hermannplatz’da  // sadece FLINT* 
Still <3ing my Choice!
Hala seçimlerimin arkasindayim

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