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Sammlung von Newsfeeds

Rote Zone: Gernika 1937, der Fliegerhorst Wunstorf und die Verhältnisse im Baskenland heute

[iL*] - 29. Juli 2026 - 19:43

 

Am 26. April 1937 wurde die baskische Stadt Gernika/Guernica während des Spanischen (Bürger-)Krieges durch deutsche Luftwaffeneinheiten fast vollständig vernichtet. Ein Kriegsverbrechen, das weltweit Entsetzen auslöste und besonders
durch ein Gemälde Picassos bekannt wurde. Ein Teil der Täter kam von den Fliegerhorsten Wunstorf und Langenhagen.
Dies wurde seit Anfang der 1980er Jahre durch mehrere Publikationen des Arbeitskreises Regionalgeschichte bekannt. Im Umfeld des Lufttransportgeschwaders der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst Wunstorf wurde zunächst alles bestritten, später relativiert. Schließlich musste man aber doch die zentrale Rolle des Flugplatzes für die Ausbildung der schweren Bombereinheiten der Legion Condor einräumen. Unterdessen knüpften Menschen aus der Region Hannover Kontakte nach Gernika, die bis heute gepflegt werden. Davon soll die Rede sein.

Auch zum 90. Jahrestag der Bombardierung am 26. April 2027 fährt wieder eine Reisegruppe ins spanische Baskenland.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

Rote Zone: AMA - Was du schon immer von der IL Hannover wissen wolltest

[iL*] - 29. Juli 2026 - 19:42

 

Die Interventionistische Linke gibt es bundesweit seit fast 20 Jahren - in Hannover seit 2013. Was steckt dahinter? Avanti Popolo oder FelS in der Brandung? Was haben der Kommunistische Bund, Heinz Schenk und die AA/BO damit zu tun? Wer sind eigentlich Postautonome und was will die IL immer mit dieser Nähmaschine? Doch auch auf lokaler Ebene ranken sich Mythen und Gerüchte um die IL. Zeit, Licht ins Dunkel zu bringen!
Seid dabei, wenn wir an diesem Abend Schlaglichter auf die Entstehungsgeschichte der IL werfen und vorstellen, was interventionistische Politik ausmachen sollte.
Da du nach dieser Ankündigung hoffentlich Redebedarf hast, stellen wir uns danach im Rahmen eines AMAs den Fragen, die DU uns schon immer mal stellen wolltet.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

Rote Zone: Perspektive Ost - Utopien mit Leben füllen

[iL*] - 29. Juli 2026 - 19:42

 

„Perspektive Ost“ macht sich auf die Suche nach Antworten. In Ostdeutschland wurden 28 Initiativen besucht, die sich täglich für eine solidarische, demokratische Gesellschaft einsetzen. Das feministischen Forum, der migrantische Radiosender und das soziokulturelle Zentrum – sie alle zeigen: Utopien sind keine leeren Worte, sondern gelebte Praxis.
Entstanden ist daraus ein Dokumentarfilm und ein umfangreiches Magazin, das Stimmen vor Ort, Interviews und wissenschaftliche Perspektiven vereint. Die Projekte geben inspirierende Einblicke, wie im ländlichen ostdeutschen Raum an einer offenen, gerechten Zukunft gearbeitet wird.
Was bedeutet eine gesellschaftliche Perspektive im Osten? Wie sieht solidarisches, demokratisches Handeln konkret aus? Welche Utopien werden bereits heute verwirklicht – und was können wir daraus lernen?
Wir haben Perspektive Ost in die Rote Zone eingeladen und freuen uns auf den gemeinsamen Austausch.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

Nato-Manöver in Hamburg stören - Kriegstauglichkeit verweigern - Deutschland verraten

[iL*] - 29. Juli 2026 - 17:55
Ein Aufruf zum Rheinmetall-Entwaffnen-Camp in Köln (1.-6.9.) und den Aktionstagen in Hamburg (24.-26.9.)

Alle Zeichen stehen auf Krieg. Ein Krieg, der vermeintlich vermieden werden soll, auf den aber alle gesellschaftlichen Bereiche systematisch eingeschworen und vorbereitet werden, anstatt Wege zu suchen, wie man ihm entkommt. Wir suchen solche Wege. Deswegen sagen wir »nein!«.

Nein zur Logik des Krieges. Nein zu dessen Vorbereitung. Nein zur Instrumentalisierung unserer Städte als Testfläche für Kriegslogistik oder als Produktionsstandorte für Rüstung und Munition. Nein zur Begründung des Krieges im Namen von Freiheit und Demokratie, der eben diese beschränkt und abzuschaffen bereit ist.

Wir treffen uns ab 24. September in Hamburg.

Dort soll im Rahmen des Nato-Manövers »Red Storm Charly« die zivil-militärische Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur, der Handelskammer, Lebensmitteleinzelhändlern, zivilen Krankenhäusern, Rettungsdiensten und vielen mehr exemplarisch eintrainiert und Hamburg als Drehkreuz für den Krieg an der Ostfront - wie die Bundeswehr selbst formuliert - mobil gemacht werden.

Militärmanöver wie das in Hamburg sollen uns glauben machen, der Krieg wäre beherrschbar; durch gute Vorbereitung halb so schlimm. Aber Krieg ist die buchstäbliche Katastrophe. Er wird kein gerechter sein, sondern nur leidvoll und grausam.

Wir haben nicht vor, uns an die Normalität des Kriegsregimes zu gewöhnen. Wir werden uns nicht mit der Deformierung des Zivilen durch Ausgrenzung und Begrenzung unserer Leben abfinden. Wir werden nicht akzeptieren, dass Hamburg Manöverort und Drehkreuz für die Front werden soll. Wir werden das Nato-Manöver stören.

Wir müssen uns verteidigen. Aber gegen was?

Während wir drastische Sozialkürzungen erleben, ist jeder dritte Euro im Bundeshaushalt für Verteidigung vorgesehen. Das ist nicht einfach eine Frage der Umverteilung in die falsche Richtung. Es ist eine der Prioritätensetzung, wovor wir uns schützen müssen.

Nicht die Wetterkatastrophen der Klimakrise, nicht marode Brücken oder einsturzgefährdete Schulen, nicht Armut, Pandemien oder die langen Wartezeiten für medizinische Behandlung sind Anlass für politische Maßnahmen zur Vorsorge und Schutzvorkehrungen. Stattdessen wird uns Sicherheit durchs Militär versprochen. Sicherheit durchs Militär, das aufs Töten ausgerichtet ist? Einer Institution, die die Belange unseres Lebens mit einem Federstrich militärischen Erfordernissen des vermeintlichen Sieges unterordnet und opfern wird?

Wir sagen Nein.

Krieg ist die Knochenmühle, die unendliches Leid bedeutet. Krieg heisst Homogenisierung und Disziplin im Inneren. Die Bevölkerung soll verschmolzen werden mit den Interessen der Regierung und dem abstrakten Anrecht der eigenen Nation. Wir lassen uns aber nicht gemeinmachen mit Interessen, die nicht unsere sind.

Unter dem Banner der nationalen Einheit werden soziale Widersprüche und Kämpfe niedergemäht. Den Gürtel enger schnallen, als alternde Arme die Rentenkürzungen hinnehmen, die Abschaffung des einst erkämpften Acht-Stunden-Tages schlucken und die massiven Kürzung stillschweigend akzeptieren. Was auch immer uns diejenigen erzählen, die von Kriegen profitieren und ihre Machtbereiche ausweiten wollen: Kriege werden nicht für uns geführt oder für die Verteidigung von Werten, sondern zur Interessendurchsetzung.

Ob in den Eskalationen der Kriege und der Gewalt im Iran, in Gaza, in der Ukraine oder in Syrien: Die internationale Ordnung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bricht gerade zusammen. Als Antwort auf die zunehmenden globalen Verteilungskämpfe und die weiter eskalierenden Klimakrise wird für die autoritär Regierenden der Krieg zum scheinbaren Ausweg. Und dient der Sicherung von knapper werdenden Ressourcen und der Neuordnung globaler Handelsrouten, Lieferketten und neokolonialer Machtverhältnisse.

Für uns ist klar: Das ist und bleibt ein System ohne Zukunft.

Die Rhetorik der Alternativlosigkeit zementiert den Kern neoliberaler Politik. Austerität und Militarisierung werden zur einzigen denkbaren Strategie für Sicherheit und Fortschritt erhoben. Doch je gewöhnter und aufgerüsteter wir selber sind, desto direkter rasen wir in den Krieg, weil wir verlernen an etwas anderes zu denken, uns etwas anderes vorstellen zu können und letztlich auch anders zu handeln. Dass uns die gesamte politische Klasse keinen anderen Horizont anzubieten hat als Aufrüstung und Krieg, sollte uns wütend machen und nicht in Angst vor der Welt der Wölfe erstarren lassen.

Wir stellen uns Sicherheit anders vor als durch Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie, als durch Wehrpflicht und Bunkerbau, als durch hart sein, mehr arbeiten, weniger krank sein. Wir stellen sie uns anders als Deutschland als neue Militärmacht vor. Wir sind kriegsunwillig und laden alle ein, denen es genauso geht. Kommt auf die Straße, beteiligt euch!

Wir sehen uns Anfang September in Köln.

Das Rheinmetall-Entwaffnen-Camp vom 1. bis 6. September in der Kölner Innenstadt dient dem Austausch, der Vernetzung, dem Kennenlernen und dem Aktivwerden. Wo können wir in den verschiedenen Kämpfen und Strömungen zusammenkommen? Wo liegen Unterschiede in unseren Perspektiven und Herangehensweisen? Wie können wir aus der vermeintlichen Alternativlosigkeit des Krieges desertieren und unser gemeinsames Nein formulieren?

Wir sehen uns danach in Hamburg.

Zusammen mit Rheinmetall Entwaffnen werden wir uns während der Aktionstage vom 24. bis 26. September in Hamburg der zivil-militärischen Zusammenarbeit widersetzen. Im alten Elbpark oberhalb der Landungsbrücken schlagen wir mit einem großen Zirkuszelt unsere Störmanöverzentrale auf. Dort werden wir uns treffen, Material und Informationen teilen, dort werden wir die Aktionstage gemeinsam beginnen und beenden.

Während der Aktionstage werden viele von uns nach Hamburg kommen und sich mit jenen verbünden, die schon seit vielen Jahren in der Stadt Widerstand gegen die Katastrophe des kapitalistischen Normalzustandes organisieren. Wir werden koordiniert ins gesamte Stadtgebiet  ausschwärmen. Wir werden das Manöver stören und damit dafür  sorgen, dass Hamburg untauglich ist und bleibt. Wir lassen die beteiligten Akteure nicht aus der Verantwortung, auch wenn sie ihre Rolle inder Eskalationsspirale nicht wahrhaben wollen. Wir werden sie konfrontieren, markieren, blockieren, sabotieren. Mit einer Demonstration gegen Sozialkürzungen und Aufrüstung werden wir ein sichtbares Zeichen setzen: Wir scheißen auf die Logik des Stärkeren, denn unsere Nachbarschaften, unsere Solidarität, unsere Beziehungen haben ihre eigene Stärke, die auf Kooperation und nicht auf Durchsetzungskraft basiert.

Kommt mit uns nach Hamburg und beteiligt euch an dezentralen, gemeinsamen Aktionen und Demonstrationen. Werdet mit uns kriegsuntauglich!

Interventionistische Linke, Juli 2026


Di. 1.9. - So. 6.9. Camp Köln
Do. 24.9. - Sa. 26.9. ungehorsame, vielfältige, widerständige Aktionen in Hamburg (24.9. Aktionplenum, 26.9. Demonstration gegen Sozialkürzungen und Aufrüstung)
Weitere Informationen: https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org

An den Kipppunkten. Linke Strategien für die Zukunft

[iL*] - 17. Juli 2026 - 17:03
Konferenz der Interventionistischen Linken - 23.-25. Oktober 2026, Berlin

Unsere Gegenwart ist dystopisch. Zwischen dem Vormarsch rechter und autoritärer Kräfte, einem Klima, das kollabiert und Kriegen und Konflikten, die immer weiter eskalieren, sind Militarisierung, Abschottung und Repression das neue Normal – an den Grenzen, aber auch innerhalb unserer Gesellschaften. Die gesellschaftliche Linke ist in der Defensive: Die Räume des Sagbaren werden enger, politische Spielräume kleiner, Momente der Solidarität seltener.

Die kapitalistische Dauerkrise eskaliert. Wir stehen vor der Entscheidung: Rette sich wer kann oder gemeinsam nach vorne – für eine Zukunft, um die es sich zu kämpfen lohnt?!

Genau hier setzt unsere Konferenz an. Wir wollen analysieren, was es heißt, wenn das Klima kollabiert, das Kriegsregime herrscht, das Kapital zu neuen Angriffen ansetzt und Rechte regieren. Wir wollen diskutieren, welche Strategien und Taktiken wir benötigen, um gleichzeitig Solidarität und Schutz zu organisieren, Verweigerung und Rebellion zu mobilisieren und Alternativen und Mehrheiten zu erkämpfen. Und wir wollen uns verständigen, welche Praxisformen und Projekte dafür geeignet sind und welche noch entwickelt werden müssen.

In der Dystopie der Gegenwart sind wir mehr denn je überzeugt, dass es eine radikale gesellschaftliche Linke braucht: organisiert, solidarisch und antiautoritär. Sprechen wir darüber, was das heißen kann und muss, jetzt und in der Zukunft.

 

Save The Date +++ „An den Kipppunkten. Linke Strategien für die Zukunft“ Konferenz der Interventionistischen Linken +++ 23.-25. Oktober 2026, Berlin

Widersetzen Aktionszeitung "Druck von links"

[iL*] - 7. Juli 2026 - 17:40
Blockadeblatt der Interventionistischen Linken & Friends zur widersetzen-Aktion in Erfurt im Juli 2026

Titelstory: In die Hocke gegen Höcke!
AfD blockieren, Faschismus verhindern

Wir wissen, dass es jetzt auf uns alle ankommt. Dass „Nie wieder ist jetzt“ keine Parole, sondern eine Analyse unserer Gegenwart ist. Also ist es ein Gefühl der Dringlichkeit, mit dem wir nach Erfurt fahren, um den AfD-Parteitag zu blockieren.

Antifaschistischer Widerstand ist nicht nur gerechtfertigt, sondern absolut notwendig. Die faschistische Gefahr in Deutschland ist 2026 so real wie seit 1945 nicht mehr. Bei den Landtagswahlen im September könnte die AfD in einem oder zwei Bundesländern die Regierung übernehmen. Die Abgrenzung der bürgerlichen Mitte wird immer schwächer, die Stimmen für Koalitionen mit der AfD immer lauter.

Das erinnert an das Drehbuch der faschistischen Machtübernahme 1933. Auch damals begann es in den Ländern (Thüringen 1930). Und auch damals sind die Nazis nicht aus eigener Kraft an die Macht gekommen, sondern weil die konservativen Eliten aus Parteien, Industrie, Großgrundbesitz und Militär ihnen die Macht übergeben haben.

Geschichte wiederholt sich nicht. Eine faschistische Diktatur wird im 21. Jahrhundert anders aussehen als in Deutschland vor 1945. Und dennoch hat die AfD seit ihrer Gründung eine rapide Entwicklung zum offenen Faschismus gezeigt. Während in anderen europäischen Ländern wie in Italien die Mäßigung in Propaganda und Auftreten die Voraussetzung für den Aufstieg der extremen Rechten war, geschieht bei der AfD das Gegenteil: Sie wird immer extremer und faschistischer, während ihre Wählerstimmen zunehmen. Der Erfurter Parteitag in der politischen Heimat von Björn Höcke kann ein weiterer Meilenstein dieser Transformation zur offen faschistischen Partei werden. Wir sollten nicht abwarten, ob es vielleicht doch nicht so schlimm kommt – sondern jetzt handeln!

Weiterlesen in der pdf-Datei: 

Zeitung zu Widersetzen, Juli 2026

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