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Aktualisiert: vor 47 Minuten 52 Sekunden

Rote Zone: Prendiamoci la città

3. August 2022 - 4:07

Der Kampf um die Stadt im Italien der 70er Jahre

1971 Bologna, Italien: Die linksradikale Organisation Lotta Continua beschließt ihr Programm unter dem Motto „Nehmen wir uns die Stadt!“. Was heute wie eine alleinige Recht auf Stadt Parole klingt, verstehen die Militanten der Lotta Continua als Möglichkeit Kämpfe um die Stadt zu verbinden: Streiks, Aneignungen und Besetzungen werden über die Fabriken hinaus auf den urbanen Raum angewandt.

Nach nur einem Jahr richtete sich die Organisation neu aus und das Programm wurde verworfen, doch vieles von dem was damals diskutiert wurde, hat bis heute soziale Bewegungen geprägt. Uns ist klar, das die Zeiten heute andere sind als damals. Doch inspirieren uns Praxen die die Genoss_innen damals entwickelt haben noch heute.

Was hat bis heute überdauert, was ist leider in Vergessenheit geraten und was wurde zurecht verworfen? Begleitet uns auf unserem Streifzug durch die Debatten und die Praxis von Lotta Continua im Italien der 1970er Jahre.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

Das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen als institutionalisierter Rassismus

3. August 2022 - 4:00

Wer das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen gegen geflüchtete Rom_nja-Familien und vietnamesische Vertragsarbeiter_innen verstehen will, muss sich mit institutionalisiertem Rassismus als entscheidenden Faktor bei der Entstehung dieses Pogroms auseinandersetzen. Damit sind zum einen rassifizierende wie diskriminierende Diskurse und Praktiken nicht zuletzt in Politik, Verwaltung und Medien im Umgang mit Flucht, Migration und Menschen of Color im wiedervereinten Deutschland in den frühen 1990er Jahren gemeint. Das Zusammenwirken dieser Institutionen erzeugte ein gesellschaftliches Klima, in dem rassistische Angriffe und Morde in breiten Bevölkerungskreisen beklatscht wurden.
Institutionalisierter Rassismus spielt im damaligen wie heutigem Umgang mit diesem Pogrom eine fundamentale Rolle. So stellt sich die Frage, warum ausgerechnet in diesem Fall nicht nur die politische, sondern auch die juristische Aufarbeitung im Nachgang gescheitert sind. Trotz der überragenden gesellschaftlichen und kulturpolitischen Bedeutung dieses Ereignisses fanden die wissenschaftliche Analyse und erinnerungspolitische Auseinandersetzung zunächst nicht wirklich statt. Auch nach ihrem zögerlichen Einsetzen verlief dieser Prozess schleppend und unbefriedigend, so dass nach unterschiedlichen Motiven und Interessen der beteiligten Akteur*innen bei der Aufarbeitung gefragt werden muss. Die Ereignisse vom 22. bis 26. August 1992 in Rostock-Lichtenhagen werden in der Regel nach wie vor in den Medien als Ausschreitungen und Übergriffe bezeichnet und sind als sogenannte Krawalle in Erinnerung geblieben. Diese sprachlichen und erinnerungspolitischen Euphemismen zeigen, dass das Pogrom in der weißen deutschen Mainstreamgesellschaft bis heute nicht wirklich verstanden und verarbeitet wurde.
Referent: Dr. Kien Nghi Ha, promovierter Kultur- und Politikwissenschaftler, forscht zu Asian German Studies an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

Antimilitaristische Aktionen im Juli

1. August 2022 - 12:01
Die Kriege dieser Welt gehen unvermindert weiter, es sterben täglich Menschen und die deutsche Rüstungsindustrie macht den Profit des Jahrzehnts. Vom 30.8 bis zum 4.9. sind Aktionstage in Kassel vom Rheinmetall Entwaffnen Bündnis. Wir wollen der Rüstungsindustrie in die mörderische Suppe spucken.

 

Aber auch hier fanden Aktionen gegen den Krieg statt:

Am 22.7. veranstaltete das Friedensforum eine Demonstration und eine Riesentranspi-Aktion, welche von der Lorenzkirche durch die Innenstadt ging. Wir beteiligten uns daran und warben auch dafür, mit nach Kassel zu den Aktionstagen zu fahren. Wir hielten die folgenden inhaltlichen Kurz-Beitrag leisteten:

Hallo!

Seit Viereinhalb Monaten ist Krieg in der Ukraine. Ein weiterer Krieg. Neben Jemen, Syrien und Mali steht dieser besonders im Fokus. Diesen Krieg nehmen die Herrschenden weltweit und in der BRD zum Vorwand, um einmal hemmungslos aufzurüsten. Die Rüstungsindustrie der BRD ist immer vorn dabei, wenn es darum geht, Krieg mit Waffen zu befeuern. Sie gehört zu den Top-5 der Waffenexporteure. Dabei ist es ihr egal, welche Seite sie beliefert. Aktuell profitiert sie vor allem davon, dass ein sogenannter "Waffenringtausch" stattfindet, d.h. dass osteuropäische Staaten ihre Waffensysteme modernisieren, die alten Waffen an die Ukraine weitergeben und das alles von der BRD bezahlt wird. Ferner, dass 100 Mrd. in die Modernisierung der Bundeswehrausstattung gesteckt werden.
Nürnberg ist ein traditionell wichtiger Standort von Waffenschmieden wie  etwa Diehl, MAN und Saab. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass hier in Nürnberg und in der Region Waffen hergestellt und verschickt werden. Jüngst wurde bekannt, dass Diehl Defense in Röthenbach an der Pegnitz "Iris-T" Boden-Luft-Raketen in die Ukraine liefern soll. Diese Waffe hat eine Reichweite von 40 - 80 km. 
Ein noch wichtigerer Standort für die Waffenindustrie ist Kassel. Dort befinden sich die Produktionsstätten von Rheinmetall, EADS, Airbus und eine Vielzahl anderer Größen in dem Bereich. Wir werden uns nicht nur hier auf die Region beschränken sondern die Aufmerksamkeit der aktuell stattfindenden Documenta 15 nutzen, dort der Waffenindustrie ins Handwerk zu pfuschen. Wir wollen vom 30.-4.9. dorthin fahren, campen und schließlich an den Aktionstagen teilnehmen. Ich hoffe wir sehen uns! Rheinmetall und alle anderen Rüstungsbetrieben entwaffnen!

Am 27.7. rief die Antifa-Aktionskneipe zu einer Kundgebung vor dem Standort von  Diehl in der Stephanstraße auf, woran wir uns ebenfalls beteiligten und folgende Rede hielten:

Militarisierung und Aufrüstung  sind zurück - in einem in den letzten Jahren unvorstellbaren Ausmaß. Natürlich wissen wir: diese Pläne lagen längst in den Schubladen. Die Träume über die neuerlichen Bewaffnung deutscher Großmachtsphantasien waren lange geschrieben und werden seit vielen Jahren voran getrieben. So gut wie alles, was nun im Rahmen des 100 Milliarden Kriegskredits beschafft werden soll, war auch schon vor dem russischen Angriffskrieg geplant. Das Gerede von der Zeitenwende überdeckt, was wir wirklich erleben: die Eskalation einer kriegerischen Politik, die mehr und mehr die ganze Gesellschaft erfasst. Olaf Scholz’ »Zeitenwende« ist in Wirklichkeit ein Zeitraffer. Das Möglichkeitsfenster, das unser kollektiver Schockzustand nach dem Beginn des Krieges geöffnet hat, wurde routiniert ausgenutzt.

Wir haben 100 Milliarden bessere Ideen und brauchen 100 Milliarden Euro für Gesundheit, Bildung und den ökologischen Wandel.
Krieg beginnt hier! Hier sind es Diehl, MAN oder Saab, um nur die größten Nürnberger Waffenproduzenten zu nennen.
In der Diehl Konzernzentrale und auch anderswo explodieren die Aktienkurse angesichts von 100 Milliarden in den Rachen der deutschen Rüstungsindustrie! Diehl soll das modernste Flugabwehrsystem, IRIS-T, der deutschen Rüstungsproduktion an die Ukraine liefern. Wir haben also allen Grund, die Rüstungsproduktion vor unserer eigenen Haustür ins Visier zu nehmen.

Krieg beginnt hier:
Eine Stadt steht wie kaum eine andere deutsche Stadt für Rüstungsproduktion und ihre Kontinuitäten seit dem deutschen Faschismus: Kassel ist ein Zentrum der Produktion deutscher Waffen, die weltweit Menschen den Tod bringen.
Panzer aus Kassel finden sich in allen  oft vergessenen Kriegen unserer Tage, im Jemen genauso wie auch dieses Jahr wieder im völkerrechtswidrigen Krieg gegen unsere kurdischen Freund*innen in Rojova. In diesen Tagen sterben wieder täglich Menschen, Zivilist*innen und Kämpfer*innen der kurdischen Befreiungsbewegung durch die Bombadierungen ziviler Infrastruktur und durch den Truppenaufmarsch der Türkei. Eine Invasion steht unmittelbar bevor. Kein Wort dazu von unserer sog. fem. Außenministerin - stattdessen soll die „verlässliche Partnerschaft“ vertieft werden, es braucht die Türkei ja für illegale Pushbacks von Geflüchteten und andere dreckige Deals, um die EU von Geflüchteten und den Verdammten dieser Erde abzuschotten. Dass die Türkei NATO Mitglied ist, zeigt eine Tatsache umso deutlicher: Die NATO ist ein Kriegsbündnis, das weltweit Kriege im Namen der "westlichen Werte" und westlichen Kaptialinteressen führt.

 

Krieg beginnt hier:
In diesem Jahr sind die Augen der Kunstwelt auf Kassel gerichtet, es ist die documenta15. Viele tausend Besucher*innen  aus der ganzen Welt werden für die größte Kunstausstellung der Welt in die Stadt kommen. Wir wollen das nutzen, um nach Blockadeversuchen in den letzten Jahren endlich das Schweigen der Stadtgesellschaft in Kassel über ihre Rüstungsfirmen zu brechen und die Kriegsproduktion in Kassel für eine Woche zu unterbrechen.
Als Internationalist*innen und Antimilitarist*innen stehen wir solidarisch an der Seite derer, die sich gegen Kriege auflehnen – die sabotieren, desertieren, sich entziehen. Wir kämpfen mit denen, die ihren Kriegsherren die Gefolgschaft verweigern. Solidarität bedeutet die kriegstreiberische Hetze zurückzuweisen und zu erkennen, dass unsere Verbündeten jenseits der Fronten stehen. Die Grenze verläuft noch immer zwischen oben und unten.

Wir sind nicht allein. Unsere Genoss*innen sind in Italien, Südafrika, Australien, in Russland und auch in der Ukraine. Wir sind viele, und wir sind vielfältig. Wir sind die Kurdistan-Solidarität, wir sind der Kampf gegen die Grenzregime, wir sind Gewerkschaftler*innen, wir sind die Klimagerechtigkeitsbewegung, wir sind Feminist*innen und Pazifist*innen. Der Kampf gegen Militarisierung eint uns, denn sie bedroht uns alle. Lasst uns in dieser widerständigen Vielfalt zusammenkommen – lasst uns gemeinsam leben, lernen und kämpfen.

 

Wir rufen euch auf, vom 30.08. bis 04.09.2022 zu Camp, Aktionstagen und Demonstration nach Kassel zu kommen. Die Welt beobachtet und besucht diese Stadt. Und sie soll unseren Widerstand sehen.

Schließlich wollen wir auch die Kämpfe mit der Klimabewegung verknüpfen und beteiligten uns an der Fridays-for-Future-Raddemo am 29.7. um 15.00h und hielten folgende Rede:

Ich wurde gebeten, hier etwas über den Zusammenhang von Krieg und Klimazerstörung, von Klimaschutz und Antimilitarismus zu sagen. Das mache ich gerne, denn eine Beendigung aller Kriege, die Abschaffung aller Militärapparate bzw Kriegsbündnisse weltweit und der Erhalt einer Erde, auf der Leben wie wir es kennen möglich ist, gehören untrennbar zusammen.

Denn Krieg zerstört Mensch und Natur.
Das US-amerikanische Verteidigungsministerium, um nur das Land mit dem größten Militär und der größten Kriegsproduktion weltweit herauszugreifen, ist die Institution weltweit mit dem höchsten Verbrauch von fossilen Brenstoffen.

2017 lagen die Treibhausgasemissionen der Einätze des US Militärs außerhalb der Vereinigten Staaten bei 59 Millionen Tonnen CO2. Das entspricht etwa der Menge, die die zwei Industriestaaten Dänemark und Schweden gemeinsam freisetzen. Bezieht man die durch Rüstungsproduktion und durch Truppenübungen verursachten Treibhausgasemissionen mit ein, liegen sie noch deutlich höher.

So groß der Anteil von Krieg und Militär an der Zerstörung der Natur ist, so schwer ist es, genaue Zahlen darüber zu erfahren. Auf Drängen der US Regierung, wurden die Emissionen von UN-Einsätzen aus den verpflichtenden Berichten der Saaten nach dem Kyoto Protokoll ausgeklammert.

Es gibt nichts zerstörerischeres und umweltschädlicheres als Krieg.
Nicht nur durch die enormen Emissionen. Auch durch den Einsatz von Kriegsgeräten und chemischen Kampfstoffen wie zuletzt durch den „NATO Partner“ Türkei gegen die kurdische Befreiungsbewegung und natürlich durch Langzeitschäden an Mensch und Natur.

Gleichzeitig erleben wir gerade: Militarisierung und Aufrüstung sind zurück - in einem in den letzten Jahren unvorstellbaren Ausmaß.
Natürlich wissen wir: diese Pläne lagen längst in den Schubladen. Die Träume über die erneute Bewaffnung deutscher Großmachtsphantasien waren lange geschrieben und werden seit vielen Jahren vorangetrieben. So gut wie alles, was nun im Rahmen des 100 Milliarden Kriegskredits beschafft werden soll, war auch schon vor dem russischen Angriffskrieg geplant. Olaf Scholz’ »Zeitenwende« ist in Wirklichkeit ein Zeitraffer. Das Gerede von der Zeitenwende überdeckt, was wir wirklich erleben: die Eskalation einer kriegerischen Politik, die mehr und mehr die ganze Gesellschaft erfasst. Das Möglichkeitsfenster, das der kollektive Schockzustand nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine geöffnet hat, wurde von den Herrschenden routiniert ausgenutzt.

Wir haben 100 Milliarden bessere Ideen. Wir brauchen 100 Milliarden Euro für Gesundheit, Bildung, den ökologischen Wandel. Wir brauchen 100 Milliarden für diese kleine Schritte hin zu einem guten Leben für alle.

Leider ist die Realität eine andere: Denn Krieg beginnt hier! Der Tod ist gestern wie heute ein Meister aus Deutschland.
Hier in Nürnberg sind es Diehl, MAN oder Saab, um nur die größten Waffenproduzenten zu nennen. Diehl produziert unter anderem Raketensysteme, Munition und Streubomben, die weltweit Menschen den Tod bringen.

In der Diehl Konzernzentrale in der Südstadt, bei Rheinmetall und Kraus-Maffei-Wegmann in Kassel, bei Heckler und Koch, Airbus, Siemens und Co knallen die Champagnerkorken in den Vorstandsbüros. Denn bei allen diesen todbringenden Unternehmen explodieren die Aktienkurse angesichts von 100 Milliarden in den Rachen der deutschen Rüstungsindustrie!
Diehl soll das modernste Flugabwehrsystem der deutschen Rüstungsproduktion an die Ukraine liefern. Wir haben also allen Grund, die Rüstungsproduktion vor unserer eigenen Haustür ins Visier zu nehmen.

Krieg beginnt hier:
Eine Stadt steht wie kaum eine andere deutsche Stadt für Rüstungsproduktion und ihre Kontinuitäten seit dem deutschen Faschismus: Kassel ist seit dem Ersten Weltkrieg ein Zentrum der Produktion deutscher Waffen.
Panzer aus Kassel finden sich in allen oft vergessenen Kriegen unserer Tage, im Jemen genauso wie im völkerrechtswidrigen Krieg gegen unsere kurdischen Freund:innen in Rojova. Täglich sterben Menschen, Zivilist:innen und Kämpfer:innen der kurdischen Befreiungsbewegung durch die Bombadierungen ziviler Infrastruktur und durch den Truppenaufmarsch der Türkei. Immer und überall sind deutsche Waffen an Tod und Zerstörung beteiligt. Eine türkische Invasion steht unmittelbar bevor. Kein Wort dazu von unserer sogenannten feministischen Außenministerin - stattdessen soll die „verlässliche Partnerschaft“ vertieft werden, es braucht die Türkei schließlich für illegale Pushbacks von Geflüchteten und andere dreckige Deals, um die EU von Geflüchteten und den Verdammten dieser Erde abzuschotten.

Kassel ist dabei nicht nur die Hauptstadt der deutschen Rüstungsindustrie, mit Wintershall DEA hat auch der größte deutsche Mineralölkonzern dort seinen Hauptsitz.

Krieg beginnt hier:
In diesem Jahr sind die Augen der Kunstwelt auf Kassel gerichtet, es ist die documenta15. Viele tausend Besucher:innen  aus der ganzen Welt werden für die größte Kunstausstellung der Welt in die Stadt kommen. Wir wollen das nutzen, um nach Blockadeversuchen in den letzten Jahren endlich das Schweigen der Stadtgesellschaft in Kassel über ihre Rüstungsfirmen zu brechen und die Kriegsproduktion in Kassel für eine Woche zu unterbrechen.

Als Internationalist*innen und Antimilitarist*innen stehen wir solidarisch an der Seite derer, die sich gegen Kriege auflehnen – die sabotieren, desertieren, sich entziehen. Wir kämpfen mit denen, die ihren Kriegsherren die Gefolgschaft verweigern. Solidarität bedeutet die kriegstreiberische Hetze zurückzuweisen und zu erkennen, dass unsere Verbündeten jenseits der Fronten stehen. Die Grenze verläuft noch immer zwischen oben und unten.

Wir sind nicht allein. Unsere Genoss:innen sind in Italien, Südafrika, Australien, in Russland und in der Ukraine. Wir sind viele, und wir sind vielfältig. Wir sind die Kurdistan-Solidarität, wir sind der Kampf gegen die Grenzregime, wir sind Gewerkschaftler:innen, wir sind die Klimagerechtigkeitsbewegung, wir sind Feminist:innen und Pazifist:innen. Der Kampf gegen Militarisierung eint uns, denn sie bedroht uns alle.

Wir laden alle ein, vom 30.08. bis 04.09.2022 zu Camp, Aktionstagen und Demonstration nach Kassel zu kommen.
Die Welt beobachtet und besucht diese Stadt. Und sie soll unseren Widerstand sehen.

Am Bardentreffen warben wir dafür, nach Kassel mitzukommen, um an den Aktionstagen teilzunehmen. Mal Èlevè sagte in etwa folgendes:

Aufrüstung stoppen – Rheinmetall entwaffnen.

Wir wollen nach Kassel fahren.

Warum dahin?
Kassel  ist einer der wichtigsten Rüstungsstandorte in der BRD UND  es findet die  Documenta 15 statt  (größte Kunstmesse der Welt) . Das beduetet Aufmerksamkeit. Es besteht dieses mal eher die Chance, nicht ignoriert zu werden.

 

Warum eigentlich?
Militarisierung der Gesellschaft nimmt zu,  Aufrüstung ist im Zuge des Ukraine-Krieges ist wieder auf dem Vormarsch. Das hat massive Auswirkungen auf die Gesellschaft . Wir haben da  #100MrdBessereIdeen. Rüstung verlängert Kriege, schafft neue. Deutsche Rüstungskonzerne gehören zu den Top 10, profitieren massiv an allen Kriegen: Ukraine, Jemen, Syrien...uvm.

Was soll passieren?
Blockaden:  Idealerweise wird kein Rüstungsgut produziert die Woche.

 

Wann?
30.8. - 4.9. Camp und Aktionstage
Massenaktion am 2.9 und Großdemonstration am 3.9.

Wie kommen wir da hin?
Gemeinsame Zugtreffpunkte zur Anreise werden hier bald noch veröffentlicht.


 

Infoveranstaltung zum Aktionscamp in Kassel - Gegen Krieg, Aufrüstung und grünen Kapitalismus!

30. Juli 2022 - 17:28
...auf gehts nach Hamburg zu Ende Gelände und nach Kassel zu Rheinmetall Entwaffnen!
In Indien fallen aufgrund einer Hitzewelle die Vögel vom Himmel, Rheinmetall-Aktien befinden sich auf einer Höchstmarke, im Pazifik gehen bereits Inseln unter, die Bewohner*innen werden ihrer Heimat beraubt, in Europa herrscht ein neuer Krieg, das deutsche Parlament genehmigt 100 Milliarden Sondervermögen für die Bundeswehr, der Bau von bis zu zwölf Flüssiggas-Terminals ist in Planung und deutsche Waffenexporte erreichen ein Rekordhoch.
Ziehen wir den Kopf aus dem Sand und kämpfen gemeinsam für eine gerechte, solidarische Welt für alle! Fahren wir gemeinsam zu ENDE GELÄNDE, vom 9. bis 15. August im Großraum Hamburg, und stellen uns gegen den Bau neuer LNG-Terminals und blockieren den Hamburger Hafen, den Ort neokolonialer Ausbeutung.
Danach ab nach Kassel zur Kunstausstellung documenta. Vom 29. August bis zum 4. September werden dort die Aktionstage von RHEINMETALL ENTWAFFNEN stattfinden. Die documenta wird von dem indonesischen Kollektiv ruangrupa kuratiert, das die Bedeutung von Nachhaltigkeit und globaler Gerechtigkeit besonders betont. Der Rüstungsstandort Kassel, mit Fabriken von Rheinmetall und KraussMaffei-Wegmann, steht diesem Anspruch klar entgegen und das werden wir deutlich machen!

✊⛺️ Wo wird gecampt, welche Aktionen finden statt, wie reise ich an? ... Kommt zur Infoveranstaltung ins Café KOZ und erfahrt alles, was ihr über Ende Gelände und Rheinmetall Entwaffnen wissen müsst!
⛺️✊
** im Anschluss gemeinsame Drinks
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Info und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Rostock-Lichtenhagen

27. Juli 2022 - 16:24

Am 27. August 2022 findet in Rostock-Lichtenhagen unter dem Motto "Damals wie heute: Erinnern heißt verändern!" eine Großdemo statt. Wir informieren zu Hintergünden, Anreise und Ablauf.

Vor 30 Jahren kam es in Rostock-Lichtenhagen vor der Aufnahmestelle für Asylbewerberinnen zu rassistischen Ausschreitungen gegenüber Geflüchteten und ehemaligen Vertragsarbeiterinnen. Die Polizei schreitet kaum ein und zieht sich schließlich ganz zurück. Unter dem Motto "Damals wie heute – Erinnern heißt verändern!" werden wir daher am 27. August in Rostock-Lichtenhagen wieder auf die Straße gehen und fordern, dass aus dem Erinnern ein Handeln folgt und rassistische Gewalt bekämpft wird!
Für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, Ausgrenzung und Unterdrückung!

Bereits ab 18 Uhr gibt es Essen bei der Küche für Alle

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

Info und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Rostock-Lichtenhagen

27. Juli 2022 - 16:24

Am 27. August 2022 findet in Rostock-Lichtenhagen unter dem Motto "Damals wie heute: Erinnern heißt verändern!" eine Großdemo statt. Wir informieren zu Hintergünden, Anreise und Ablauf.

Vor 30 Jahren kam es in Rostock-Lichtenhagen vor der Aufnahmestelle für Asylbewerberinnen zu rassistischen Ausschreitungen gegenüber Geflüchteten und ehemaligen Vertragsarbeiterinnen. Die Polizei schreitet kaum ein und zieht sich schließlich ganz zurück. Unter dem Motto "Damals wie heute – Erinnern heißt verändern!" werden wir daher am 27. August in Rostock-Lichtenhagen wieder auf die Straße gehen und fordern, dass aus dem Erinnern ein Handeln folgt und rassistische Gewalt bekämpft wird!
Für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, Ausgrenzung und Unterdrückung!

Eine Veranstaltung des SDS Hannover, der ver.di Jugend Hannover-Heide-Weser und der Interventionistischen Linken Hannover.

Rote Zone: Das Sonnenblumenhaus

27. Juli 2022 - 1:32

Das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen, Hörspiel mit anschließender Diskussion mit Dan Thy Nguyen

2014 entwickelte und produzierte Dan Thy Nguyen das Theaterstück „Sonnenblumenhaus“ über das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen, welches 2015 in seiner Hörspielversion die „Hörnixe“ gewonnen hat.

Das Theaterstück dokumentiert das größte und fast vergessene Pogrom der deutschen Nachkriegsgeschichte und verarbeitet die Sicht der Überlebenden. 1992 belagerten hunderte Neonazis und tausende Anwohnerinnen tagelang eine Erstaufnahmestelle für Asylsuchende und einen angrenzenden Wohnblock ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiterinnen in Rostock-Lichtenhagen. Über Tage heizte sich die Stimmung auf, ohne dass die Polizei nennenswert intervenierte. Schließlich flogen Brandsätze und die Gebäude wurden gestürmt.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

Austausch-Treffen für FLINTA*

18. Juli 2022 - 12:54
zur Veröffentlichung von Fällen sexualisierter Gewalt mit Outing eines Täters, der in der Interventionistischen Linken organisiert war Austausch-Treffen für FLINTA* zur Veröffentlichung von Fällen sexualisierter Gewalt mit Outing eines Täters, der in der Interventionistischen Linken (K2, Köln) organisiert war

Di, 02.08.22 um 19 Uhr im Centro Sociale, Sternstraße 2, Hamburg

Am 11. und 12. Juli 22 veröffentlichten wir Fälle sexualisierter Gewalt und outeten einen Täter, der bei uns in der Interventionistischen Linken organisiert war. Der Täter ist nicht mehr Teil unserer Struktur.

Weitere Informationen zum Fall findet ihr hier (Hinweis: in dem Text geht es um sexualisierte Gewalt. Sie wird teilweise explizit beschrieben): https://de.indymedia.org/node/207738

Wir laden zu einem Treffen für FLINTA* - also Frauen, Lesben, Inter*Personen, Nicht-Binäre Personen, trans*Personen und Agender*Personen ein. Bei dem Treffen werden wir Informationen zu dem Fall zusammenfassen und unsere Arbeitsweise im Umgang mit Fällen von sexistischer Gewalt vorstellen. Wir möchten Strategien von Tätern im Fall von Veröffentlichungen benennen sowie Mythen, die nach Veröffentlichungen von sexualisierter Gewalt häufig kursieren, darstellen. Uns ist wichtig einen Austauschraum zu schaffen und zu erfahren, welche Gedanken, Fragen und Bedürfnisse bei euch entstanden sind, nachdem ihr die Veröffentlichung gelesen habt.

Wir bemühen uns bei Treffen um ein rücksichtsvolles Diskussionsverhalten und bitten euch alle auch darum. Täterschutz werden wir keinen Raum geben.


Wenn ihr betroffen oder potentiell betroffen seid, meldet euch jederzeit per E-Mail bei uns, wenn ihr mögt:
hamburg.ansprechgruppe@interventionistische-linke.org
oder überregional
betroffenensupport@interventionistische-linke.org

Wir behandeln alle Informationen absolut vertraulich. Es ist selbstverständlich auch möglich, sich anonym an uns zu wenden.

Für ein Ende der hesslichen Zustände! Entnazifizierung Jetzt!

16. Juli 2022 - 14:55
Rede zur Urteilsverkündung im Prozess gegen Franco Albrecht in Frankfurt Der Fall von Franco Albrecht ist keine rein hessische Sache und doch zeigt es, Hessen hat ein extrem rechtes Problem. Und was für ganz Deutschland gilt, zeigt sich in Hessen wie im Brennglas:
Der vermeintliche „Einzelfall“ ist zum inoffiziellen Synonym für rechte Netzwerke geworden, die in Polizei, Bundeswehr, Verfassungsschutz und anderen Behörden aktiv sind. Das spannt zwar einen größeren Bogen, doch zahlreiche dieser vermeintlichen „EinzelFälle“ zeugen vom strukturellen Rassismus und rechten Strukturen in Behörden und Gesellschaft:

Die Morde von Hanau;
das Attentat von Wächtersbach;
die Mordserie des sog. „NSU“ und dessen Verstrickungen in die Kasseler Neonazi-Szene, zu der auch der Lübcke-Mörder Stephan Ernst gehörte;
die Drohungen des „NSU 2.0“ an Personen, deren Daten aus hessischen Polizeicomputern (in Frankfurt und Wiesbaden) abgerufen worden waren;
die Verteilung von Waffenscheine an rechte Gewalttäter;
die rassistischen Polizeikontrollen beim Opernplatz, auf der Zeil, im Bahnhofsviertel;
die auf unbekanntem Wege „verschwundenen“ Waffen aus dem Frankfurter Polizeirevier;
die rechten Chatgruppen in der hessischen Polizei;
die Auflösung des SEK;
ein rassistischer Bombembastler der für die hessische CDU kanditierte;
die Abschiebungen der schwarz-grünen Landesregierung.

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen und fast täglich aktualisieren.
Hessen ist voller vermeintlicher Einzelfälle!

Vor allem die Polizei ist dabei mit Sicherheit nur Eines: keine Sicherheit! – sondern eine Bedrohung für zu viele von uns!

Sicherheit schaffen auch keine anderen öffentliche Einrichtungen, so bekam es die Goethe Uni nicht mal auf die Reihe, ihre eigenen Studierenden vor Franco Albrecht zu schützen, ihn zu exmatrikulieren, oder ihm ein Betretungsverbot zu erteilen, es zeigt nur:

Wir müssen selbst die Konsequenzen ziehen, denn nicht erst seit gestern wissen wir, dass wir uns auf die Behörden im antifaschistischen Kampf nicht verlassen können!
Diese hesslichen Zustände müssen endlich Konsequenzen haben!

Konsequenzen statt Einzeltäter-Märchen!Anfang des Jahres 2021 sprach das Oberlandesgericht Frankfurt das Urteil gegen den Neonazi Stephan Ernst aus, ließ Mittäter und Verbindungen in die rechte Szene aber unangetastet.
Heute wurde hier ein Soldat der Bundeswehr, der Offenbacher Franco Albrecht vom OLG in Frankfurt verurteilt, weil er Anschläge auf Politiker und Aktivist*innen der Zivilgesellschaft geplant hatte. Seine rechten Netzwerke blieben dabei völlig unbelichtet.

Am Fall von Franco Albrecht, der Teil des extrem rechten Uniter Netzwerkes, in dem sich Polizist*innen, Soldat*innen und Waffenhändler rumtreiben, war, zeigt sich exemplarisch, dass die Bundeswehr weiterhin ein Tummelplatz für Rechtsterroristen und solche, die es werden wollen, ist.
Es reiht sich ein in die Fälle der extrem rechten KSK Einheit, den rechten Umtrieben im Reservistenverband und dem MAD selbst und der Verstrickungen des Uniter Netzwerkes in der Bundeswehr. Selbst der hausinterne Geheimdienst MAD zählt zur Zeit 550 rechtsextreme Verdachtsfälle sowie 57.000 Schuss Munition und 75 Schusswaffen, die in den letzten acht Jahren entwendet wurden.
Die AfD nimmt bei all diesen „Einzelfällen“ eine Scharnierfunktion ein: Einerseits als geistige Brandstifter*innen, andererseits im Fall von Franco Albrecht unmittelbar und personell, da sein Komplize Maximilian Tischer für den hessischen AfD-Bundestagsabgeordneten Jan Nolte gearbeitet hat und inzwischen selbst ein fester AFD Kader ist.

In Prozessen wie diesen bleiben die dahinterliegenden Netzwerke wie Uniter und munitionshortende Nazis in der Bundeswehr ignoriert. Diejenigen, die angeklagt werden, kommen ohne oder nur mit lächerlichen Urteilen davon. Dieses Verfahren und auch die Verurteilung bestätigen wieder nur die staatlich verfolgte These des Einzeltäters und blendet die strutkurellen Probleme des Sicherheitsapparates aus. Dieser ist von rassistischen und rechten Strukturen durchsetzt!
All das zeigt: Auf Gerichte und Behörden können wir uns im Kampf gegen Rassismus und faschistischen Terror nicht verlassen.

Wir wollen nicht nur weiter „Einzelfälle“ zu Protokoll nehmen!
Es muss Konsequenzen haben, Nazi zu sein!
Jede Institution muss zur Entnazifizierung gezwungen werden!
Es muss zum Risiko werden, Nazi zu sein!

Es ist nun an uns, unsere Ohnmacht in Wut zu verwandeln, es ist an uns, Konsequenzen zu ziehen!
Wir werden den Faschist*innen und Rassist*innen die Straßen, Schulen und Betriebe nicht überlassen!
Wir wollen, dass die Angst die Seiten wechselt!

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