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Aktualisiert: vor 39 Minuten 30 Sekunden

Solidarisch durch die Krise! Recht auf Gesundheit verteidigen – gegen “Querdenken” und Corona!

3. Dezember 2020 - 15:46

Keine Frage – es gibt eine Menge guter Gründe gegen staatliche Maßnahmen im Zuge der Coronakrise zu protestieren. Denn die Last der Krise liegt nicht auf dem Rücken derjenigen, die mehr als genug haben. Nein, die Last der Krise tragen vorallem Lohnabhängige, FLINTA (Frauen, Lesben, Inter-, Nonbinary-, Trans-, Agender-Personen) und People of Colour – also all jene, die sowieso ausgebeutet, marginalisiert oder diskriminiert werden.

Während große Unternehmen vom Staat mit millionenschweren Hilfspaketen subventioniert werden, haben hunderttausende Lohnabhängige durch Stellenabbau den Job verloren. Noch viele mehr müssen um ihre wirtschaftliche Existenz bangen und Kultur- und Gastronomietreibende gehen massenweise pleite. Zu den subventionierten Großkonzernen gehören zu allem Übel in erster Linie Akteure der Flug- und Autoindustrie, die maßgeblich zur Klimakatastrophe beitragen.Zusätzlich wird ein Lockdown verhängt, der nur für unser Privatleben, aber nicht für unsere Arbeit gilt. Wir sollen uns also im Privaten einschränken, um uns dann in der Schule, im Büro, im Krankenhaus oder in der Fabrik mit dem lebensgefährlichen Virus anzustecken? Diese Maßnahmen dienen nicht dem Schutze unserer Gesundheit. Sie dienen nur dem wirtschaftlichen “Weiter so“, damit all die, die schon von der Krise profitiert haben, auch weiterhin profitieren.
Denn während die größtenteils weißen, männlichen Reichen über die kleinen Einbrüche ihrer gewaltigen Profite jammern, sind es meist FLINTA, die neben ihren Jobs auch noch die angestiegene Sorgearbeit für Kinder, Partner und Verwandte leisten müssen – ganz ohne Bezahlung. Und es sind meist FLINTA und Kinder, die, wenn sie sich zu Hause in Quarantäne begeben müssen, unter der enorm angestiegenen häuslichen Gewalt von Männern leiden, über die auch schon vor Corona niemand reden wollte.
In den schon vorher völlig unterbesetzen und miesbezahlten Jobs in den Krankenhäusern und Pflegebetrieben ändert sich derweil nichts. Völlig ausgelaugte Pfleger*innen bekommen anstatt mehr Kolleg*innen und höheren Löhnen, lediglich Applaus aus dem Bundestag. Das privatisierte Gesundheitssystem steht kurz vor dem Kollaps. Das liegt aber nicht daran, dass es nicht genug Ressourcen gäbe, um so eine Extremsituation zu bewältigen, sondern daran, dass auch hier Profite mehr zählen als die gute medizinische Versorgung von allen – selbst in Zeiten einer globalen Pandemie!
Und während einige die Krise im Homeoffice verbringen, werden Arbeiter*innen aus Osteuropa von ihren Sammelunterkünften in die Schlachtbetriebe oder aufs Spargelfeld gekarrt, wo innerhalb kürzester Zeit Corona-Infektionherde entstehen. Dieser Umgang wiederfährt auch den vielen Geflüchteten, die in Massenunterkünften untergebracht sind oder in den überfüllten Lagern an der EU-Außengrenze in katastrophalen Verhältnissen zurückgelassen werden – ihnen wird dort durch die unwürdigen Lebensverhältnisse jede Möglichkeit zu einem effektiven Infektionsschutz genommen. Corona-Maßahmen werden dort lediglich dazu missbraucht, die ohnehin entrechteten Refugees noch weiter zu kontrollieren und zu drangsalieren.
Während also nur über die Wirtschaft geredet wird, spielt das psychische Wohl all derer, die unter den Maßnahmen und der Einsamkeit leiden, keine Rolle. Anstatt massenhaft in psychologische Beratungsstellen und soziale Arbeit zu investieren, werden lieber die rechten Sicherheitsbehörden gestärkt und der öffentliche Raum militarisiert, um die Maßnahmen notfalls mit Gewalt durchzusetzen. Darunter leiden wieder vor allem die, die auch schon vor der Krise im Fadenkreuz der rassistischen Polizei standen: Schwarze und indigene Menschen sowie People of Color und andere marginalisierte Gruppen. Grundlegende Freiheitsrechte werden so erst eingeschränkt, um später vollständig ausgehebelt zu werden – und das im Namen eines Krisenmanagements, das Profite über unser aller Wohlergehen stellt!

Aber was passiert in dieser scheiß Situation? Es entsteht eine Protestbewegung namens “Querdenken”, die nicht diese Missstände kritisiert, die nicht die Verschärfung von Leid und Diskriminierung anprangert, die nicht gegen den unsozialen Charakter der Maßnahmen ankämpft. Stattdessen versuchen in “Querdenken” Nazis, Esoteriker*innen, Wissenschaftsleugner*innen, religiöse Fundamentalist*innen, Reichsbürger*innen und andere radikalisierte Kleinbürger*innen den Frust der Menschen zu kanalisieren, indem sie schlicht und einfach die Existenz von Corona leugnen oder die Gefährlichkeit des Virus verharmlosen, während sie in antisemitischer Manier von einer globalen Verschwörung phantasieren. Niemand bei “Querdenken” will ein sozialeres, egalitäreres oder demokratischeres System. Niemand bei “Querdenken” will ein System, in dem die Probleme solidarisch und im Sinne der Bedürfnisse aller Menschen gelöst werden. Nein, die Leute bei “Querdenken” wollen eigentlich nur keine Maske tragen, verweigern jetzt schon zukünftige Impfstoffe und fordern die komplette Abschaffung aller Corona-Maßnahmen – und das unter dem Deckmantel der Freiheit! Doch die Freiheit, die “Querdenken” fordert, ist die Freiheit auf das Leben und die Rechte von anderen zu scheißen. Denn eigentlich will “Querdenken” nur zurück zum rassistischen, sexistischen und ausbeuterischen Alltag. Das einzige, was “Querdenken” ändern will, ist die alten korrupten und zunehmend autoritären Regierungen durch neue Führer ersetzen. Diese neuen Führer sind dann am liebsten die Trumps, Bolsonaros oder Putins dieser Welt, die noch korrupter und autoritärer sind, aber auch sexistischer, rassistischer und ausbeuterischer. So stellt “Querdenken” nicht nur eine Gefahr für unsere Gesundheit dar, sie stellen auch eine Gefahr für all jene dar, die nicht in ihre Vorstellung eines deutschen Volkes passen.
Oder um es kurz zu sagen: Mit “Querdenken” ist eine Protestbewegung entstanden, die sich einen Dreck um all diejenigen schert, die am stärksten die Last der Krise tragen – nämlich FLINTA, prekäre Lohnabhängige und People of Color. “Querdenken” ist eine ekelhafte Protestbewegung, der das Wohlergehen und Überleben von Risikopatient*innen ziemlich egal ist, auch wenn sie dafür an manchen Orten nur eine Maske tragen müssten.

Wir werden deshalb weder “Querdenken” die Straßen unserer Stadt überlassen, noch die Maßnahmen unkritisiert lassen und zurück in den kapitalistischen, rassistischen und sexistischen Normalzustand von vor der Pandemie gehen. Es wird Zeit, endlich das Recht auf Gesundheit aller zu verteidigen und einen solidarischen Umgang mit dem Virus zu finden, der es weder verharmlost, noch auf Kosten der eh schon Ausgebeuten bekämpft. Wir wollen ein neues System, ein ökologisches, feministisches, antirassistisches und solidarisches. Deshalb werden wir dafür kämpfen, die Maßnahmen demokratisch und von unten zu gestalten – dafür brauchen wir keinen autoritäten Staat. Deshalb werden wir dafür kämpfen, dass Gesundheit und Wohnraum keine Waren, sondern ein Recht sind. Deshalb werden wir für ein antikapitalistisches System kämpfen, wo das Wohlergehen der Vielen mehr zählt als die Profite der Wenigen. Und deshalb werden wir jedem Antisemitismus, Sexismus und Rassismus konsequent entgegentreten. Bis wir endlich solidarisch und sozial zusammenleben können!
Wir kämpfen für eine bessere Gesellschaft!

- Gesundheit ist kein Ware! Das Gesundheitssystem in demokratisches Gemeineigentum überführen! Keine Profite mit unserer Gesundheit!
- Gleiche Gesundheitsversicherung für alle! Gegen die Zwei-Klassen-Medizin!
- Patentrecht abschaffen! Pharmakonzerne enteignen! Gleicher Zugang zu Impfstoff für alle!
- Infektionsschutz auch am Arbeitsplatz! Lohnfortzahlung in Quarantäne für alle! Gesundheit über Profite!
- Keine Corona-Hilfspakete für Konzerne, die dem Klimawandel verschärfen!
- Quarantäne braucht ein Zuhause. Wohnraum ist keine Ware! Für ein Recht auf ein bezahlbares Zuhause für alle! Keine Profite mit der Miete!
- Alle Flüchtlingslager an den europäischen Außengrenzen evakuieren! Menschenwürdige Unterkünfte und Infektionsschutz für alle!
- Konsequente Maßnahmen gegen häusliche Gewalt! Geschützte Räume für Frauen, Trans*, Inter* und Non-Binary*! Sichere Quarantäne für alle!
- Gegen das Ausnutzen der Krise für autoritäre Gesetzesverschärfungen! Gegen die rassistische Polizei und den Überwachungswahn! Sicherheitsbehörden entnazifizieren! Freiheitsrechte verteidigen!
- Kein Fußbreit für “Querdenken” und Verschwörungsideologien! Rechte Aufmärsche verhindern!

Solidarisch durch die Krise! Recht auf Gesundheit verteidigen – gegen “Querdenken” und Corona!

3. Dezember 2020 - 15:31
Aktionstag am 12.12 in Frankfurt am Main

Keine Frage – es gibt eine Menge guter Gründe gegen staatliche Maßnahmen im Zuge der Coronakrise zu protestieren. Denn die Last der Krise liegt nicht auf dem Rücken derjenigen, die mehr als genug haben. Nein, die Last der Krise tragen vorallem Lohnabhängige, FLINTA (Frauen, Lesben, Inter-, Nonbinary-, Trans-, Agender-Personen) und People of Colour – also all jene, die sowieso ausgebeutet, marginalisiert oder diskriminiert werden.

Während große Unternehmen vom Staat mit millionenschweren Hilfspaketen subventioniert werden, haben hunderttausende Lohnabhängige durch Stellenabbau den Job verloren. Noch viele mehr müssen um ihre wirtschaftliche Existenz bangen und Kultur- und Gastronomietreibende gehen massenweise pleite. Zu den subventionierten Großkonzernen gehören zu allem Übel in erster Linie Akteure der Flug- und Autoindustrie, die maßgeblich zur Klimakatastrophe beitragen.Zusätzlich wird ein Lockdown verhängt, der nur für unser Privatleben, aber nicht für unsere Arbeit gilt. Wir sollen uns also im Privaten einschränken, um uns dann in der Schule, im Büro, im Krankenhaus oder in der Fabrik mit dem lebensgefährlichen Virus anzustecken? Diese Maßnahmen dienen nicht dem Schutze unserer Gesundheit. Sie dienen nur dem wirtschaftlichen “Weiter so“, damit all die, die schon von der Krise profitiert haben, auch weiterhin profitieren.
Denn während die größtenteils weißen, männlichen Reichen über die kleinen Einbrüche ihrer gewaltigen Profite jammern, sind es meist FLINTA, die neben ihren Jobs auch noch die angestiegene Sorgearbeit für Kinder, Partner und Verwandte leisten müssen – ganz ohne Bezahlung. Und es sind meist FLINTA und Kinder, die, wenn sie sich zu Hause in Quarantäne begeben müssen, unter der enorm angestiegenen häuslichen Gewalt von Männern leiden, über die auch schon vor Corona niemand reden wollte.
In den schon vorher völlig unterbesetzen und miesbezahlten Jobs in den Krankenhäusern und Pflegebetrieben ändert sich derweil nichts. Völlig ausgelaugte Pfleger*innen bekommen anstatt mehr Kolleg*innen und höheren Löhnen, lediglich Applaus aus dem Bundestag. Das privatisierte Gesundheitssystem steht kurz vor dem Kollaps. Das liegt aber nicht daran, dass es nicht genug Ressourcen gäbe, um so eine Extremsituation zu bewältigen, sondern daran, dass auch hier Profite mehr zählen als die gute medizinische Versorgung von allen – selbst in Zeiten einer globalen Pandemie!
Und während einige die Krise im Homeoffice verbringen, werden Arbeiter*innen aus Osteuropa von ihren Sammelunterkünften in die Schlachtbetriebe oder aufs Spargelfeld gekarrt, wo innerhalb kürzester Zeit Corona-Infektionherde entstehen. Dieser Umgang wiederfährt auch den vielen Geflüchteten, die in Massenunterkünften untergebracht sind oder in den überfüllten Lagern an der EU-Außengrenze in katastrophalen Verhältnissen zurückgelassen werden – ihnen wird dort durch die unwürdigen Lebensverhältnisse jede Möglichkeit zu einem effektiven Infektionsschutz genommen. Corona-Maßahmen werden dort lediglich dazu missbraucht, die ohnehin entrechteten Refugees noch weiter zu kontrollieren und zu drangsalieren.
Während also nur über die Wirtschaft geredet wird, spielt das psychische Wohl all derer, die unter den Maßnahmen und der Einsamkeit leiden, keine Rolle. Anstatt massenhaft in psychologische Beratungsstellen und soziale Arbeit zu investieren, werden lieber die rechten Sicherheitsbehörden gestärkt und der öffentliche Raum militarisiert, um die Maßnahmen notfalls mit Gewalt durchzusetzen. Darunter leiden wieder vor allem die, die auch schon vor der Krise im Fadenkreuz der rassistischen Polizei standen: Schwarze und indigene Menschen sowie People of Color und andere marginalisierte Gruppen. Grundlegende Freiheitsrechte werden so erst eingeschränkt, um später vollständig ausgehebelt zu werden – und das im Namen eines Krisenmanagements, das Profite über unser aller Wohlergehen stellt!

Aber was passiert in dieser scheiß Situation? Es entsteht eine Protestbewegung namens “Querdenken”, die nicht diese Missstände kritisiert, die nicht die Verschärfung von Leid und Diskriminierung anprangert, die nicht gegen den unsozialen Charakter der Maßnahmen ankämpft. Stattdessen versuchen in “Querdenken” Nazis, Esoteriker*innen, Wissenschaftsleugner*innen, religiöse Fundamentalist*innen, Reichsbürger*innen und andere radikalisierte Kleinbürger*innen den Frust der Menschen zu kanalisieren, indem sie schlicht und einfach die Existenz von Corona leugnen oder die Gefährlichkeit des Virus verharmlosen, während sie in antisemitischer Manier von einer globalen Verschwörung phantasieren. Niemand bei “Querdenken” will ein sozialeres, egalitäreres oder demokratischeres System. Niemand bei “Querdenken” will ein System, in dem die Probleme solidarisch und im Sinne der Bedürfnisse aller Menschen gelöst werden. Nein, die Leute bei “Querdenken” wollen eigentlich nur keine Maske tragen, verweigern jetzt schon zukünftige Impfstoffe und fordern die komplette Abschaffung aller Corona-Maßnahmen – und das unter dem Deckmantel der Freiheit! Doch die Freiheit, die “Querdenken” fordert, ist die Freiheit auf das Leben und die Rechte von anderen zu scheißen. Denn eigentlich will “Querdenken” nur zurück zum rassistischen, sexistischen und ausbeuterischen Alltag. Das einzige, was “Querdenken” ändern will, ist die alten korrupten und zunehmend autoritären Regierungen durch neue Führer ersetzen. Diese neuen Führer sind dann am liebsten die Trumps, Bolsonaros oder Putins dieser Welt, die noch korrupter und autoritärer sind, aber auch sexistischer, rassistischer und ausbeuterischer. So stellt “Querdenken” nicht nur eine Gefahr für unsere Gesundheit dar, sie stellen auch eine Gefahr für all jene dar, die nicht in ihre Vorstellung eines deutschen Volkes passen.

Oder um es kurz zu sagen: Mit “Querdenken” ist eine Protestbewegung entstanden, die sich einen Dreck um all diejenigen schert, die am stärksten die Last der Krise tragen – nämlich FLINTA, prekäre Lohnabhängige und People of Color. “Querdenken” ist eine ekelhafte Protestbewegung, der das Wohlergehen und Überleben von Risikopatient*innen ziemlich egal ist, auch wenn sie dafür an manchen Orten nur eine Maske tragen müssten.

Wir werden deshalb weder “Querdenken” die Straßen unserer Stadt überlassen, noch die Maßnahmen unkritisiert lassen und zurück in den kapitalistischen, rassistischen und sexistischen Normalzustand von vor der Pandemie gehen. Es wird Zeit, endlich das Recht auf Gesundheit aller zu verteidigen und einen solidarischen Umgang mit dem Virus zu finden, der es weder verharmlost, noch auf Kosten der eh schon Ausgebeuten bekämpft. Wir wollen ein neues System, ein ökologisches, feministisches, antirassistisches und solidarisches. Deshalb werden wir dafür kämpfen, die Maßnahmen demokratisch und von unten zu gestalten – dafür brauchen wir keinen autoritäten Staat. Deshalb werden wir dafür kämpfen, dass Gesundheit und Wohnraum keine Waren, sondern ein Recht sind. Deshalb werden wir für ein antikapitalistisches System kämpfen, wo das Wohlergehen der Vielen mehr zählt als die Profite der Wenigen. Und deshalb werden wir jedem Antisemitismus, Sexismus und Rassismus konsequent entgegentreten. Bis wir endlich solidarisch und sozial zusammenleben können!

Wir kämpfen für eine bessere Gesellschaft!

- Gesundheit ist kein Ware! Das Gesundheitssystem in demokratisches Gemeineigentum überführen! Keine Profite mit unserer Gesundheit!
- Gleiche Gesundheitsversicherung für alle! Gegen die Zwei-Klassen-Medizin!
- Patentrecht abschaffen! Pharmakonzerne enteignen! Gleicher Zugang zu Impfstoff für alle!
- Infektionsschutz auch am Arbeitsplatz! Lohnfortzahlung in Quarantäne für alle! Gesundheit über Profite!
- Keine Corona-Hilfspakete für Konzerne, die dem Klimawandel verschärfen!
- Quarantäne braucht ein Zuhause. Wohnraum ist keine Ware! Für ein Recht auf ein bezahlbares Zuhause für alle! Keine Profite mit der Miete!
- Alle Flüchtlingslager an den europäischen Außengrenzen evakuieren! Menschenwürdige Unterkünfte und Infektionsschutz für alle!
- Konsequente Maßnahmen gegen häusliche Gewalt! Geschützte Räume für Frauen, Trans*, Inter* und Non-Binary*! Sichere Quarantäne für alle!
- Gegen das Ausnutzen der Krise für autoritäre Gesetzesverschärfungen! Gegen die rassistische Polizei und den Überwachungswahn! Sicherheitsbehörden entnazifizieren! Freiheitsrechte verteidigen!
- Kein Fußbreit für “Querdenken” und Verschwörungsideologien! Rechte Aufmärsche verhindern!

Aktionstraining für DanniBleibt am 1.12. in Berlin

28. November 2020 - 18:05

Danni? Bleibt!

Am letzten Wochenende gab es die erste Ende Gelände Aktion im Danni mit dem erfolgreichen Erreichen des Stopps der Aufräumarbeiten und dem Rückzug der Cops!

Die Situation im Dannenröder Wald spitzt sich Woche für Woche zu und vor allem der Support von außen und große Aktionen helfen den Besetzer*innen und dem Fortbestehen des Waldes!

Jetzt soll es eine weitere Aktion zivilen Ungehorsams am Wochenende vom 04.-06.12.2020 geben! Aus Berlin wollen wir dafür gemeinsam mit dem Bus anreisen.

Wir schauen nicht mehr hilflos zu wie schwarz-grüne Robocops den Wald und die Baumhausdörfer zerstören! Wir fahren hin und sorgen selbst dafür, dass der #DanniBleibt!

Um uns bestmöglich auf die Aktion im Dannenröder Wald theoretisch und praktisch vorzubereiten, treffen wir uns am 01.12.2020 um 15 Uhr in der Hasenheide am Jahndenkmal.

Dort wird es Überlegungen zu zivilem Ungehorsam, Bezugsgruppen als Basis von Aktionen, verschiedene Blockadetechniken, der Umgang mit Ängsten und eigenen Grenzen, Übungen in der Fingerstruktur, Entscheidungsfindung in Stresssituationen und ein kurzer Erfahrungsaustausch zum Thema Repression geben. Auch für aktionsunerfahrene Person ist das Training geeignet.

Das Aktionstraining ist kostenlos und eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte denkt an eine Mund-Nasenbedeckung und haltet Abstand.

Egal ob mit Bezugsgruppe oder ohne, wir freuen uns auf euch!

Mit dem Bus in den #Danni aus Berlin

26. November 2020 - 18:48

+++ Berlin goes Danni+++

Freitag 4.12 , 9 Uhr ab Berlin-Südkreuz (ca. 12 Uhr ab S-Bahnhof Leipzig/Halle Flughafen)

Danni? Bleibt! Am letzten Wochenende gab es die erste Ende Gelände Aktion im Danni mit dem erfolgreichen Erreichen des Stopps der Aufräumarbeiten und dem Rückzug der Cops!

Die Situation im Dannenröder Wald spitzt sich Woche für Woche zu und vor allem der Support von außen und große Aktionen helfen den Besetzer*innen und dem Fortbestehen des Waldes! Jetzt soll es eine weitere Aktion zivilen Ungehorsams am Wochenende vom 04.-06.12.2020 geben! Aus Berlin wollen wir dafür gemeinsam mit dem Bus Anreisen. Wir schauen nicht mehr hilflos zu wie schwarz-grüne Robocops den Wald und die Baumhausdörfer zerstören! Wir fahren hin und sorgen selbst dafür, dass der #Dannibleibt!

Wenn ihr ein Ticket reservieren wollt schreibt eine e-mail an: anti-autobahn@riseup.net

Die Tickets kosten 0 - 40 Euro ( nach Selbsteinschätzung ). Ihr bezahlt in Bar vor der Abfahrt.

Während der gesamten Fahrt im Bus herrscht Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Außerdem wird eine Kontaktliste geführt zur Corona-Rückverfolgung.

Die Fahrt ist One-Way direkt zum Camp am Dannenröder Wald. Rückfahrmöglichkeit gibt es am Sonntagabend  mit dem Zug selbstorganisiert und via Mitfahrbörse aus dem Camp.

Eine Packliste findet ihr unter: https://waldstattasphalt.blackblogs.org/unterstutzung/packliste/

Informationen zu Schlafplätzen gibt es hier: https://camp.wald-statt-asphalt.net/de/schlafplaetze/

Auf geht's ab geht's für Verkehrswende und Klimagerechtigkeit!

Fahrraddemo #DanniBleibt und A100 stoppen!

24. November 2020 - 20:19

Kein’ Bock auf schwarz-grüne Autobahnen – weder in Hessen noch in Berlin oder irgendwo

A100 weg, #DanniBleibt: One struggle, one fight!

Wir sind mitten in der Klimakrise: Doch CDU, SPD und Bündnis A49 / Grüne versenken Milliarden in fossile Infrastruktur von vorgestern. Ob Wald und Wasserschutzgebiet oder Wohnhäuser und Clubkultur: Alles wird plattgemacht für noch mehr Autos.

Wir protestieren gegen den Autowahn: mit einem Fahradkorso über die A100 bis zur Vertretung der Grünen und Scheuers Verkehrsministeirum.

Mit Fahrrad, Maske und Abstand radeln wir für die Verkehrswende: Gegen den Weiterbau der A100 in Berlin und gegen jeden Bau neuer Autobahnen. Für ein lebenswertes Berlin, für eine Verkehrswende, und für den Dannenröder Wald! Deshalb: Stoppt die Rodungund  stoppt den brutalen Polizeieinsatz! Schwarz-grün prügelt für den Profit der Automobilindustrie mit massiver Gewalt die Rodung durch.

Treffpunkt: Samstag, 28. November um 13 Uhr am Hermannplatz

Bitte seid pünktlich: um 13:20 Uhr wollen wir losfahren :)

Wir fahren vom Herrmannplatz aus nach Süden, in Neukölln auf die Autobahn und dann über die A100 Richtung nach Tempelhof. Dann durch die Stadt nach Norden bis zum Bundesverkehrsministerium und der Bundeszentrale der Grünen. Mit unserer Fahrraddemo nehmen wir uns auf der Autobahn den Platz, der uns als Radfahrer*innen, Fußgänger*innen und Rolli-Fahrer*innen eigentlich zustehen sollte: Schluss mit dem sinnlosen Rasen in die Klimakrise! #MehrPlatzfürsRad und sichere Mobilität für alle!

Solidarität mit den Rondenbarg-Angeklagten! Die Verantwortlichen für die Polizeigewalt vor Gericht!

24. November 2020 - 14:00
Bundesweite Soli-Demo in Hamburg am 5.12.2020

„Grenzenlose Solidarität statt G20“ war das übergreifende Motto der Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg 2017. Zehntausende haben an Demonstrationen, Blockaden und Aktionen teilgenommen, um gegen das Treffen der Diktatoren und Neoliberalen zu protestieren. Wir wollten weder den autoritären Kapitalismus von Trump, Erdogan und Putin, noch die neoliberale Variante von Merkle und Macron. Wir wollten Klimagerechtigkeit und ein Ende von Hunger, Krieg und dem Sterben im Mittelmeer.
Solidarität endet nicht nach der Aktion. Die Angeklagten im Rondenbarg-Verfahren werden stellvertretend für die gesamten NoG20-Proteste von 2017 in einem politischen Prozess vor Gericht gestellt. Wir rufen daher alle beteiligten Spektren zur Teilnahme an der bundesweiten Solidaritätsdemonstration am 5.12. in Hamburg auf.

Der Rondenbarg ist eine gesichtslose Straße in einem Hamburger Industriegebiet. Am Morgen des 7. Juli 2017 kam es hier zu einem gewalttätigen Überfall. Die Täter: Die berüchtigte Sondereinheit der Bundespolizei „Blumberg“. Die Angegriffenen: Aktivist*innen auf dem Weg zu den Aktionen gegen den G20-Gipfel in Hamburg, noch mehrere Kilometer vom Tagungsort und der Demonstrationsverbotszone entfernt. Das Ergebnis: 14 schwerverletzte Aktivist*innen, von denen einige noch heute an den Folgen der damals erlittenen Knochenbrüche leiden. Von den schwergepanzerten Einsatzkräften hat niemand ernsthafte Blessuren.

Doch vor Gericht stehen nicht etwa die Prügel-Cops oder die Verantwortlichen aus Polizeiführung und Politik, die den Befehl zu dem Überfall gaben. Angeklagt sind vielmehr 86 Aktivist*innen wegen „gemeinschaftlichem schweren Landfriedensbruch“, „Widerstand und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte“ und weiteren absurden Vorwürfen. Eine konkrete, individuelle Tat wirft die Staatsanwaltschaft niemandem vor. Es soll reichen, bei den angeblichen Taten anwesend gewesen zu sein.
Der geplante Mammutprozess ist ein Musterbeispiel für die Täter-Opfer-Umkehr, die von Beginn an Kennzeichen der gerichtlichen Aufarbeitung der G20-Proteste ist. Es ist die politisch gewollte Abschreckung und Rache dafür, dass dem damaligen Hamburger Bürgermeister und heutigem Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) seine Gipfel-Inszenierung mitten in der Hamburger Innenstadt so richtig misslungen ist. Auf 38 Quadratkilometern wurden alle Versammlungen verboten und mehr als 30.000 Polizist*innen in voller Bürgerkriegsausstattung zusammengezogen, damit für Trump, Erdogan, Putin und die anderen Despoten und Regierungschefs der Weg freigeprügelt wird. Vom eigentlichen Gipfel und seinen jämmerlichen Ergebnissen spricht heute niemand mehr; von den massenhaften Protesten, den Blockaden und der Polizeigewalt dagegen viele.

Juristisch ist das Verfahren, das am 3. Dezember zunächst gegen fünf jugendliche Angeklagte beginnt, ganz dünne Suppe. Das hat sich schon bei dem 2017/18 geführten und schließlich abgebrochenen Prozess gegen 18jährigen Fabio gezeigt, der ebenfalls am Rondenbarg festgenommen wurde und fünf Monate in U-Haft saß. Auch Fabio wurde keine individuelle Straftat, sondern nur das Mitlaufen vorgeworfen. Dieses absurde Schauspiel mit zahllosen Zeug*innen, die eigentlich nichts zu sagen haben, soll jetzt vor dem Hamburger Landgericht wiederholt werden.

Neben der Revanche für G20 ist dieses Gerichtsverfahren gleichzeitig ein ernster Angriff auf das Demonstrationsrecht. Es soll ein Präzedenzfall geschaffen werden, der erstmals die bloße Anwesenheit bei Demonstrationen strafbar machen würde, die hinterher als „gewalttätig“ denunziert werden. Damit wäre der Willkür und politischen Gesinnungsjustiz Tür und Tor geöffnet.

Wir alle sind jetzt gefordert, an der Seite der Angeklagten zu stehen und diesen dreisten Versuch der Kriminalisierung politischer Bewegungen zurückzuweisen. Dies gilt umso mehr, da die Hamburger Justiz es bis heute nicht fertigbekommen hat, auch nur einen einzigen Fall von Polizeigewalt beim G20-Gipfel vor Gericht zu bringen. Dabei sind diese Fälle von exzessiver Polizeigewalt dutzendfach gut dokumentiert.

Wir fordern daher:
• Die sofortige Einstellung der Verfahren gegen die Rondenbarg-Angeklagten!
• Die Freilassung und Rehabilitierung aller bereits verurteilten G20-Aktivist*innen!
• Die Verantwortlichen für die Polizeigewalt, insbesondere Gesamteinsatzleiter Hartmut Dudde, vor Gericht!

Solidaritäts-Demo
5. Dezember 2020 | 16 Uhr | Hauptbahnhof | Hamburg
Es wird einen IL-Block geben: Solidarisch mit Maske und Abstand!


Mehr Infos zum Rondenbarg-Verfahren und den bundesweiten Solidaritätsaktionen:
https://gemeinschaftlich.noblogs.org/

Demo gegen PKK-Verbot in Berlin

19. November 2020 - 15:45

Am Samstag, 22.11.2020 findet der dezentrale Aktionstag gegen das PKK-Verbot in Deutschland statt.

In Berlin treffen wir uns um 14 Uhr am U-Bahnhof Wittenbergplatz zu einer Demo.

An Samstag, dem 21. November 2020, findet der dezentrale Aktionstag gegen das 27-jährige Betätigungsverbot der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Deutschland statt. Die bundesweite Initiative „Unsere Utopie gegen ihre Repression“ trat vor einigen Wochen mit einem gleichnamigen Aufruf an die Öffentlichkeit, der die Idee gemeinsamer Kämpfe für eine antirassistische, antikapitalistische, feministische, ökologische und demokratische Gesellschaft enthält und von zahlreichen politischen Gruppen unterstützt wird. Ursprünglich war eine Großdemonstration in Köln geplant, wegen steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen und den damit einhergehenden strengeren Regeln im Land NRW haben sich die Aufrufenden für einen Aktionstag entschieden.

Quelle: ANF

 

Perreo combativo - combative dance for legalization

18. November 2020 - 17:23

Break the taboo: November 21 - 1 PM
Let's make illegalized people visible in these difficult times. We will take over the streets and dance a combative "perreo" - joining the feminist, anti-racist and decolonial fights for the rights of those who are made invisible in this society. You can practice our choreo with the video we will publish soon!
(please bring your mask and keep distance)

+ + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Rompamos el tabú: 21 de noviembre 13 hs
Pongamos nuestros cuerpos y hagamos visibles a las personas ilegalizadas en estos tiempos difíciles. Saldremos a ocupar Alexanderplatz y bailaremos un combativo "perreo" - uniéndonos a las luchas feministas, antirracistas y descoloniales por los derechos de aquellos que se hacen invisibles en esta sociedad. ¡Puedes practicar nuestra coreografía con el video que publicaremos pronto!
(por favor, traigan máscaras y mantengan la distancia)

+ + + + + + + + + + + + + + + ++ + +

Brechen wir das Tabu: 21. November 2020, 13 Uhr
Lasst uns unsere Körper in Bewegung setzen und in diesen schwierigen Zeiten illegalisierte Menschen sichtbar machen. Wir werden den Alexanderplatz einnehmen und einen kämpferischen "perreo" tanzen - und uns den feministischen, antirassistischen und dekolonialen Kämpfen für die Rechte derer anschließen, die in dieser Gesellschaft unsichtbar gemacht werden. Ihr könnt unsere Choreografie mit dem Video üben, das wir bald veröffentlichen!
(bitte bringt eure Masken mit und haltet Abstand)

Fahrraddemo in Berlin: #Dannibleibt

16. November 2020 - 20:30

Am Samstag, 21. November 2020 gehen wir auf die Straße und demonstrieren gegen die Rodung des Danneröder Forstes und den Weiterbau der A49 in Hessen.

Gerade nach dem „Unfall“ am 15.11. fordern wir einen sofortigen Räumungsstopp!

Wir werden bei Kundgebungen gegen die zukunftsfeindlichen Machenschaften der Autolobby und der politisch Verantwortlichen demonstrieren und dem Verkehrsministerium, den Bundeszentralen der Grünen und der CDU, der hessischen Landesvertretung sowie der DEGES jeweils einen kurzen Besuch abstatten.

Das Verkehrsministerium, CDU und die DEGES stehen ganz konkret gegen die ökologische Verkehrswende und für ein weiter-so in die Klimakatastrophe. Bündnis 90/Die Grünen sind in Hessen in der Regierung und tragen die Räumung und Rodung des Danneröder Forstes mit. Auch von ihnen ist offensichtlich keine zukunftsfähige Politik zu erwarten!

Steig aufs Rad und schließ dich uns an, um zu zeigen, dass es an der Zeit ist, JETZT ZU HANDELN!

Treffpunkt: Samstag, 21. November 2020 um 14 Uhr vor der CDU-Zentrale, Klingelhöferstraße 8

Route der Fahrraddemo: An der Urania, Wittenberg Platz, Zoologischer Garten, Ernst-Reuter-Platz, Großer Stern, Brandenburger Tor, hessische Landesvertrung. Tiergartentunnel, Hbf; Verkehrsministerium, Bundeszentralen der Grünen, Friedrichstraße, Deges.

A100 und A49 stoppen, #Dannibleibt und #BerlinAutofrei

16. November 2020 - 18:37

Infoveranstaltung und Anreisevernetzung zur A100 und zum Protest im Danni

Mittwoch, 18.11., 19 Uhr, digital: https://conference.sixtopia.net/b/org-uro-ow1

Wir sind mitten in der Klimakrise: Da ist es völlig absurd noch weiter neue Autobahnen zu bauen. Doch genau das passiert: In Hessen mit der A49 und hier in Berlin mit der A100. In beiden Fällen mit dabei und versenken Milliarden in fossile Infrastruktur von vorgestern. Ob Wald und Wasserschutzgebiet oder Wohnhäuser und Clubkultur: Alles wird plattgemacht für noch mehr Autos.

Bei unserer digitalen Veranstaltung bekommt ihr aktuelle Infos aus dem Danni und zur Planung der A100 in Berlin. Außerdem gibt es die Möglichkeit sich für gemeinsamen Protest und gemeinsame Anreisemöglichkeiten aus Berlin zu vernetzen.

Schließt euch zusammen, fahrt in den Danni - one struggle, one fight, #DanniBleibt

Veranstaltung online unter: https://conference.sixtopia.net/b/org-uro-ow1

Eine Veranstaltung der IL Berlin

Solidarität statt Verschwörungsideologie!

15. November 2020 - 12:24
Unser Redebeitrag vom 14.11 gegen Querdenken 69 und für antikapitalistische Perspektiven in der Corona-Pandemie.

Keine Frage. Es gibt nachwievor sehr gut Gründe gegen staatliche Maßnahmen im Zuge der Coroankrise zu protestieren. Denn die Last der Krise liegt nicht auf dem Rücken derjenigen, die sowieso mehr als genug haben. Nein, die Last der Krise tragen mal wieder Lohnabhängige, Frauen* und People of Colour – also all jene, die sowieso ausgebeutet, marginalisiert oder diskriminiert werden.

Während das Kapital mal wieder vom Staat subventioniert wird, haben hunderttausende von uns Lohnabhängigen ihre Jobs verloren und noch viel mehr müssen um ihre wirtschaftliche Existenz bangen. Während die größtenteils weißen, männlichen Reichen über die kleinen Einbrüche ihrer gewaltigen Profite jammern, sind es meist Frauen*, die neben ihren Jobs noch die angestiegene Carearbeit für Kinder und Verwandte leisten müssen – ganz ohne Bezahlung. Und es sind meist Frauen*, die in miesbezhalten Jobs, unterbesetzt und in Überstunden die notwendige Pflege in den Krankenhäusern leisten. Und während die obersten paar Prozente die Krise schön im Homeoffice ihrer Villa oder im Luxus-Büro der obersten Etage ihres Businesstowers verbringen, werden Arbeiter*innen aus Osteuropa von ihren Sammelunterkünften in die Schlachtbetriebe oder aufs Spargelfeld gekarrt, wo innerhalb kürzester Zeit Corona-Hotspots entstehen. Und die vielen Geflüchteten, die in Massenunterkünften untergebracht sind oder in den überfüllten Lagern an der europäischen Grenzen vor sich hin vegetieren - ihnen wird durch die unwürdigen Lebensverhältnisse dort jede Möglichkeit zu einem effektiven Infektionsschutz genommen. Corona-Maßahmen werden dort lediglich dazu missbraucht, die ohnehin entrechteten Refugees noch weiter zu kontrollieren, zu drangsalieren und einzusperren.

Und was passiert in dieser scheiß Situation? Es entsteht eine Protestbewegung namens Querdenken, die nicht diese Missstände kritisiert, die nicht die Verschärfung von Leid und Diskriminierung anprangert, die nicht gegen den unsozialen Charakter der Maßnahmen ankämpft. Nein, in Querdenken hat sich eine unheilvolle Allianz von Esoteriker*innen, Nazis, Verschöwerungsideolog*innen und anderen kruden Konsorten zusammengetan, die schlicht und einfach die Existenz von Corona leugnen und in antisemitischer Manier von einer globalen Verschwörung phantasieren. Niemand bei Querdenken will ein sozialeres, egalitäreres oder demokratischeres System. Niemand bei Querdenken will ein System in dem die Problem solidarisch und im Sinne der Bedürfnisse aller Menschen gelöst werden. Nein, die Leute bei Querdenken wollen eigentlich nur keine Maske tragen. Die Leute bei Querdenken wollen sich kein bisschen einschränken. Denn eigentlich will Querdenken nur zurück zum ganz alltäglichen rassistischen, sexistischen und ausbeuterischen Normalvollzug. Das einzige was Querdenken ändern will ist die alten korrupten und autoritären Eliten durch neue Eliten ersetzen. Diese neuen Eliten sind dann am liebsten die Trumps, Bolsonaros oder Putins dieser Welt, die zwar noch korrupter und autoritärer sind, aber dafür sind sie auch sexistischer, rassistischer und ausbeuterischer und behaupten halt das ganze im Sinne des Volkes und der Nation zu tun.

Oder um es kurz zu sagen: mit Querdenken ist eine Protestbewegung entstanden, die sich einen Dreck um all diejenigen schert, die am stärksten die Last der Krise tragen - nämlich Frauen*, prekäre Lohnabhängige und People of Colour. Und es ist eine sozialdarwinistische Protestbwegung, der das wohlergehen und überleben von Risikopatient*innen ziemlich egal ist, auch wenn sie dafür nur an manchen Orten eine Maske tragen müssen.

Das größte Problem, was wir als Gesellschaft haben, ist nicht die Corona-Pandemie. Corona ist ein gefährlicher Virus - ja! - und es müssen wichtige Maßnahmen getroffen werden, um die Pandemie einzudämmen, und dafür müssen wir uns auch einschränken. Das könnten wir als Gesellschaft durchaus solidarisch und demokratisch leisten. Das eigentliche Problem, was wir haben, ist, dass wir in einem rassistischen, patriarchalen und kapitalistischen System leben, in dem die Profite und Privilegien der Wenigen mehr zählen als das gute Leben der Vielen. Querdenken will dieses alte schlechte System mit anderen Führern. Wir hingegen wollen ein neues System, ein feministisches, antirassistisches und solidarisches System – einen demokratischen Sozialismus. Und das geht nur gegen Querdenken und seine Nazis! Solidarität statt Verschwörugnsideologien! Alerta! Alerta! Antifascista!

Nazitraditionen sabotieren – blockieren – angreifen!

14. November 2020 - 18:05
Eigentlich wären wir heute als Teil des Nicht Lange Fackeln Bündnis und der Seebrücke Nürnberg in Wunsiedel, um uns gemeinsam mit den Bürger*innen von Wunsiedel, dem rechten Aufmarsch entgegenzustellen. Dieses Jahr blieb Wunsiedel das neonazistische "Heldengedenken" erspart, da der III. Weg aufgrund von Covid-19 ihren Aufmarsch abgesagt haben. Das heißt jedoch nicht, dass das für uns damit gegessen wäre. Neo-Nazis und ihre menschenfeindliche Ideologie sind nach wie vor da und stellen eine Gefahr dar. Wir brauchen nicht 75 Jahre oder mehr zurückschauen, um die mörderischen Konsequenzen dessen zu sehen. Allein in den letzten 5 Jahren gab es viel zu viele Fälle, die dies beweisen. Die deutlichsten sind der Terroranschlag im Olympia-Einkaufszentrum 2016 in München, auf die Synagoge in Halle vor einem Jahr oder in Hanau im Februar diesen Jahres.
Deshalb heute, morgen, immer: Nazitraditionen sabotieren – blockieren – angreifen!

#NoNazis #Antifa #KriegerdenkmälerAbreissen #KeineHeldenSondernTäter

Redebeitrag der Seebrücke Nürnberg: https://www.facebook.com/watch/?v=1032354107187882

 

 

Solidarisch gegen Corona und die AfD!

12. November 2020 - 9:00
Stoppt die AfD Propaganda Solidarisch gegen Corona und die AfD!IL HannoverCC BY-NC-SA

Eine Gebrauchsanweisung

Warum?

Die AfD startet eine Kampagne gegen „Maskenzwang“ und „Corona-Diktatur“ und bemäntelt dies mit dem Schutz der Grundrechte.

Dass die AfD nun doch noch ganz offiziell auf den Zug der Coronaleugner*innen aufspringt, ist nicht verwunderlich. Die AfD Jugend tummelt sich dort schon seit Beginn.
Genauso wenig verwunderlich ist, dass wir eine klare Meinung dazu haben: Die Politik der AfD ist immer noch Scheiße!

Die AfD selbst bestreitet zwar nicht das Virus, aber schießt gegen die Maßnahmen und bezeichnet das Vorgehen als „Maskenzwang“ und „Corona-Diktatur“. Grundrechte, wie sie sich die AfD vorstellt, wollen und brauchen wir niemals.

Natürlich beobachten wir als außerparlamentarische radikale Linke die Coronamaßnahmen der Bundesregierung kritisch. Die kapitalistischen Prinzipen werden hochgehalten, die Maßnahmen treffen in erster Linie den privaten Bereich.
Eine Maske zu tragen ist aber keine Frage des persönlichen Komforts, sondern zeigt die Bereitschaft, solidarisch zu handeln und andere zu schützen.
Keine Maske zu tragen oder dieses Verhalten zu befeuern, ist ein Angriff auf alle.

Wir wissen, die AfD Kampagne zielt keineswegs in Richtung einer kritischen Auseinandersetzung, sondern reiht sich ein in hetzerische, egoistische Stimmungsmache. Es geht um Wähler*innenstimmen für das Superwahljahr 2021. Es bleibt nichts anderes, als wieder darauf hinzuweisen: die AfD ist eine extrem rechte Partei und sie bedient sich der Mittel der extremen Rechten, der Gewalt, ob mit der Forderung, auf Flüchtende zu schießen oder dem Befeuern der Stimmung gegen Masken, die AfD schreckt nicht davor zurück, Menschenleben gegen Wähler*innenstimmen einzutauschen.
Darum gilt: Rechter Hetze eine klare Abfuhr erteilen. Bei den Wahlen 2021 keine Stimme für die AfD.

Was?

Mitmach-Social-Media-Kampagne gegen die AfD.

Stell dein Foto mit Maske und Schild/Botschaft, warum Maske tragen geiler ist als die AfD auf deinen Social Media Kanal. Verlinke und retweete deine Freund*innen. Macht Welle gegen die AfD!

Wann?

Kampagnenstart ist am 12. November um 12:11 Uhr

Wer?

Du willst mitmachen? Das ist gut und notwendig. Deshalb mach kurz ein Selfie mit Maske und deinem Statement ("Ich trage eine Maske, weil ...") warum du sie jetzt erst recht trägst und stell sie ab dem 12. November 2020 auf deine Social Media Accounts. Vergiss #maskeauf nicht, so fluten wir die die Kanäle!

Fahrraddemo in Berlin: A100 stoppen, #Dannibleibt

8. November 2020 - 16:49

Wir sind mitten in der Klimakrise: Da ist es völlig absurd noch weiter neue Autobahnen zu bauen. Doch genau das passiert: In Hessen mit der A49 und hier in Berlin mit der A100. Bündnis90/Die Grünen sind als angebliche Klimaschutzpartei in beiden Fällen mit dabei und versenken Milliarden in fossile Infrastruktur von vorgestern. Ob Wald und Wasserschutzgebiet oder Wohnhäuser und Clubkultur: Alles wird plattgemacht für noch mehr Autos.

Wir protestieren gegen diesen grünen Autowahn: mit einem Fahradkorso über die A100 bis zur Vertretung der hessischen Landesregierung in Berlin. Mit Fahrrad, Maske und Abstand radeln wir für die Verkehrswende: Gegen den Weiterbau der A100 in Berlin und gegen den Ausbau der A49 in Hessen. Für ein lebenswertes Berlin. Und für den Dannenröder Wald!

Treffpunkt: Samstag, 14. November um 13 Uhr am Platz der Luftbrücke. Bitte seid pünktlich: um 13:12 Uhr wollen wir losfahren.

Wir fahren über die A100 Richtung Westen bis zum Funkturm, dann am großen Stern vorbei zur Abschlusskundgebung vor der hessischen Landesvertretung (nahe Potsdamer Platz).

Mit unserer Fahrraddemo nehmen wir uns auf der Autobahn den Platz, der uns als Radfahrer*innen eigentlich zustehen sollte: Schluss mit dem sinnlosen Rasen in die Klimakrise! #MehrPlatzfürsRad und sichere Mobilität für alle!

Vor der hessischen Landesvertretung machen wir unsere Abschlusskundgebung und schicken dem grünen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir beste Grüße nach Hessen: Wald zerstören für eine Autobahn, das ist eine Scheißidee! #Dannibleibt

Infos zum Danni: https://waldstattasphalt.blackblogs.org

Fahrraddemo in Berlin: A100 stoppen, #Dannibleibt

8. November 2020 - 16:37
Kein’ Bock auf grüne Autobahnen – weder in Hessen noch in Berlin

Wir sind mitten in der Klimakrise: Da ist es völlig absurd noch weiter neue Autobahnen zu bauen. Doch genau das passiert: In Hessen mit der A49 und hier in Berlin mit der A100. Bündnis90/Die Grünen sind als angebliche Klimaschutzpartei in beiden Fällen mit dabei und versenken Milliarden in fossile Infrastruktur von vorgestern. Ob Wald und Wasserschutzgebiet oder Wohnhäuser und Clubkultur: Alles wird plattgemacht für noch mehr Autos.

Wir protestieren gegen diesen grünen Autowahn: mit einem Fahradkorso über die A100 bis zur Vertretung der hessischen Landesregierung in Berlin. Mit Fahrrad, Maske und Abstand radeln wir für die Verkehrswende: Gegen den Weiterbau der A100 in Berlin und gegen den Ausbau der A49 in Hessen. Für ein lebenswertes Berlin. Und für den Dannenröder Wald!

Treffpunkt: Samstag, 14. November um 13 Uhr am Platz der Luftbrücke. Bitte seid pünktlich: um 13:12 Uhr wollen wir losfahren.

Wir fahren über die A100 Richtung Westen bis zum Funkturm, dann am großen Stern vorbei zur Abschlusskundgebung vor der hessischen Landesvertretung (nahe Potsdamer Platz).

Mit unserer Fahrraddemo nehmen wir uns auf der Autobahn den Platz, der uns als Radfahrer*innen eigentlich zustehen sollte: Schluss mit dem sinnlosen Rasen in die Klimakrise! #MehrPlatzfürsRad und sichere Mobilität für alle!

Vor der hessischen Landesvertretung machen wir unsere Abschlusskundgebung und schicken dem grünen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir beste Grüße nach Hessen: Wald zerstören für eine Autobahn, das ist eine Scheißidee! #Dannibleibt

Infos zum Danni: https://waldstattasphalt.blackblogs.org

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