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Fahrradtour „Luxus – Leerstand – Häuserkampf.

Auf den Spuren einer ,Stadt für Alle‘“
wann: 
Sonntag, 10. Juli 2016 - 14:00
was: 
Fahrradtour
wo: 
Treffpunkt Studierendenhaus Campus Bockenheim
wer: 
Interventionistischen Linken (IL)  und der Kampagne „Eine Stadt für Alle! Wem gehört die ABG?“

radtour-plakat.jpegWer nimmt sie nicht wahr, die Graffitis ‚Stadt für Alle‘? Unbekannte schreiben die Parole „an jede Wand“. Das offizielle Frankfurt, die Presse und die Immobilienbranche sind empört und schreien „Vandalismus“. Aber diejenigen, die sich die teuren Wohnungen in Frankfurt, die Lofts und Suiten, die hochpreisigen „Schnäppchen“ schon lange nicht mehr leisten können, sehen es nicht ohne Schmunzeln, wenn der eingängige Spruch mal wieder ein edles Gemäuer oder einen Bauzaun ziert. Denn die Forderung nach der ‚Stadt für Alle‘ liegt auf der Hand, wenn in der Finanzmetropole Frankfurt krasser Luxus und spekulativer Leerstand so nahe bei einander liegen. Wenn Büroangestellte, Erzieher_innen oder Verkäufer_innen und ihre Familien wegen unbezahlbarer Mieten aus der Innenstadt wegziehen müssen, wenn Obdachlosigkeit immer sichtbarer wird, wenn geflüchtete Menschen zu Hunderten in öde Hallen eingewiesen werden, wenn, wenn, wenn ...

Mit unserer ‚Tour de Luxe‘ durch Frankfurt wollen wir Orte besuchen – und für die Öffentlichkeit markieren –, die die herrschende Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik auf den Punkt bringen. Und wir wollen zu Orten und Menschen fahren, die sich der Politik der systematischen Vertreibung widersetzen, und ihnen unsere Solidarität zeigen. Wir werden an verschiedenen Stationen im Stadtgebiet halt und unseren Standpunkt kenntlich machen, eine Erinnerung hinterlassen und gemeinsam weiter radeln – in gemächlichem Tempo, damit niemand abgehängt wird.
Gegen die Global City 2016, die Stadt der krassen Klassengegensätze, die Stadt der Ausgrenzung und der Vertreibung setzen wir einen Kontrapunkt: Frankfurt für Alle – #Stadt für Alle!

Hinterlassen wir zwei, drei, viele ,Stadt für Alle‘! Transparente, Luftballons, Schablonen, Sprühkreide, Konfetti, Wasserpistolen, Super Soaker ... – Bringt alles mit, was unsere Fahrradtour ausdrucksstark und vielfältig macht!

Eine Einladung der Interventionistischen Linken [IL*]
und der Kampagne „Eine Stadt für Alle! Wem gehört die ABG

STATIONEN DER FAHRRADTOUR
CAMPUS BOCKENHEIM: ein markanter Ort der Privatisierung ehemals öffentlichen Grund und Bodens und der Kasernierung von Geflüchteten – aber auch des Widerstands und der Kämpfe um ein Offenes Haus der Kulturen;
WESTEND: das klassische Frankfurter Viertel der Gentrifizierung – und schon in den 1970er Jahren Zentrum des „Häuserkampfs“ und der ersten Hausbesetzungen;
AM OPERNPLATZ: hier steht mittlerweile nicht nur die wilhelminische Alte (Protz-)Oper, sondern auch das „5-Sterne plus“ Luxushotel „Opernplatz 14“ – eine weitere Herberge für Superreiche, hineingeklotzt in den Anlagenring, wider jedes Mindestmaß ökologischer Stadtplanung;
EUROPAVIERTEL UND GALLUS: entlang der „Europaallee“ wird ein Luxuswohnhochhaus neben dem anderen gebaut, während im alten Gallusviertel die Gentrifizierung tobt – und sich Mieter_innen gegen Verdrängung und unverschämte Mietsteigerungen zur Wehr setzen;
BAHNHOFSVIERTEL: städtisch geförderte Gentrifizierung, Leer- stand und Luxusneubauten – und dazwischen immer wenige Räume für alle, die sich nicht in das Bild der glitzernden Global City fügen;
OSTEND: aktuell einer der Stadtteile mit den am stärksten steigenden Mieten und besonders dramatischer Häuserkämpfe – z.B. in der C Wingertstraße, wo Mieter_innen seit mehreren Jahren erfolgreich gegen ihre geplante Vertreibung Widerstand leisten;

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