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Sammlung von Newsfeeds

1. Mai 2019: Klassenkampf. Jetzt aber richtig!

[iL*] - 18. April 2019 - 12:34
Kommt zum klassenkämpferischen und antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo

Wir rufen auf zum klassenkämpferischen und antikapitalistischen Block auf der 1. Mai-Demo der Gewerkschaften - gemeinsam mit unseren Genoss*innen vom Projekt Revolutionäre Perspektive. Und weil das offizielle Motto der DGB gewohnt harmlos lautet "Europa. Jetzt aber richtig!" heißt es stattdessen bei uns:

KLASSENKAMPF. JETZT ABER RICHTIG!

Für eine solidarische und klassenlose Gesellschaft!

Plötzlich sprechen die Politik und Teile der Medien wieder über die soziale Frage. Sie können nicht länger ignorieren, dass die Schere zwischen Arm und Reich in den vergangenen Jahrzehnten weit auseinandergegangen ist, dass Mieten in den Großstädten für viele unbezahlbar geworden sind, die Altersarmut selbst in Deutschland zunimmt und Millionen Menschen keinerlei Aussicht auf eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder haben. Und doch sind die Rezepte selbst der linkeren Parteien und der Gewerkschaften nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch wenn der Ruf nach Umverteilung nach jahrzehntelangem wirtschaftspolitischen Rechtsruck für viele nach Sozialismus klingt, können wir uns nicht mit einer „gerechteren“ Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums zufriedengeben.

Wir müssen die Ursache für Armut, Not und Elend bekämpfen – den Kapitalismus, seine Profitorientierung, die Ausbeutung und Unterdrückung weiter Teile der Gesellschaft. Diesem Ziel kommen wir nicht näher, wenn wir uns sozialpartnerschaftlich an die Seite der Bosse stellen. Die Interessen des Kapitals stehen unseren diametral gegenüber. Deshalb kann es im Kapitalismus keine „Gute Arbeit“ geben, für welche die DGB-Führung seit Jahren eifrig trommelt. Unter kapitalistischen Bedingungen dient Arbeit dazu, den Reichtum für wenige, nicht für alle zu vermehren. Die Produktions- und Reproduktionstätigkeiten sind nie gerecht verteilt und die Bedürfnisse der Menschen nur Mittel zum Zweck.

Arbeit im Kapitalismus beruht immer auf Ausbeutung und Unterdrückung, sie bedeutet den permanenten Zwang die eigene Arbeitskraft auf den Markt zu tragen, um mit dem Lohn oder Gehalt die eigene Existenz zu sichern. Was, wann und zu welchen Bedingungen gearbeitet wird, entscheidet die Kapitalseite in der Regel allein. Und die Zuspitzung der Konkurrenz zwischen Arbeiter*innen ist eine ihrer Geschäftsgrundlagen. Neben der allgemeinen Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt werden Lohnabhängige nach Standort, Geschlecht, Herkunft und vielem mehr gegeneinander ausgespielt. Solange es Kapitalismus gibt, wird es auch rassistische und sexistische Grenzziehungen geben. Appelle für eine „tolerante Gesellschaft“ bleiben daher hilflos, wenn sie den grundsätzlichen Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat ignorieren. Unsere Antwort darauf ist es, den Klassenkampf von Anfang an als antirassistisch und feministisch zu begreifen.

Mit dem klassenkämpferischen und antikapitalistischen Block auf der DGB-Demonstration am 1. Mai stehen wir an der Seite aller Antifaschist*innen, die vonseiten der Rechten diffamiert werden oder als Gewerkschafter*innen in den Betrieben den Rechtsruck zu spüren bekommen. Wir stehen an der Seite der Pflegekräfte, die sich für mehr Personal in den Krankenhäusern, bessere Arbeitsbedingungen und ein bedürfnisorientiertes Gesundheitswesen organisieren. Wir stehen an der Seite der beeindruckenden Proteste der Friday-for-Future-Bewegung. Die Kinder und Jugendlichen haben verstanden, was die Verantwortlichen nicht kapieren wollen: Der Klimawandel kann nicht gestoppt werden, wenn wir nicht dieses Wirtschaftssystem abschaffen. Wir stehen an der Seite der feministischen Kämpfe, die am 8. März gezeigt haben, dass auch die Haus- und Sorgearbeit bestreikt werden kann. Und wir stehen an der Seite von Mieter*innen, die sich für ein Recht auf Stadt einsetzen, gegen die ständigen Mietsteigerungen aktiv werden und dabei auch die Frage nach Enteignung wieder auf die Tagesordnung gesetzt haben. Wir stehen an der Seite derjenigen, die Widerstand leisten gegen den alltäglichen Wahnsinn des globalen Kapitalismus – ob sie streiken, Werkstore blockieren, Häuser besetzen oder gelbe Westen tragen.

Der 1. Mai ist kein Würstchenbuden-Fest, auf dem sich einmal im Jahr die Gewerkschaftsfunktionäre mit ihren Untergebenen austauschen. Der 1. Mai ist der Kampftag der globalen Arbeiter*innenklasse. Wir streiten für eine konflikt- und basisorientierte Gewerkschaftsarbeit, die der Sozialpartnerschaft mit dem Kapital ein Ende setzt. Unsere Perspektive liegt in der Selbstorganisierung von unten, den unzähligen kleinen und großen Kämpfen gegen die Zumutungen des Kapitalismus. Nur wenn wir uns im Stadtteil, in Schule und Uni, im Betrieb und an allen anderen Orten unseres Lebens organisieren und Gegenmacht aufbauen, haben wir die historische Möglichkeit eine andere Gesellschaft zu schaffen.

Die Abschaffung des Kapitalismus und der Aufbau einer solidarischen und klassenlosen Gesellschaft ist unser Ziel. Für eine Zukunft ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Für eine Welt, die eine Zukunft hat.

1. Mai 2019 | 10:30 Uhr | Bahnhof Dammtor

Interventionistische Linke Hamburg & Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP)

Cafe Arranca!

[iL*] - 14. April 2019 - 23:15
Am Sonntag, den 21. April öffnet die Dachterrasse des ASV Mannheims wieder seine Pforten für das Cafe Arranca!, dem Freiraumcafe der iL in der Rhein-Neckar-Region.
Ab 19:00 Uhr servieren wir vegane Wraps mit Seitangeschnetzelten auf Selbstkostenbasis.
Anschließend, auf ca. 20:00 Uhr zeigen wir eine aktuelle Reportage über die Emanzipation und dem Kampf um Gleichberechtigung von Frauen in Rojava, dem selbstverwalteten Autonomiegebiet in Nordsyrien bzw. Westkurdistan.

Bis dahin, wir freuen uns auf euch!

Was ist das Cafe Arranca?!
Das Cafe Arranca! ist ein neues Freiraum-Angebot im ASV im Jungbusch, welches immer am dritten Sonntag im Monat um 19 Uhr stattfindet. In gemütlicher, ungezwungener (Café-)Atmosphäre möchten wir euch einen Raum bieten, für Diskussion und politische Auseinandersetzung, um sich auszutauschen und kennenzulernen. Oder einfach um entspannt die Woche ausklingen zu lassen. Dazu gibt es leckeres, veganes Essen zum Selbstkostenpreis und regelmäßig einen politischen Input (Film/ Texte/ Vortrag).
Wir wollen mit euch gemeinsam einen Raum schaffen in dem sich alle wohlfühlen und verschieden sein können, weshalb wir keinen Bock auf jegliches diskriminierendes Verhalten haben.

ILTIS in Bermudas - Lies mein Buch! Lesetipps von Genoss*innen

[iL*] - 14. April 2019 - 23:09

»ILTIS in Bermudas«, Sendung 33: »Lies mein Buch! Lesetipps von Genoss*innen«:

Zum Livestream hier lang

Lesen überbrückt Wartezeiten, reduziert Stress, fördert soziale Kompetenzen, erweitert den Wortschatz und vor allem den Horizont. Das wissen auch die Genoss*innen der IL und haben deshalb bei Blockaden und Aktionen regelmäßig eine Buch im Gepäck. Doch müssen es immer Marx oder die "Känguruh-Chroniken" sein? Geht auch mal ein Roman oder Lyrikband? 10 Aktivist*innen teilen heute mit uns ihren Literaturtipp und lesen einen Abschnitt vor. "Lies mein Buch!" Lesetipps von Genoss*innen.

»ILTIS in Bermudas« ist der monatliche Polit-Talk im Bermuda Funk der IL Rhein-Neckar & Friends. Die Sendung wird jeden dritten Dienstag eines Monats um 22 Uhr ausgestrahlt und kurz vorher aufgenommen. Sie ist über den Livestream des bermuda.funks ( http://bermudafunk.org/livestream.html ) zu empfangen sowie auf den UKW-Frequenzen 89,6 MHz (MA) / 105,4 MHz (HD) und anschließend vorübergehend im Podcast des bermuda.funks und dauerhaft im Archiv von Freie-Radios.net ( http://www.freie-radios.net/serie/iltisinbermudas ) zu finden.

#Zusammenstehen gegen Antifeminismus

[iL*] - 8. April 2019 - 11:37
Den Piusbrüdern entgegentreten! Kein Raum für religiösen Fundamentalismus!

Freitag, 26.04 | 16 Uhr | Bertoldsbrunnen

Eine Woche nach Karfreitag marschieren jedes Jahr die fundamentalistischen Piusbrüder durch Freiburg. Zusammen mit Mitgliedern der Junge Alternative, der AfD und der Identitären Bewegung zieht die christliche Sekte durch die Freiburger Innenstadt, um ihre reaktionäre Hetze zu verbreiten. In erster Linie demonstrieren die Piusbrüder dabei gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen* – die radikalen AbtreibungsgegnerInnen glauben über die Körper anderer Menschen bestimmen zu können und wollen Frauen* Schwangerschaftsabbrüche verbieten. Generell sind ihnen aber auch Verhütungsmittel zuwider und Frauen* nur „Gehilfinnen ihrer Ehemänner“. Zeitgleich hetzen sie auf abscheuliche Weise gegen alle Menschen, die queer sind, denn sexuelle Freiheit und geschlechtliche Vielfalt passen nicht in ihr rückwärtsgewandtes Weltbild. Die Piusbrüder lehnen Glaubensfreiheit ab, fabulieren von „jüdischer Weltverschwörung“ und „islamischer Invasion Europas“ – die IslamfeindInnen und AntisemitInnen gingen sogar so weit wiederholt den Holocaust zu leugnen. Die Kontakte zu Neonazis und anderen FaschistInnen sowie Gedenkveranstaltungen für SS-Kriegsverbrecher zeigen dann vollends, wo die Piusbruderschaft ideologisch steht.

Die Piusbrüder sind eine antifeministische, queerfeindliche, antisemitische, islamhassende Sekte. Deshalb gilt es sich den FundamentalistInnen jedes Jahr aufs Neue entgegenzustellen! Kein Raum für religiösen Fundamentalismus! Den Piusbrüdern entgegentreten!

#Zusammenstehen gegen Antifeminismus!

Freitag, 26.04 | 16 Uhr | Bertoldsbrunnen

 

VERGESELLSCHAFTEN! Wohnraum, Krankenhaus, Betriebe, Städte – alles.

[iL*] - 8. April 2019 - 11:32
Am 26. Mai werden zeitgleich die Kommunalwahl in Baden-Württemberg und die Europawahl stattfinden. In beiden Fällen droht eine weitere Verschiebung nach rechts: Bei der Wahl des europäischen Parlaments dürften nationalistische Kräfte so viele Stimmen gewinnen wie nie zuvor. Und auch in Baden-Württemberg wird die AfD aller Voraussicht nach in viele Gemeinderäte einziehen können – auch in Freiburg. Die Strategie der Faschist_innen1 geht dabei bislang auf. Die Verwalter_innen des Neoliberalismus – Merkel, Macron und Co. – reagieren auf den Druck von rechts mit dem Ausbau der Festung Europa nach außen und nach innen mit der Aufrüstung von Polizei und Geheimdiensten und der Verfolgung politischer Gegner_innen. Je rauer der Kampf um ein Stück vom schrumpfenden Kuchen in der Weltmarktkonkurrenz wird, desto mehr zeigt der Kapitalismus sein repressives, nationalistisches und rassistisches Gesicht. Doch die zunehmenden Risse in der herrschenden Ordnung bieten gleichzeitig eine Chance. Zunehmend wird wieder die Frage nach Verteilung und Verwaltung des Reichtums gestellt. Statt die Erbarmungslosigkeit der Konkurrenz jedoch nur besser verwalten zu wollen, muss es uns als Linke darum gehen, die Konkurrenz selbst abzuschaffen. Damit ist die Frage verknüpft, wie Arbeit, Wohnen, Gesundheitsversorgung – letztlich die gesamte Gesellschaft – ohne Kapitalismus organisiert werden kann.

Erste Antworten auf diese Frage verdichten sich momentan vor allem an der Wohnfrage: So versetzt in Berlin das Volksbegehren „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ die Kapitalist_innen schon jetzt in Alarmstimmung. Wirtschaftsverbände warnen vor einer sozialistischen Stadt und die Ratingagentur Moody‘s drohte mit der Abstufung der Kreditwürdigkeit Berlins. Auch in Freiburg wurde in den letzten Monaten mit der Besetzung von Häusern wiederholt die Eigentumsfrage gestellt und im Zuge des Bürger_innenentscheids zur Bebauung Dietenbach fand eine breite Diskussion um bezahlbaren Wohnraum statt. Immer mehr Menschen erkennen, dass die kapitalistische Profitlogik in unserer Stadt gravierende Folgen hat: Bezahlbarer Wohnraum ist heute überall Mangelware. In Freiburg allein fehlen für 72% der ärmeren Bevölkerung bezahlbare Wohnungen. Gleichzeitig erwirtschafteten Immobilienunternehmen wie Vonovia SE im vergangenen Jahr 1 Mrd. Euro. Wir aber wollen eine Stadt jenseits von Verdrängung und rassistischer Diskriminierung, in der ein gutes Leben für alle möglich ist. Um das zu erreichen, organisieren wir uns z.B. gemeinsam mit anderen Stadtaktiven und Mieter_innen im Freiburger Mietenbündnis und kämpfen für eine Vergesellschaftung von Wohnraum.

Vergesellschaftung ist dabei Ziel und Prozess: die gemeinsame Aneignung von Gütern und Infrastrukturen, die im Kapitalismus in privaten Händen liegen und unter dem Diktat der Profitlogik stehen. Dabei geht es nicht (nur) darum, sie in staatliche Verwaltung zu überführen (das wäre Verstaatlichung), sondern sie wirklich unter die Kontrolle der gesamten Gesellschaft zu stellen. In einer solidarischen, an den Interessen der Menschen ausgerichteten Welt entscheiden z.B. die Bewohner_innen eines Gebietes über den Ausbau des ÖPNV oder die Erzeugung von Strom und nicht ein gewinnorientiertes Unternehmen. Vergesellschaftung ist das Ziel, das die einzelnen Kämpfe miteinander verbindet. Auch der antifaschistische Kampf gegen AfD und andere Rechte lässt sich vor dem Hintergrund Vergesellschaftung betrachten: Die rechten Akteur_innen, die weltweit an Einfluss gewinnen, stehen in direkter Feindschaft zu sämtlichen solidarischen Gesellschaftsentwürfen. Ihr Programm heißt nicht Vergesellschaftung und Selbstbestimmung, sondern Privatisierung und autoritärer Staat. Sie wollen keine öffentlichen Güter, die allen gehören und über die alle bestimmen, sondern die Unterwerfung unter die Logik von Privateigentum und Profit.

Überall auf der Welt gibt es weitere Orte und Projekte, in denen im Kleinen etwas kollektiv organisiert und zumindest teilweise der kapitalistischen Verwertungslogik entrissen wird. Diese Projekte geben uns einen Ausblick auf das Leben in einer nicht-kapitalistischen Gesellschaft. Doch wir dürfen nicht dabei bleiben, alternatives Leben nur in Nischen zu führen. Wir brauchen einen Prozess, der eine Alternative zum Kapitalismus auch in breiten gesellschaftlichen Bereichen erlebbar macht. Solche Veränderungen setzen sich allerdings nicht einfach so in der kapitalistischen Konkurrenz durch. Deshalb müssen wir für den politischen Druck sorgen, der zur Vergesellschaftung auf gesamtgesellschaftlicher Ebene gebraucht wird.

Wir laden euch deshalb alle ein, am 1. Mai mit uns im antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemonstration für eine Welt zu demonstrieren, in der alles allen gehört!

1.Mai | 10.30 Uhr | Stühlinger Kirchplatz

1 Was bedeutet der Unterstrich_? Mit dem Unterstrich wollen wir in unseren Texten auch all den Menschen Raum geben, die sich nicht den Kategorien Mann oder Frau zuordnen. Damit meinen wir explizit Personen, die sich als Transgender, Transsexuell, Intersexuell oder Queer verstehen.

MIETENTSCHEIDEN – ODER DOCH ENTEIGNEN?

[iL*] - 5. April 2019 - 9:22
Diskussionsveranstaltung mit:
SUSANNA RAAB, aktiv in der Initiative »Deutsche Wohnen & Co Enteignen«, Berlin
SUSANNE HEEG, Professorin für Geographische Stadtforschung am Institut für Humangeographie, Goethe-Universität Frankfurt
ALEXIS PASSADAKIS, Vertrauensperson vom »Mietentscheid Frankfurt« und aktiv bei Attac

Ein Gespenst geht um in Deutschlands Städten – das Gespenst der Enteignung. Was bis vor kurzem noch undenkbar schien, ist dank der Berliner Initiative »Deut- sche Wohnen & Co Enteignen« aktuell in aller Munde. Mit ihrem Vorhaben, große, profitorientierte Wohnungsunternehmen mit über 3.000 Wohnungen per Volksbe- gehren in Gemeineigentum zu überführen und also zu vergesellschaften, setzt die Initiative die rot-rot-grüne Regierung in Berlin ordentlich unter Druck – und treibt den Vertreter*innen des Immobilienkapitals Schweißperlen auf die Stirn. Während die Immobilienlobby die kommunistische Gefahr heraufbeschwört, gilt »Deutsche Wohnen & Co Enteignen« bei Mieter*inneninitiativen und stadtpolitischen Gruppen bundesweit als neues Vorbild im Kampf gegen den Mietenwahnsinn.

Höchste Zeit also, auch in Frankfurt über große Wohnungsunternehmen und die Perspektive der Enteignung zu diskutieren. Gründe gibt es genug: Neben Berlin und dem Ruhrgebiet ist die Rhein-Main-Region für Deutsche Wohnen, Vonovia und co. der wichtigste Wohnungsmarkt in Deutschland. Erst vor kurzem hat die Deutsche Wohnen angekündigt, ihren Wohnungsbestand in Frankfurt und Um- gebung massiv vergrößern zu wollen. Dass das nichts Gutes erahnen lässt, zeigt die Situation in den Vonovia-Wohnungen im Gallus, wo die Mieter*innen infolge von Modernisierungsmaßnahmen und Mieterhöhungen gegen ihre Verdrängung kämpfen müssen.
Dass sich solche konkreten Kämpfe gegen den Mietenwahnsinn durchaus mit dem weitergehenden Ziel einer grundlegenden Veränderung der herrschenden Wohnungspolitik verbinden lassen, zeigt aktuell der Frankfurter Mietentscheid. Welche Erfahrungen haben die Aktiven des Mietentscheids in den letzten Mona- ten gemacht – und was lässt sich daraus für die Perspektive von Enteignung und Vergesellschaftung lernen? Sind die Forderungen aus dem Land Berlin überhaupt auf Situation in der Stadt Frankfurt übertragbar? Oder wo lässt sich stattdessen ansetzen, um den Mietenwahnsinn tatsächlich zu stoppen?

Über diese und viele andere Fragen wollen wir mit Euch und unseren Gästen am Freitag, den 12. April im Osthafenforum im »medico-Haus« diskutieren.
Für Kaltgetränke ist gesorgt.

Eine Veranstaltung der
Interventionistischen Linken [iL*] Frankfurt
mail: il-frankfurt@radikallinks.org
web: frankfurt.radikallinks.org
twitter: www.twitter.com/ilfrankfurt
facebook: www.facebook.com/il.frankfurt

Bereits am Samstag, den 6. April, findet ein europa- und bundesweiter Aktionstag gegen steigende Mieten und für ein Recht auf Stadt statt.
Kommt zur Kundgebung vom Bündnis #Mietenwahnsinn-Hessen:
Immer wieder widersetzen. Gemeinsam gegen Spaltung und Verdrängung – Bezahlbarer Wohnraum für alle!
14 Uhr, Hauptwache Frankfurt. Bringt Stühle oder andere Sitzgelegenheiten mit!

Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn!

[iL*] - 2. April 2019 - 20:57

10:00 Uhr Infostände Stühlinger Kirchplatz

12:30 Uhr mietpolitischer Spaziergang durch den Stühlinger

15:30 Uhr Konzert & Abschluss im Metzgergrün

 

Vielerorts in Freiburg fürchten alteingesessene Bewohner*innen die Verdrängung aus ihrer gewohnten Lebensumgebung. Dies würde für sie den Umzug ins Umland oder gleich in eine andere Stadt bedeuten. Damit einher geht der Verlust aller sozialen Kontakte zu Nachbar*innen, gerade für ältere Menschen ein schwerer Schlag. Die Gründe dafür sind vielfältig:

* Steigende Mieten: In ganz Freiburg steigen die Mieten, auch dank des Mietspiegels der eigentlich ein Mieterhöhungsspiegel ist, da bei seiner Berechnung nur die in den letzten 4 Jahren erhöhten Mieten einfließen. Es zählen nicht die Interessen der Mieter*innen, sondern nur die Interessen der Vermieter*innen an einer Mietsteigerung. Viele Menschen können sich die aktuellen Mieten kaum mehr leisten und sind zum Umzug gezwungen.

* Sanierungen: Immobilienkapitalisten wie Sauer oder Umüssig, aber auch Genossenschaften wie die Familienheim (in der Wiehre) oder "kleinere Fische" wie der Besitzer des im März besetzten Haus in der Klarastraße 17 führen oft teure, aber nicht zwingend notwendige Sanierungen (Einbau eines Fahrstuhls, „energetische“ Sanierung, etc.) durch. Für die Mieter*innen bedeutet dies - neben monatelangem Baulärm in ihren Wohnungen - eine saftige Mieterhöhung, wenn sie nicht schon davor zum Auszug gedrängt wurden.

* Entmietung: Kündigungen wegen angeblichem „Eigenbedarf“ werden in Freiburg immer populärer. Oft werden die Wohnungen nach der Entmietung saniert & wesentlich teurer weitervermietet oder an große Immobilienfirmen verkauft. Profite für die Eigentümer, Wohnungslosigkeit für die ehemaligen Mieter*innen. Ein aktuelles Beispiel ist das im letzten Jahr besetzte Haus in der Guntramstraße 44.

* Privatisierung: Ehemals städtische Miet-Wohnungen werden von der Freiburger Stadtbau saniert um sie dann als Eigentumswohnungen zu privatisieren. Jüngstes Beispiel ist das Hochhaus Binzengrün 34 in Weingarten. Trotz aller Beteuerungen der Stadtbau für ihre Mieter zu sorgen konnte keine der 88 Mietparteien des Hauses nach der Privatisierung wieder dort wohnen.

* Abriss ganzer Gebäudekomplexe: Wie im Quartier Metzgergrün im Stühlinger durch die Freiburger Stadtbau geplant. Zwar beteuert die Stadtbau die alten Mieter*innen könnten nach dem Neubau des Quartiers dort wohnen bleiben. Jedoch wurden die Wohnungen durch die Stadtbau seit Jahrzehnten systematisch runter gewirtschaftet, so dass nun nur der Abriss und Neubau als Option bleibt. Die Mieter*innen haben dementsprechend wenig Vertrauen in die Versprechen der Freiburger Stadtbau.

* Leerstand: Aus unterschiedlichen Gründen (Spekulation auf den Bodenpreis, Erbstreitereien, etc.) stehen in Freiburg Häuser leer, während in Freiburg jährlich durchschnittlich 1800 Menschen von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Anstatt den leerstehenden Raum zu Nutzen wird er dem Verfall preisgegeben.

Anstatt Mietenwahn und Verdrängung: Wohnraum vergesellschaften, jetzt!

In Freiburg zeigt sich deutlich, dass der kapitalistisch organisierte Wohnungsmarkt nicht in der Lage ist, die Menschen mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. Investor*innen der Immobilienbranche sind nicht an einer sozialen Stadt und den Bedürfnissen der Menschen, sondern nur an ihren eigenen Gewinnen interessiert.
Der Wohnungsmarkt erzeugt Unsicherheit und Privilegien, Verdrängung und soziale Spaltung - besser wäre eine vergesellschaftete Stadt. Darunter verstehen wir die kollektive (Wieder-)Aneignung von Gütern und Infrastrukturen, die im Kapitalismus in privaten Händen liegen und unter dem Zwang der Kapitalverwertung stehen. Diese würde eine echte demokratische Planung von unten und selbstverwaltete Gemeingüter ermöglichen.
Wir glauben, dass die Zeit reif ist, gemeinsam einen neuen Schritt zu tun, sich eine konkrete Utopie zu eigen zu machen, für die wir gemeinsam kämpfen. Wir wollen eine Stadt, in der Wohnraum keine Ware ist, ohne Mietenwahnsinn und Verdrängung - eine Stadt mit demokratisch-organisiertem Wohnraum für Alle. Wir wollen eine Stadt, in der nicht die neoliberale Verwertungslogik und Profitmaximierung dominiert, sondern eine Stadt, die ein gutes Leben für Alle ermöglicht!

Die Stadt gehört uns allen! Critical Mass und Kundgebung

[iL*] - 2. April 2019 - 7:51


Wir laden euch zu einer Critical Mass ein. Mit dieser Aktionsform eignen sich Radfahrer_innen den öffentlichen Raum an. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Gruppen ab 15 Fahrrädern die Straße benutzen.

Dabei radeln wir an verschiedenen Gentrifizierungs-Hot Spots vorbei. Anschließend wollen wir auf dem Küchengarten zusammenkommen, miteinander essen, schnacken, Musik und Redebeiträgen lauschen.

Der Stadt der steigenden Mieten, in der wenigen gehört, was alle brauchen, setzen wir unseren Zusammenhalt, unsere Vielfalt und Solidarität entgegen.

Wir wollen eine Stadt:

  • in der die Häuser fürs Wohnen und nicht für den Profit gebaut werden,
  • in der niemand in Notunterkünften, Heimen oder auf der Straße leben muss,
  • und in der Wohnraum, Boden und Natur Allgemeingut sind

Wohnraum darf keine Ware sein!

Eine Veranstaltung von: Kiezkollektiv – Solidarisches Mieter*innen Netzwerk; Nordstadt Solidarisch; Interventionistische Linke Hannover;

Teil des internationalen Aktionstags „Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn“

Rote Zone Filmabend: The Wind that shakes the Barley

[iL*] - 1. April 2019 - 23:21

Ostern 1916 erhoben sich republikanische Kräfte in Irland. Die englischen Kolonialherren sollten vertrieben werden, um die Unabhängigkeit Irlands zu erkämpfen. Doch der Osteraufstand scheiterte und die Anführer wurden erschossen. Trotzdem markierte das Ereignis einen Wendepunkt.

Bei der Roten Zone, zeigen wir 103 Jahre später den Film The Wind that shakes the Barley (Ken Loach, I/GB/D/I/E/F, 2006, 124 Min.). Er zeigtt die Geschichte der Brüder Damien und Teddy nach dem Osteraufstand. Beide schließen sich der IRA an und beteiligen sich am antiimperialistischen Guerillakrieg.
Mit der umstrittenen Gründung der irischen Republik im Süden und der verbundenen Teilung des Landes, trennt sich auch der Weg der beiden. Während Teddy sich als Soldat der neuen Regierung verpflichtet, kämpft Damien weiter für die Unabhängigkeit der ganzen Insel.
Im Anschluss werfen wir Schlaglichter auf vergangene Episoden des Freiheitskampfes in Irland.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

brav gewühlt, alter Maulwurf! - 10 Jahre Antifachistische Linke Freiburg (IL)

[iL*] - 31. März 2019 - 20:19

 

Die Antifaschistische Linke Freiburg (IL) feiert 10 Jahre praktische Organisierung für “eine Welt, in der wir sozial gleich, menschlich verschieden und vollständig frei sein werden.” – (Rosa Luxemburg)Darum laden wir alle Freund*innen, Genoss*innen und Sympathisant*innen herzlich zu unsere Geburtstagskneipe ein – mit geschichtsträtigem Quiz, Snäcks, Kalimoxto, Drinks und netter Gesellschaft. Es wird Klasse!Freitag, 12. April // 21 Uhr // Linkes Zentrum adelante

Thesen am Tresen "Wir können doch nicht alle aufnehmen, oder?"

[iL*] - 27. März 2019 - 20:41
IL-Kneipe Im Rahmen unserer regelmäßigen IL-Kneipe findet eine Premiere statt:
WIR KÖNNEN DOCH NICHT ALLE AUFNEHMEN, ODER?
Thesen am Tresen zum Thema Offene Grenzen"No border, no Nation..." und "...Grenzen auf überall" - sind das linke Phrasen, die wir rufen, solange wir gar nicht in der Position sind, diese Forderung in die Tat umzusetzen? Oder ist das real umsetzbar und sinnvoll?

Was wäre denn, wenn die Grenzen wirklich alle offen wären? Wenn es aus allen Gegenden der Welt dauerhaft erschwingliche Linienflugzeuge, Schiffe, Züge und Busse nach Westeuropa gäbe, die für alle Menschen visumsfrei zugänglich wären? Würden wirklich sehr sehr viele Menschen neu nach Hamburg kommen? Oder ist diese Vorstellung rechte Stimmungsmache? Würden wir dann unsere Wohnungen, Studienplätze, Kita-Plätze usw. mit den neu ankommenden teilen müssen oder nicht?

Und wäre das gut oder schlecht? Und wer sind eigentlich "wir" und wer sind "die Anderen"?


Darüber möchten wir gerne mit euch am MITTWOCH, 3.APRIL 2019, in der Jupi Bar diskutieren. Kneipe ab 19 Uhr, Input ab 20:30 Uhr.

Die Gelbwesten-Proteste in Frankreich

[iL*] - 25. März 2019 - 18:55

Sehr wichtig und bewegend ist die Tatsache, dass die Herrschenden sich fürchten. Sie haben Angst, und das ist wundervoll. (Louis, Edouard)

„Macron Demission“ (Macron tritt zurück) schallt es seit Ende Oktober jeden Samstag durch die Straßen Frankreichs. Auslöser für die heterogene Bewegung der gilets jaunes (Gelbwesten) war die Ankündigung, die Diesel- und Benzinsteuer zu erhöhen. Seitdem hat sich der Protest, trotz massiver Repression, dynamisiert und verstetigt.
Die Proteste sind ein gleichsam unerwartetes wie eruptives Phänomen; ein Widerstand von unten, mit dessen Ausmaß kaum jemand gerechnet hat und dessen Einordnung schwerfällt.
Die Regierung Macrons beschimpft die Gelbwesten als von Faschisten unterwandert und reagiert mit brutaler polizeilicher Repression auf die Protestwellen. Teile der Linken in Frankreich sehen in dem Protest eine Antwort auf den Abbau des Sozialstaates und auf wachsende Ungleichheit – die gilets jaunes seien eine neue Form progressiver sozialer Bewegung.
Wie aber verhält es sich tatsächlich mit den Protesten? Wie sind sie geprägt? Was ist die politische Agenda? Und was bedeuteten die Proteste für die radikale Linke in Europa?
Um diese und weitere Punkte zu diskutieren und einen besseren Eindruck der Situation in Frankreich zu bekommen, haben wir Nelli Tügel eingeladen.
Nelli ist Redakteurin der Tageszeitung neues deutschland. Sie war als Korrespondentin vor Ort und hat die Proteste von Beginn an journalistisch begleitet.
Wir freuen uns auf eine gemeinsame Diskussion!


Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Bielefeld
mit Unterstützung der AG Freie Bildung

 

Bild: les gillet jaunes bxl von [ameliepede](https://www.flickr.com/photos/159796512@N05/32361821118/)

Rote Zone: Wohnen als soziale Frage. Strategien für ein rotes Hannover?

[iL*] - 25. März 2019 - 18:53

Wohnen ist eine soziale Frage, die an Aktualität kaum zu überbieten ist. In Hannover - wie fast überall - explodieren die Mieten, sind Wohnungsnot und Verdrängung an der Tagesordnung. Seit Jahren kämpfen Mieter_innen und Initiativen dagegen an. Dabei entstehen neue Bündnisse, Netzwerke und Protestformen. Auch wir als IL Hannover haben seit einem halben Jahr eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem „Recht auf Stadt“ auseinandersetzt. Doch wie sieht eine Stadt für Alle aus? Wie lässt sich Stadt emanzipativ-demokratisch konkret selber machen. Wie können wir revolutionäre Perspektiven in Selbstorganisierungsprozesse tragen? In der Roten Zone wollen wir radikale Vorschläge vorstellen, wie wir den Wohnungsmarkt vergesellschaften können. Wir möchten von unserer Suche nach Strategien zwischen Kampagnenpolitik und im Alltag verankerter Basis-Arbeit erzählen und zur Diskussion stellen.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

Rote Zone: Wohnen als soziale Frage. Strategien für ein rotes Hannover?

[iL*] - 25. März 2019 - 18:53

Wohnen ist eine soziale Frage, die an Aktualität kaum zu überbieten ist. In Hannover - wie fast überall - explodieren die Mieten, sind Wohnungsnot und Verdrängung an der Tagesordnung. Seit Jahren kämpfen Mieter_innen und Initiativen dagegen an. Dabei entstehen neue Bündnisse, Netzwerke und Protestformen. Auch wir als IL Hannover haben seit einem halben Jahr eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem „Recht auf Stadt“ auseinandersetzt. Doch wie sieht eine Stadt für Alle aus? Wie lässt sich Stadt emanzipativ-demokratisch konkret selber machen. Wie können wir revolutionäre Perspektiven in Selbstorganisierungsprozesse tragen? In der Roten Zone wollen wir radikale Vorschläge vorstellen, wie wir den Wohnungsmarkt vergesellschaften können. Wir möchten von unserer Suche nach Strategien zwischen Kampagnenpolitik und im Alltag verankerter Basis-Arbeit erzählen und zur Diskussion stellen.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

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